Bilanz 2011

Reporter ohne Grenzen: Seit Jahresbeginn 66 Journalisten getötet

22. Dezember 2011, 13:25

Tötungen und Festnahmen nahmen zu - Anstieg der Repressionen im Zuge des Arabischen Frühlings und neuer Protestbewegungen

Mindestens 66 Journalisten sind 2011 in Ausübung ihres Berufes getötet worden - um neun mehr als im Vorjahr. Das gab die NGO Reporter ohne Grenzen am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Auch die Zahl der Festnahmen und Übergriffe gegen Journalisten stieg demnach deutlich: 1.044 Menschen wurden wegen ihrer journalistischen Tätigkeit festgenommen, fast doppelt so viele wie 2010. Die Menschenrechtsgruppe zählte zudem 1.959 tätliche Angriffe und Drohungen gegen Journalisten, sowie 71 Entführungen.

Als Hintergrund des Anstiegs an Repression gegen Medienarbeiter sieht die Organisation die turbulenten Ereignisse des Arabische Frühlings, sowie Proteste in Staaten wie dem Sudan, Weißrussland und Uganda. Die Machthaber hätten auf die Freiheitsbewegungen in ihren Ländern mit Repressionen geantwortet, die besonders auch Journalisten trafen. Mehr als 70 Journalisten hätten aus ihrer Heimat fliehen müssen, berichtete die Organisation in Wien.

Als Länder mit der höchsten Anzahl von getöteten Journalisten nannte Reporter ohne Grenzen Pakistan, den Irak und Mexiko. Auch in den arabischen Konfliktstaaten Libyen und Syrien hätten mehrere Journalisten ihr Leben verloren. Zusätzlich zu den etablierten Berichterstattern trifft die Gewalt auch Blogger und Internet-Aktivisten. In diesem Jahr seien zumindest 199 "Cyberdissidenten" festgenommen und fünf Online-Aktivisten getötet worden, so die Organisation. Zugleich zensierten mehr Länder als je zuvor das Internet: Die Zahl habe sich von 62 auf 68 Staaten erhöht. (APA)

Schreck
00
23.12.2011, 16:00

Man muss bei Reporter ohne Grenzen ein wenig aufpassen. Vor ein paar Jahren gab es da Knatsch bei Le Monde diplomatique. Hört sich an, als wären sie so wie Ärzte ohne Grenzen, sind sie aber nicht. Sie sind als äußert USA-Freundlich und sehr feindlich gegenüber Venezuela, Kuba, Bolivien bekannt.
Gut, dass es die Statistiken gibt, aber biased sind ihre Aussagen immer.

Der lachende Mann
01
23.12.2011, 11:16
Seit 1992 immerhin 7% Frauen betroffen

http://de.wikipedia.org/wiki/List... urnalisten

Heuer Gott sei Dank nur eine.

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