Baukonzern

Alpine steigt in Güterverkehr ein

22. Dezember 2011, 12:38

Der Salzburger Baukonzern Alpine hat die Lizenz für den Güterverkehr in Österreich erhalten und will Leistungen auch für Dritte anbieten

Salzburg - Der Salzburger Baukonzern Alpine hat die Lizenz für den Güterverkehr in Österreich erhalten. Das Unternehmen kann damit künftig Transporte auf der Schiene, die bisher von anderen Bahnbetreibern durchgeführt wurden, selbst durchführen oder anbieten, sagte dazu Alpine-Sprecher Johannes Gfrerer. An einen Einstieg im Personenverkehr sei aber nicht gedacht, "wir bleiben bei unserer Kernkompetenz."

So werde derzeit beispielsweise beim Bau des 4.200 Meter langen neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnels in der Mosel-Stadt Cochem das gesamte Ausbruchmaterial - rund 360.000 Kubikmeter - mit der Bahn abtransportiert. Künftig werde man in Österreich überall dort, wo es der Auftrag, die behördlichen Auflagen etc. zulassen, Transporte über die Schiene abzuwickeln. Alpine möchte seine Leistungen als Güterbahn aber auch am freien Markt für Dritte anbieten. Laut Gfrerer wird auch überlegt, in Deutschland ebenfalls um eine Lizenz anzusuchen.

Teilweise verfügt Alpine nach Angaben des Sprechers bereits über Waggons, Gleisstopfmaschinen oder Turmwagen. Lokomotiven und andere Geräte werden ausgeliehen. Mit der vom Infrastrukturministerium ausgestellten Sicherheitsbescheinigung darf der Baukonzern als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) ab sofort Güterverkehre auf dem gesamten Schienennetz der ÖBB durchführen und anbieten.

Alpine ist in Österreich und international bei großen Bahnbauprojekten beteiligt, etwa bei der Errichtung der Hauptbahnhöfe Wien und Salzburg oder beim kürzlich abgeschlossenen Projekt Unterinntalbahn. Im Ausland wirkt das Unternehmen beim Bau des Gotthardbasistunnels in der Schweiz, Bahnprojekten für die Deutsche Bahn sowie U-Bahn-Bauten in Indien, Singapur oder London mit. (APA)

revisor69
 
00
23.12.2011, 18:03
Neues EVU

Es ist bezeichnend dafür, welche guten Leute der ÖBB alle flöten gehen!

didi111
01
22.12.2011, 16:09
Böse Zungen behaupten echt locker,

ob diese privaten Transporte und Beförderungen auf der Schiene entweder Steuer(abschreib)modelle sind oder das Waschen von Schwarzgeld?

Jezt hat schon der (Strabagchef) Haselsteiner seine Westbahn und jetzt kommt sein Konkurrent ebenfalls mit einer Privatbahn.

Man kann hier mal gespannt sein, wie die Finanz mit diesen Zuständen umgehen wird.

Ob es dann (konzernintern) Gegenverrechnungen geben darf?

nix fir unguad
01
22.12.2011, 23:03
Und der Warren Buffet hat auch gleich das grösste Eisenbahnunternehmen in Amerika gekauft

Vielleicht haben die alle nur die richtige Nase?

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