Günter Lackenbucher wechselt zur Bundestheater-Holding

22. Dezember 2011, 13:55

Theater-Experte der Kunstsektion des Ministeriums übernimmt Koordinierung der Tochtergesellschaften

Wien  - Die Bundestheater-Holding holt sich personelle Verstärkung: Günter Lackenbucher wird mit Jahresbeginn von der Kunstsektion des Kulturministeriums zu den Bundestheatern wechseln, bestätigte man am Donnerstag im Ministerium wie bei den Bundestheatern.

Für Lackenbucher werde ein neuer Dienstposten für Koordinierung der Tochtergesellschaften geschaffen, sagte Holding-Geschäftsführer Georg Springer, der sich glücklich darüber zeigte, einen exzellenten Theater-Fachmann für die operative Umsetzung der sich aus der Evaluierung ergebenden Maßnahmen gewonnen zu haben. Dadurch werde es möglich, künftig die Kompetenzen bei der strategischen Führung des Konzerns auszubauen, das Verhältnis zu den Bühnen-Gesellschaften zu intensivieren und in einen laufenden begleitenden Diskussionsprozess zu überführen, der auch nach Umsetzung des Maßnahmenkatalogs weitergehen werde.

Günter Lackenbucher wurde 1958 in Villach geboren. Er studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität Wien und dissertierte mit einer Arbeit über Thomas Bernhard. Danach war er u. a. als Chefdramaturg und stellvertretender künstlerischer Leiter am Theater der Jugend für die Spielplangestaltung und künstlerische Konzeption verantwortlich. Lackenbucher war einer der Mitautoren der von der Stadt Wien in Auftrag gegebenen Studie "Freies Theater in Wien", danach Referent für darstellende Kunst im Büro des Wiener Kulturstadtrats, ehe er ins Büro von Kulturministerin Claudia Schmied   und danach in die Kunstsektion wechselte, wo er u.a. mit Angelegenheiten der Bundestheater befasst war.

Der im September von den Aufsichtsräten der Konzerngesellschaften einstimmig genehmigte Maßnahmenkatalog sieht schrittweise Maßnahmen mit einem "Optimierungspotenzial" in Höhe von rund 12,4 Mio. Euro bis zum Ende der Saison 2014/15 vor, wobei das Optimierungspotenzial des Burgtheaters mit rund 3,6 Mio. Euro, jenes der Wiener Staatsoper mit 6,7 Mio. Euro angegeben wird. Bei der Volksoper Wien liegt die entsprechende Summe bei 1,5 Mio. und bei der Theaterservice GmbH bei 0,6 Mio. Euro. Mehr Sorge als der auf gutem Wege befindliche Umsetzungsprozess bereitet Springer der Gehaltsabschluss für den öffentlichen Dienst, der für die Bundestheater 4 Mio. Euro Mehrkosten bedeutet, ohne dass mit einer Anhebung der Basisabgeltung per 1. September 2012 zu rechnen ist.  (APA)

NoneSolo
02
29.12.2011, 13:54
Und diesen zusätzlichen Posten ...

... dürfen die Theater- und Opernbesucher dadurch finanzieren, dass die Kartenpreise wieder einmal angehoben werden. Soviel zum Thema "wir müssen sparen".

Oder wird der Posten vielleicht dadurch finanziert, dass der hocherfreute Hr. Springer nicht nur seine Arbeit, sondern auch seinen Gehalt mit dem Neuen teilt? Schließlich sollte es ihm ja schon etwas wert sein, dass er dafür dann noch mehr Zeit hat auf Gratisplätzen medienwirksam bei den diversesten Veranstaltungen dabei sein zu können.

Franz Altenberger
02
24.12.2011, 13:05
Verwaltungsreform???

Diese Aktion ist ein herzliches Zeichen an uns Staatsbürger, dass keine unserer Parteien je ernsthaft daran gedacht hat, die Verwaltungsreform anzudenken. Geschweige denn, zu starten.
Wieder wird einer Polit-Belohnung durch Erfindung eines bestbezahlten Postens ein Karriere-Anschein gegeben. -
Derartige Lebensläufe/Schicksale gibt es zu Tausenden in Büros der Landes- und Bundesregierungen, welche sich nahe der Nomenklatura befinden.
Auch die Opposition findet dies mittlerweile völlig normal.

donna corleona
00
26.12.2011, 18:28
Optimierungspotential

"Georg Springer zeigte sich glücklich darüber, einen exzellenten Theater-Fachmann für die operative Umsetzung der sich aus der Evaluierung ergebenden Maßnahmen gewonnen zu haben..."

Stellt sich da nicht eher die Frage, warum Springer's Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert wurde?

http://www.profil.at/articles/... aufmodelle

einschaltquote
00
24.12.2011, 18:37
Das alles ist schon seit Jahren bekannt, aber die Wähler

wählen immer noch brav die selben Parteien, von denen sie nach der Wahl nach Strich und Faden betrogen werden. Nachdem es also keine Konsequenzen gibt, machen die Politstümper. Ein Autoraser würde auch ewig weiter rasen, wenn ihm keine Strafe droht.

il commentator
03
23.12.2011, 08:11
Grund allen Übels

eine aufgeblähte Verwaltung, eitel und machtverliebt macht sich in Zeiten der allgemeinen Notwendigkeit zum Sparen noch wichtiger. Dabei könnte man dort sicher die meisten Posten streichen, statt dessen schafft man neue, vollkommen unsinnige! Und das Ministerium versorgt abgestellte Mitarbeiter. wer zahlt das ? Wir ! Das ist mit ein Grund für Politikverdrossenheit und Resignation der Bevölkerung, Frau Minister nehmen Sie ihre Verantwortung war und beenden Sie diese absurde Entwicklung, reduzieren Sie die Verwaltung auf ein Minimum und garantieren Sie dass das Geld für die Kunst verwendet wird und nicht für die Wichtigtuerei einiger Politlieblinge!

Keikobad
01
22.12.2011, 14:19
Noch mehr Posten?

Ich denke, die Bundestheater müssen sparen? Wozu also einen neuen, hoch dotierten Postenin der Holding schaffen? Das ist reine Geldverschwendung.

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