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Valerie Schmidt-Chiari, Gründerin von The Connection, einem Café für junge Migranten, das beim Bewerben hilft.

Ali Mahlodji, Gründer von whatchado, stellt in einem Videoheft Berufsbilder vor, um Jungen bei der Berufswahl zu helfen.

Peter Vandor, Institut für Innovation & Entrepreneurship WU Wien, Koordinator des Social Impact Award.

Monica Culen, Geschäfts- führerin Rote Nasen Clowndoctors, Präsidentin des Fundraising-Verbands.

Franz Karl Prüller, in der Erste Stiftung für Soziales zuständig, juriert und sponsert den Social Impact Award.
Als "Ausdruck gesellschaftlichen Wandels" interpretiert Franz Karl Prüller, der Programmdirektor Soziales in der Erste Stiftung, die Tatsache, dass auch immer mehr junge Uni-Absolventen in eine Selbstständigkeit streben, in der der Unternehmenszweck der Gesellschaft nützt. Dies zunehmend nicht in Modelle, die rein auf Spenden angewiesen sind, sondern in soziales Unternehmertum, in dem Geldverdienen nicht pfui ist, allerdings das Woher des Geldes und das Wie die ethischen Leitplanken sind.
Auch Monica Culen, als Geschäftsführerin der Rote Nasen Clowndoctors und Präsidentin des heimischen Fundraising-Verbands eine Doyenne im klassischen Non-Profit-Bereich, sieht "eine neue Generation, die die Welt mitgestalten will" - und offensichtlich weit weg von alten Karrieremustern in Konzernwelten denkt. Unisono die Kritik: Die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen fördern sozial innovatives Unternehmertum nicht - dabei sind nicht Förderungen gemeint. Culen: "Der Staat ist gefordert, auch Ausbildungsmöglichkeiten zu etablieren, da sind auch die Interessenvertretungen, die Wirtschaftskammern und die Industriellenvereinigung angesprochen."
Ausbrechen aus der Passivität
Tätig geworden ist diesbezüglich das Institut für Innovation und Entrepreneurship an der WU Wien, auch durch das Ausschreiben des "Social Impact Award", der nun zum vierten Mal vergeben werden wird und in Österreich, Rumänien und Tschechien Projekte von Studierenden auszeichnet, die Armut, Ungleichheit, Umweltzerstörung, bekämpfen. Die Erste Stiftung sponsert den Preis, Peter Vandor koordiniert ihn engagiert an der WU: "es gibt da großes Potenzial - und alle, die 2011 bewusst miterlebt haben, die können nicht weitermachen wie bisher."
Welche Kraft in der Suche nach Wegen in eine bessere Welt steckt, zeigt etwa Ali Mahlodji, der selbst harte Jahre als Flüchtlingskind hinter sich hat und in seiner Firma whatchado Praktiker interviewt, die Jugendlichen ihren Lebensweg berichten, damit diese aus Passivität, Schicksalsergebenheit und dem Gefühl, es nicht schaffen zu können, ausbrechen und ihr (berufliches) Leben in die Hand nehmen. Mahlodji: "Hätte ich auf Förderungen gewartet, gäbe es jetzt kein einziges Stück der Firma" - er wollte auf eigenen Beinen stehen und hat ein Businessmodell entwickelt. Geholfen habe ihm aber der Social Impact Award 2011. Er kenne viele, die unzufrieden sind, Änderungen ersehnen, aber nichts dafür unternehmen: "Ich kann nur sagen: Tut es!"
Stimme erheben
Es gebe keine Entschuldigung, keine Ausrede, hier in Österreich unternehmerisch nicht umzusetzen, was man will, so auch Valerie Schmidt-Chiari, ebenfalls Gewinnerin des Awards 2011. Sie steigert in einem Café in Wien die Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Beginnen müssen sie und ihr Team dabei früh: Vor allem junge Frauen trauten sich am Anfang nicht einmal zu sprechen, die Stimme für ihre Anliegen und Bedürfnisse zu erheben.
Alle wollen anderen Mut machen, dort, wo sie Schieflagen im System, in der Gesellschaft, erkennen, tätig zu werden. Es wollten nicht mehr alle funktionierende Bürger sein, die nach dem Wohlergehensversprechen leben: Wenn ihr funktioniert, geht es euch gut. Zu klar werde mittlerweile gesehen, wem es nicht gut gehe und wo Systeme versagen und versagt haben, so Prüller.
