Falschgeld

Euro treibt rare Blüten

23. Dezember 2011, 08:24
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    foto: apa/hans-klaus techt

    In Österreich wurden laut der jüngsten verfügbaren Statistik, die sich auf das erste Halbjahr 2011 bezieht, 2.657 "Blüten" entdeckt.

Zehn Jahre gibt es den Euro schon als Bargeld. Statistisch gesehen müsste ein Mensch 800 Jahre alt werden, um an einen gefälschten Schein zu kommen

Wien/Den Haag - 800 Jahre alt müsste ein Mensch im Euro-Raum werden, um statistisch garantiert einmal in seinem Leben eine gefälschte Euro-Banknote in seiner Geldbörse zu finden. Das sagt Michael Rauschenbach, Leiter der Abteilung für Geld- und Kreditkartenfälschung bei der europäischen Polizeibehörde Europol, unter Berufung auf statistische Berechnungen. Rund 50.000 "Blüten" werden monatlich aus dem Verkehr gezogen - eine verschwindend geringe Menge angesichts der in Umlauf befindlichen Bargeld-Menge: Im ersten Halbjahr 2011 waren es laut Europäischer Zentralbank durchschnittlich 13,8 Milliarden Banknoten.

Deutlicher Rückgang

In Österreich wurden laut der jüngsten verfügbaren Statistik, die sich auf das erste Halbjahr 2011 bezieht, 2.657 "Blüten" entdeckt, um 45 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2010. In jenem Jahr wurde ein Rückgang von zehn Prozent registriert, wie die Nationalbank am 17. Jänner wissen ließ, drei Tage, ehe die Polizei von sieben Festnahmen und der Sicherstellung von Falschgeld im Nennwert von 200.000 Euro berichtete, noch ehe die Imitationen in Umlauf gebracht werden konnten. Nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BK) stammt der größte Teils des Falschgelds aus Südosteuropa, dem Raum Westbalkan und Italien.

"Die professionellen Fälscher waren in der Vergangenheit im Balkan-Raum konzentriert. In den vergangenen drei, vier Jahren hat es eine Verschiebung gegeben. Mehr als 50 Prozent des Falschgeldes kommt aus dem italienischen Raum", sagte Rudolf Unterköfler vom BK der APA. "Es ist sicher so, dass sich die Mafia vermehrt mit Geldfälschung befasst." Darüber hinaus sitzen Euro-Fälscher auch in Südamerika - in Kolumbien hat die Polizei des Landes in Kooperation mit Europol mittlerweile mehrere Produktionsstätten ausgehoben und Falschgeld im Nennwert von mehreren Millionen Euro sichergestellt.

Perfekte Fälschung gibt es nicht

Großes Know-how und hoch spezialisiertes technisches Equipment samt entsprechenden Investitionen sind notwendig, "um einigermaßen vernünftige Banknoten herzustellen", sagte Rauschenbach. Er ist so wie Unterköfler überzeugt, dass es die "perfekte Fälschung" nicht gibt und selbst hochwertige Imitationen binnen fünf Sekunden erkennbar sind - selbst von interessierten Laien. "Blüten"-Produktion und Verteilung werden im Gegensatz zu früher von unterschiedlichen kriminellen Organisationen übernommen, wobei österreichische Täter bisher als Verteiler auf der untersten Ebene oder durch ihre überdurchschnittlich plumpe Herangehensweise beim Fälschen aufgefallen sind.

So ließ sich ein 15-Jähriger in Oberösterreich durch eine TV-Sendung über Banknotenproduktion dazu verleiten, mit Hilfe des Kopierers seiner Eltern seine eigenen Euro-Scheine herzustellen, von denen er ein paar unters Volk brachte. "Am Sonntag hat er gedruckt, am Mittwoch wurde er festgenommen", gab Unterköfler die "Karriere" des jugendlichen Geldfälschers wieder. 2008 hoben steirische Kriminalisten eine Münzfälscherwerkstatt aus und verhafteten vier Männer. Acht nachgemachte italienische 50-Cent-Münzen wurden sichergestellt. Die Produktion befand sich nämlich noch im Versuchsstadium, als die Polizei auftauchte. (APA)

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José Atento
00
27.12.2011, 10:12
Ich

hatte einmal (angeblich) zwei "gefälschte" 10 Eur Scheine. Zumindest wurden beide im Schwimmbad an der Kassa nicht akzeptiert (mit UV-Lampe kontrolliert).

Da wurde ich damals ziemlich wütend (laut) ;-)

HerrUnmut
00
24.12.2011, 15:43

Also ist mir bislang auch noch nicht untergekommen und daher wirds wohl stimmen, allerdings muss ich auch gleich mal zugeben dass ich nicht mehr so viel Bargeld verwende sondern schon auf yuna card und co umgestiegen bin, da ich viel online shoppe!

das ist fix
00
24.12.2011, 12:46
Wow!

Ein Artikel der einmal den Kredikarten,Bankomatkassen&Quick NICHT das Wort redet.

Die Gehirnwäsche gegen Bargeld von Visa, Paylife & Co ist ja unerträglich.

das ist fix
02
24.12.2011, 12:42
Bargeld!

Man kann nicht oft genug daraufhinweisen, dass es wichtig ist BARGELD zu verwenden - mit der Abschaffung von Bargeld wird auch der totale Überwachungsstaat eingeführt.
http://www.wissensmanufaktur.net/bargeldlos

José Atento
01
27.12.2011, 10:14
RICHTIG,

die Freiheit das Bürgers ist von der freien und uneingeschränkten Nutzung von Bargeld abhängig.

