WU Wien

Keine Berufung: Nachzahlung von sechs Millionen Euro fix

22. Dezember 2011, 13:38

Weder WU noch Ministerium wollen Entscheidung der Schlichtungskommission anfechten

Wien - Die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien bekommt bis Jahresende fix eine Nachzahlung von sechs Mio. Euro vom Wissenschaftsministerium. Weder das WU-Rektorat noch das Ministerium wollen die Entscheidung der eigens gerichteten Schlichtungskommission beim Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof anfechten. Das Ministerium sei "nach eingehender Prüfung zum Entschluss gelangt, nicht in Berufung zu gehen", wie es gegenüber der APA heißt. Die Uni gab ihre Entscheidung am Donnerstag in einer Aussendung bekannt, räumte aber ein, dass sie "nicht alle rechtlichen Positionen der Schlichtungskommission teilt".

Die WU hat auf ihrem per Rechtsweg bestrittenen Kampf um ein höheres Budget "wegen gravierender Veränderung der zugrundeliegenden Rahmenbedingungen" von der Kommission zusätzliche sechs Mio. Euro bis Jahresende zugesprochen bekommen. Rektor Christoph Badelt hatte mehr Geld gefordert, weil die Zahl der Studenten an der WU fünfmal so hoch sei wie die vorhanden Kapazitäten und er - entgegen einer in der Leistungsvereinbarung festgehaltenen Ankündigung des Ministeriums - keine Plätze beschränken durfte.

Dass der WU nicht die von Badelt gewünschten 64,4 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zugesprochen wurden, erklärte die Schlichtungskommission damit, dass das Wissenschaftsministerium "auch nicht mehr verteilen" kann, "als es für diese Zwecke hat" - nämlich eine Reserve von zehn Millionen Euro. Die WU stellt diese Argumentation zwar "infrage", will aber kurz vor Ende der Leistungsvereinbarungsperiode 2010-2012 keinen weiteren Rechtsweg bestreiten. Es gebe "keine realistische Chance, dieses Thema noch so rasch klären zu können, dass es auf die laufende Periode positive Auswirkungen haben könnte".

Weitere rechtliche Schritte will Badelt für die Zukunft jedoch nicht ausschließen. Die Kommission habe klar festgehalten, dass der Gesetzgeber mit der Finanzierung einer hinreichenden Betreuung der Studenten eine "verfassungsrechtliche Aufgabe" habe und bei unzureichendem Budget Zugangsregeln nötig seien. "Wir werden den Diskurs daher bei den kommenden Leistungsvereinbarungsverhandlungen für die Jahre 2013-2015 fortsetzen", so Badelt, "und dann wenn nötig auch die rechtlichen Klärungen anstreben. (APA)

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15 Postings
sonne-licht
 
20
27.12.2011, 11:54
problematiken

die gewissheit!
das die in österreich ausgebildeten studenten auch für das österreichische budget nachhaltigkeit gewährleisten,
würde vielerorts viel mehr zuspruch für mehr bildungsgeld bekommen!

so weiss niemand wirklich, wohin die bildung wirklich investiert wird!

jedoch wenn sich studenten immer nur die "zuckerl"
kostenlose ausbildung nehmen wollen, wird das volk irgendwann auf solche "auszubildenende" verzichten
müssen!

wenn kein nutzen auch keine plausible begründung mehr zu fordern!

und das mit der leistung der studierenden im nachhinein für österreich, glaubt doch keiner der wirklich rechnen kann und sich nicht illusionen hingibt!

Jehona Jericho
00
26.12.2011, 13:33
ja es ist wahr: es gibt 5mal mehr student_innen als es die kapazitäten es eigentlich erlauben könnten

deswegen ist das ja mehr als ein SCHREI nach mehr geld für die hochschulen

die wu ist keine ausnahme, sondern die regel

das geld an den unis reicht vorne und hinten nicht

der staat muss mehr in bildung investieren, damit alle in österreich das gleiche recht auf bildung haben, es sollte keine soziale selektierung geben

nichts ist wertvoller als bildung für einen staat, geld in die hochschulfinanzierung zu stecken wird NIEMALS EINE FEHLINVESTITION sein.

Isegrim1
00
27.12.2011, 15:45

Doch der Staat hat nur so viel zu investieren was der Volkswirtschaft etwas bringt. Bildung ansich ist noch immer ein Prvatvergnügen wie jedes Hobby.

Jehona Jericho
00
27.12.2011, 16:09
Bildung bringt sogar der Volkswirtschaft etwas

nur weil der BIP wächst heißt das noch lange nicht dass die Bevölkerung etwas Gutes davon hat.

UND BILDUNG IST EIN RECHT - KEIN PRIVILEG UND GENAUSO WENIG IST BILDUNG EIN HOBBY!!!

Isegrim1
11
28.12.2011, 13:50

Basisbildung ist ein Recht! Alles was darüber hinausgeht ist ein Privileg.
Und klar ist Bildung auch ein Hobby, oder warum sollte Geschichtsforschung aus privatem Interesse eine Aufgabe des Staates sein?

Jehona Jericho
01
28.12.2011, 18:12
ihr neoliberales geschreibe ist eigentlich ein frechheit.

Isegrim1
00
30.12.2011, 15:03

Warum, ist halt meine Meinung und die sollte genauso zählen wie ihre.

Jehona Jericho
00
30.12.2011, 15:32
stimmt, ich entschuldige mich.

jedem seine meinung :)

Jehona Jericho
00
28.12.2011, 14:25
ist es nicht!

geschichtsforschung ist sehr wohl wichtig für einen staat: immerhin lernt man aus der geschichte, und zur identifikation einer kultur gehört sich auch dazu!

HOCHSCHULBILDUNG DARF KEIN PRIVILEG SEIN!

es geht darum, dass es für einen staat sehr sehr wichtig ist dass die eigene bevölkerung GEBILDET - AUFGEKLÄRT - REFLEKTIEREND ist!

wie kann man nur der meinung sein basisbildung sei alles?

sehr unsozial.

Isegrim1
01
30.12.2011, 15:02

Bilden kann ich mich auch ohne ein Hochschulstudium. Dafür gibts auch Bücher.

120 Jahre Karl Schranz
00
29.12.2011, 11:43

schreien sie nicht so

Jehona Jericho
00
29.12.2011, 11:52
ich schreie nicht, ich betone bloß.

auweh mit e
20
23.12.2011, 19:38
gut, dass man auf der wu über den liberalen weg bescheid weiß

zuerst überall einsparen, dann sich ein paar zuckerstückerl als subventionen zuschanzen und will man noch mehr "erklagt" man sich den rest.

der verzicht auf widerstand durch die passenden leute reicht, ob gewollt oder aus imagegründen, und die schäfchen sind im trockenen.

hat/hätte sich auch die hauptuni ein paar millionen erklagen können? die tu? die veterinär?

EpeeNoire
00
23.12.2011, 12:29
Is das wirklich wahr

5 mal so viele Studierende wie Kapazitäten?

So org kommts mir eigentlich garnicht vor.

120 Jahre Karl Schranz
00
29.12.2011, 11:43

es kommt halt darauf an wie man "kapazität" definiert

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