Er ortet auch steigende Nachfrage von Anleger- und Investorenseite, in gute Sozialprojekte Geld zu geben. Die Erste Bank werde dazu im kommenden Jahr Produkte auflegen - spezielle Fonds seien in Ausarbeitung. Die Vision nicht verlieren, viel mit andern reden und zur Energie Geduld gesellen, raten die beiden Jungunternehmer möglichen Nachfolgern. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 24./25./26.12.2011)
Link
Bis zum 5. April 2012 ist die Einreichung für den Social Impact Award möglich
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Ich vergönne jedem Unternehmer den Erfolg und auch das Geld und wenn er Glück hat die Millionen.
ABER:
Ich sehe es nicht ein, dass Herr/Frau Chef mit S-Klasse Mercedes angefahren kommt, jedes Monat zehntausende Euro mitnimmt (findet man schnell raus wenn man mit dem Buchhalter gut ist) und dann immer noch rumjammern "Ja wir können ja UNMÖGLICH mehr bezahlen als Kollektiv." Auch kleinigkeiten wie zB CD-Radios in den Lieferwägen sind zu teuer.
Ich gönne jedem der sich das aufbaut jedes bisschen Erfolg, aber seine Mitarbeiter ein wenig daran teilhaben zu lassen sollte drin sein. Leider ist vielen Arbeitgebern wohl nicht bewusst wie wertvoll motivierte Mitarbeiter sind, die nicht jedes mal kotzen wollen, wenn sie in die Arbeit müssen.
Hab ja den Mund aufgemacht, sonst wüsste ich nicht, dass alles über Kollektiv ja "viel zu teuer" wäre. Nur ist das Problem bei so einem Nebenjob den jeder mit Führerschein machen kann das, dass die Chefin stumpf sagen kann "Wenns Ihnen nicht passt können Sie gehen."
Die heile Welt wo man mit den Vorgesetzten ohne Konsequenzen über sowas reden kann gibt es in den unqualifizierteren Bereichen nicht.
Habe ich das richtig überlesen?
Das läuft alles über Erste Stiftung, Social Impact Award 2011 und sonstige Sponsoren?
Ich befürchte keines dieser Unternehmen wird ohne Sponsoren auch nur ein Jahr überleben bzw. Geld auch nur zur Bezahlung ihrer Mitarbeiter verdienen können.
Geld verdienen ist von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes "verdienen" her per definitionem nicht "pfui". Man dient - im übertragenen Sinn leistet etwas - um damit sein oder ihr Leben zu ermöglichen.
Die Probleme beginnen mit dem erweiterten Begriff des Wortes (siehe z.B. Duden) dann, wenn dem "Verdienst" keine verhältnismäßige Leistung mehr gegenübersteht und gleichzeitig andere auch mit viel Leistung nicht mehr ausreichend "verdienen", um in Würde leben zu können.
Der Text reiht sich daher nahtlos in die lange Reihe von Wortverdrehungen ein, mit denen ohne eigene Leistung auf Kosten anderer zu übermäßigem Reichtum Gekommene von dieser Tatsache ablenken wollen und dabei ehrliche Unternehmer und Angestellte besudeln.
Das ist dann der Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit. Grundsätzlich ist das Rechtssystem darauf ausgelegt dass man klagen muss um recht bekommen zu können. Ich denke es scheitert oft an den Ressourcen und/oder am Selbstvertrauen der Betroffenen, die sich von vornherein keine Chance geben - und dann auch keine bekommen.
Es wären ganz einfache steuerliche und rechtliche Regelungen möglich, die solchen Unternehmen das Leben leichter machen könnten.
Im Gegenzug würde es auch nicht schaden, die egomanischen und gemienschädlichen Unternehmen entsprechend progressiv zu besteuern, sodass der durch ihr ausschließliches Profitstreben verursachte Schaden gegenüber der Gemeinschaft wieder abgedeckt ist.
Es ist alles eine Frage des politischen Willens. Auf die alte Tour mit "pragmatischen Betonierern" werden wir nicht mehr weiterkommen.
Es braucht ganz neue Ansätze und allzuviel Zeit haben wir auch nicht mehr...
z.B. diese NÖ Firma:
http://www.schiebel.net/
Erzeugt Drohnen und hat sie an Diktatoren wie Gadaffi etc. verkauft.
