Der US-Amerikaner galt als ein Wegbereiter der Pop Art
New York - Er hat Autoschrott und Karosserieteile mit Leidenschaft
in Skulpturen umgewandelt: Der amerikanische Künstler John Chamberlain ist am
Mittwoch im Alter von 84 Jahren in New York gestorben, teilte seine Witwe,
Prudence Fairweather, der "New York Times" ohne Angaben zur
Todesursache mit.
Chamberlain galt als einer der Wegbereiter der Pop Art.
Bereits in den späten 1950er Jahren hatte er erste Skulpturen aus Autoteilen
geschaffen - und gerne phantasievoll betitelt. Für die oft über meterhohen Gebilde bediente sich Chamberlain unter anderem
an ausrangierten Cadillacs, Motorteilen, Stahlresten oder Gummi und schaffte es
trotz der widerspenstigen Materialien, die Kunstwerke an lebende Körper, Vögel,
Bäume, Schiffe oder Blumen erinnern zu lassen.
Sein Drang, mit dem
traditionellen Begriff der Skulptur zu brechen und die Grenzen zwischen Gebilde
und Malerei verschmelzen zu lassen, begleitete sein Schaffen, schrieb die "NYT". Sein Werk, das in vielen großen Museen präsent ist, beinhaltete daneben auch Filme
im Umfeld von Warhols Factory und Panorama-Fotografien. 1964 nahm er an der Biennale von Venedig teil, 1982 an der Documenta in
Kassel. (APA/red)