Aber diese Freiheit wird bereits immer mehr eingeschränkt.

Höhere Bargeldzahlungen werden in der EU teilweise bereits verboten - das ist unglaublich, aber leider wahr.

alex34653
00
24.12.2011, 00:04
...

Bevorzugt werden ja auch stabile Währungen gefälscht...

C18H27NO3
00
23.12.2011, 21:33
"...um statistisch garantiert..."

So ein topfen!

scrollradl
 
00
23.12.2011, 18:26
perfekte fälschung gibt es nicht

eh klar
denn wenn perfekt gefälscht ist der schein echt

Zarathustra
00
23.12.2011, 18:14
Wenn man sagt, dass rund jeder 10. innerhalb seines Lebens einmal einen gefälschten Schein in seinem Geldbörsel haben würde...

...dann klingt das gleich ganz anders, als wenn ein einzelner Mensch 800 Jahre werden müsste. Letzteres suggeriert, dass es quasi unmöglich ist je einen gefälschten Schein in der Hand zu haben.

tomthecat
00
23.12.2011, 16:51
naja, sogar die fälscher...

nehmen den euro nicht mehr ernst! :-)

Kahuna
00
23.12.2011, 15:05
Habe mal 2 flasche Zwanziger ausgefasst, bin aber, soweit ich weiss, noch keine1600 Jahre alt.

Altus
00
23.12.2011, 14:44
statistischer Fehler!

Wer zahlt denn noch mit Scheinen?
Das Bargeld hat ja mehrfach ein Wert verloren!

José Atento
00
27.12.2011, 10:18

Wer sein Geld in elektronischr From auf der Bank hat, der ist der Willkür der Banken voll ausgesetzt, denn diese können dieses Geld für hoch spekulative Zwecke missbrauchen - sogar vollkommen legal!

Das Ziel ist es den Bürger vollkommen zu überwachen - natürlich nur gewisse Bürger, die es sich nicht richten können.
Die meisten denken, dass sie selbst nicht betroffen sein werden. Die meisten sind eben auch bereits versklavt.

das ist fix
00
26.12.2011, 13:17

Wer heute noch mit Bargeld zahlt?
Menschen denen bewusst ist, dass sich hinter Kreditkarte und Bankomatkartenzahlungen eine riesengroße Gefahr verbirgt - Stichwort: Überwachungsstaat.

Zarathustra
00
23.12.2011, 18:08

Und das Buchgeld auf ihrem Konto verliert nicht an Wert oder wie??? Ganz abgesehen davon, dass man grundsätzlich lieber mit einem Zahlungsmittel zahlt, von dem man ausgeht, dass es bald weniger wert sein wird.

Altus
00
24.12.2011, 00:50
passt schon wie sie es schreiben ..

..denn sie haben es richtig falsch verstanden

Harald Bruckner
00
23.12.2011, 14:06
Blöde Statistik

Hier werden gefälschte Banknoten in Relation zu echten gesetzt. Entscheident ist aber die Umlaufzeit der Echten und Gefälschten. Wer weiss die?

Zelvik
01
23.12.2011, 14:30

Die ist nicht messbar, da ja niemand feststellen kann, wann eine gefälschte Banknote in Umlauf kam und auch nicht wieviele Stationen sie hinter sich gebracht hat. Das ist auch nicht wirklich schätzbar.

Die Summe der gefundenen Fälschungen gegenüber der Gesamtumlaufmenge - zumindest im chronologischen Vergleich sowie im Vergleich mit anderen Währungen lässt aber zumindest Schlüsse darüber zu wie sich die Sicherheit der eigenen Noten entwickelt und wie man im Vergleich dasteht. Wie in vielen anderen Fällen kann man gewisse Dinge nur in relativen Werten darstellen - da man keine Absolute Messung vornehmen kann.

Entfesselter Prometheus
01
23.12.2011, 13:28
"Am Sonntag gedruckt, am Mittwoch festgenommen"

Don't steal, the government hates competition.

imir
31
23.12.2011, 12:26

Es fälscht haklt niemand mehr Euro. Wozu auch? Nur um die Blüten in einem Jahr entsorgen zu müssen, weil die Papierfetzen dann keiner mehr nimmt?

Ender Wiggin
00
23.12.2011, 13:31
innerhalb eines jahres kann man sich schon ganz

schön viele Sachgüter darum kaufen.

Verstoßener Silberrücken
01
23.12.2011, 12:03

800 Jahre alt müsste ein Mensch im Euro-Raum werden, um statistisch garantiert einmal in seinem Leben eine gefälschte Euro-Banknote in seiner Geldbörse zu finden.

Statistisch garantiert? Die zugrundeliegende Rechnung würde ich gerne sehen...

Kräuterpfarrer Escobar
00
23.12.2011, 17:15
Ich hätte es gerne umgerechnet, wieviele Badewannen ich während der Zeit einlassen kann.

Die Statistik ist in meinen Augen ein Blödsinn. Es kommt auf die Umlaufgeschwindigkeit an, und nicht, wieviele Scheine jeder in der Geldtasche hat. Ist ja keine statische Sache. Der gefälschte Fuffziger wechselt ja u.U. mehrmals täglich den Besitzer.

Bimboschmatzer statt Negerkuss
00
23.12.2011, 14:38
Wußten Sie...

dass, rein statistisch gesehen, 9 von 10 Massenvergewaltigungen genießen ?

Erstaunlich, aber ist so..

:-)

Harald Bruckner
00
23.12.2011, 14:02
Reporter halt

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