Äußerlich gesehen eine techn. Wertschöpfung ("Leistungsträger").
Für unzählige Menschen auf der anderen Seite des Globus jedoch gleichbedeutend mit Folter, Gefängnis, Unterdrückung der Menschenrechte und Tod.
Geld verdienen, etwas aufbauen und damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen ist *NIE* "pfui".
Das ist nur in Österreich (und besonders hier im Standard) so, dass man sich schämen muss, wenn man was aufbaut und damit - Gott behüte - auch etwas verdient.
Ist wirklich wirklich mühsam.
hat keiner ein Problem damit, aber wenn wie fast ueberall einzelne das mehrere Hundertfache absahnen, verglichen mit den durchschnittlich bezahlten Mitarbeitern, dann stimmt was nicht.
Und wenn Eigentuemer eines Unternehmens das mehrere Tausenfache absahnen, dann stimmt auch was nicht; entweder wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der nicht der Zufall oder das Glueck eines Menschen zaehlen, sondern was er persoenlich leistet ODER wir hoeren endlich auf so zu tun, als ob jeder Mensch etwas wert ist, sondern sehen der Realitaet ins Auge und geben zu, dass manche, die sich's auf welche verwerfliche Art auch nehmen, die Herrenmenschen sind und alle anderen - vor allem die ehrlichen - auf der Strecke bleiben und sich ausbeuten lassen od
Wer sich was aufbaut und an die bestehenden Gesetze haelt (damit scheiden schon mal 90 % der Unternehmer, die nur in die eigene Tasche wirtschaften und nur der Steuervermeidung anhaengen, aus) und vor allem jenen, die fuer ihn schuften angemessen beteiligt (was so gut wie nicht vorkommt, denn selbst ein Unternehmen mit Milliardengewinnen zahlt den angestellten Sklaven keinen Cent mehr ls noetig), braucht sich nicht schaemen fuer seine Gewinne.
Nur in Oesterreich und ueberall im Kapitalismus geht es nicht darum, andere zu beteiligen, sondern von moeglichst vielem auszuschlieszen und ausschlieszlich selbst abzusahnen, sonst koennten alle Vermoegenden alles offenlegen und keiner wurde sie beneiden, wenn alles rechtmaeszig waere!
Nicht ueberall geht es darum, andere auszuschliessen. In manchen Laendern ist es nicht schwer, ein eigenes kleines Unternehmen zu gruenden.
Was die Beteiligungen betrifft, so sind die Gewerkschaften sehr oft dagegen, weil der Angestellte dann auch an den Verlusten beteiligt waere, also am Risiko mittraegt.
Viele Leute wollen kein eigenes Unternehmen gruenden, weil sie sich das Risiko und die Arbeit nicht antun wollen. Fixe Arbeitszeiten gibt es nicht, Arbeitslosenunterstuetzung gibt es auch nicht, und die Versicherungsbeitraege fuer Selbststaendige sind in Oesterreich enorm. Wenn es nicht klappt, stuerzt man ziemlich tief.
Steuerbetrug? Jeder Schwarzarbeiter betruegt den Staat, das summiert sich zu einem riesigen Schaden.
Solange sich alles in hier geltenden gesetzlichem Rahmen bewegt, warum nicht?
Wenn es einem nicht passt, kann er ja versuchen, die Gesetze zu ändern, so wie die junge SPÖ das getan hat.
Jemanden zu verurteilen, wenn er im gesetzlichen Rahmen Geld verdient ist witzlos.
Der "gesellschaftliche Nutzen" ist doch derart extrem subjektiv, dass er keinesfalls für irgendwelche Richtlinien herangezogen werden kann.
Für Veganer hat schon das Züchten und Halten von Nutztieren keinen gesellschaftlichen Nutzen, für Öko-Freaks ist das Bauen von Autos gesellschaftlich geächtet...
geldverdienen oder geldbekommen?
ich bitte mal einwenig mehr auf die sprache zu achten - von 10 angestellten arbeiten doch nur mehr maximal 2 produktiv, die stellen etwas her, mit ihren händen oder ihren ideen, das dann andere bürger benötigen - die 2 VERDIENEN geld - die restlichen 8 bekommen geld - die verwalten, machen papier schmutzig, sind damit beschäftigt regeln zu erfinden, andere wiederum diese zu exekutieren.....beschäftigungstherapie
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