Laut EULEX-Sprecherin Untersuchungen zu Finanzmachenschaften bei Waffenanschaffung für Polizei
Prishtina - Deutschland hat laut kosovarischen
Medienberichten eine Waffenlieferung für den Kosovo im Wert von etwa
zwei Millionen Euro abgefangen. Während die Tageszeitung "Koha
Ditore" am Donnerstag von einem Waffenembargo berichtete, meldete der
TV-Sender Kosova, dass die Aussetzung der Waffenlieferung im
Zusammenhang mit den von der EU-Rechtsstaatsmission EULEX geführten
Ermittlungen gegen ein kosovarisches Import- und ein deutsches
Exportunternehmen erfolgt sei.
Die EULEX-Sprecherin Irina Gudeljevic kommentierte die
Medienberichte nicht, bestätigte jedoch gegenüber dem Sender "KiM"
Ermittlungen hinsichtlich Finanzmachenschaften bei der Anschaffung
von Waffen für die Polizei. Bei den in diesem Zusammenhang
durchgeführten Durchsuchungen wurden am 5. Oktober in Pristina auch
zwei Mitarbeiter der kosovarischen Polizeiverwaltung und ein
Angestellter des Innenministeriums festgenommen.
Gudeljevic zufolge dürfte es sich um Finanzmachenschaften handeln,
aufgrund denen die Polizei Verluste in Millionenhöhe hinnehmen
musste. Von den Ermittlungen betroffen ist demnach auch ein deutsches
Unternehmen. (APA)