360 Euro

Universität Salzburg will ab Winter 2012 wieder Studiengebühren

22. Dezember 2011, 09:48
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    foto: uni salzburg

    "Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit" bleibe keine andere Wahl als Studiengebühren, sagt der Vizerektor für Lehre, Erich Müller.

Vizerektor: "Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit" - 360 Euro bei Überschreiten der Mindest- studiendauer und für Nicht-EU-Ausländer

Salzburg - Die Universität Salzburg will ab dem Wintersemester 2012 wieder Studiengebühren einführen. Konkret sollen jene Studierenden, die nicht schnell genug studieren, und die meisten Nicht-EU-Ausländer 360 Euro zahlen müssen. "Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit" bleibe keine andere Wahl, sagt der Vizerektor für Lehre, Erich Müller, gegenüber den Salzburger Nachrichten. Die Hochschülerschaft droht mit Klagen.

Bevor der Verfassungsgerichtshof eine ähnliche Regelung gekippt hatte, mussten Studenten, die die vorgeschriebene Mindeststudienzeit (plus zwei Semester) überschritten, und auch viele Ausländer für das Studium zahlen. Durch den Wegfall dieser Einnahmen entgehen der Salzburger Universität im Sommersemester 2012 rund 750.000 Euro. Auf einen solchen Betrag könne die Universität nicht einfach verzichten, wird Müller zitiert. Von den rund 17.000 Studierenden an der Uni wären voraussichtlich 15 Prozent von den Studiengebühren betroffen.

ÖH will klagen

Der Vizerektor bestritt nicht, dass das Einheben von Studiengebühren rechtlich auf wackeligen Beinen steht. "Das wird eine turbulente, unangenehme Geschichte für alle. Viele werden klagen." Deshalb hoffe man weiter, dass die Bundesregierung doch noch eine Lösung mit einer klaren gesetzlichen Grundlage beschließe.

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) kündigte eine Flut an Klagen an. "Wir raten der Uni nicht, dieses Risiko einzugehen", sagte ÖH-Vorsitzender Simon Hofbauer. "Wir werden klagen. Wir werden allen Studierenden, die Studiengebühren zahlen müssen, anbieten, Prozesse zu führen. Und wenn die Uni verliert, zahlt sie die Prozesskosten und muss auch alle Gebühren zurückzahlen."

Rektor Heinrich Schmidinger und Vizerektor Müller waren am Donnerstag für die APA vorerst nicht erreichbar.(APA)

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Posting 1 bis 25 von 29
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http://atomausstieg.at/
00
31.12.2011, 16:59

eine Lohnsteuerreform, wo die Lohnsteuer für Niedrigverdiener gesenkt und für die Höchstverdiener steigt, würde zusätzliche Einnahmen dem Staat bringen. Zurzeit zahlen Höchstverdiener weniger Lohnsteuer als der Mittelstand!

Außerdem könnte man nachdenken, die Grundsteuer zu erhöhen. Wurde schon EWIG nicht erhöht.

Auch die Einführung von Erbschafts und Schenkungssteuer würde Geld in die Kassen bringen.
Man kann ja diese Erb und Schenkungssteuer wesentlich humaner gestalten, als was sie früher war, z.b. dass Familienbetriebe, Bauern, und Leute mit wenig Einkommen davon ausgenommen sind.

Man kann auch die Politikergehälter auf die Hälfte reduzieren.
Zusätzlich wäre noch Spielraum bei Pensionen von über 3.000 EUR / Monat, für den Sparstift

http://atomausstieg.at/
00
31.12.2011, 16:52
Studiengebühren sind nicht (komplett) abgeschafft worden!

ich will ja nichts sagen, aber in Wien zahlt auch jetzt schon jener StudentIN Studiengebühr, wenn man länger als Mindeststudiendauer + 2 Toleranzsemester studiert.

Isolde Löblich
40
29.12.2011, 23:39

Es sollten endlich Studiengebühren eingeführt werden und noch höher als die lächerlichen 360€. Nur sehr Fleißige und Hochbegabte sollten gefördert werden mit Stipendien. Massenstudien bringen nichts, weder dem Einzelnen, noch der Gesellschaft.

Gegen Studiengebühren kämpfen!
00
27.12.2011, 14:01
Ein erster Erfolg:

keine Studiengebühren im nächsten Semester! Aber es wäre ein Fehler, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Wenn Vizerektor Müller einen Krieg an den Unis riskieren will, bitte.

http://gegenstudiengebuehren.blogsport.eu/2011/12/2... -semester/

sonne-licht
 
10
27.12.2011, 12:16
alleine wegen der gleichberechtigung

gegenüber den fachhochschulen wo euro 400,-- für ein semester bezahlt wird!

jedoch von den uni-studenten als minderwertig angesehen wird!

ausbildung sollte einen wert haben, sonst wirds als selbstverständlich angenommen und nicht geachtet!

Blattschnitt
00
27.12.2011, 22:03

ad Gleichberechtigung der FHen: Erstens gibt es z.B. in Oberösterreich Fachhochschulen, die keine (!) Studiengebühren einfordern, zweitens könnte man mit diesem Argument genau so gut die Studiengebühren an FHen abschaffen.

ad Selbstverständlichkeit: Erstens kostet ein Studium bereits jetzt Geld (Lebensunterhaltungskosten, Augaben für Bücher, andere Lernmaterialien, etc.), die Kosten sind also bereits vorhanden. Zweitens fällt für ein erfolgreich absolviertes Studium auch eine Menge Arbeit an! Von "nicht geachtet" kann auf Seiten der Studierenden also keine Rede sein.

Könnten Sie etwas klarer (und in korrektem Deutsch) formulieren, was Sie eigentlich aussagen möchten?

zauberlehrling85
00
24.12.2011, 12:27

die Rektorate dürfen nur Studiengebühren in der gesetzlich vorgesehenen Höhe einheben. eine Einhebung ohne rechtliche Grundlage ist Schwachsinn.

Ich bin dafür, dass die Verantwortlichen an den Unis persönlich für die entstehenden Prozesskosten haften, damit der Unfug nicht auf die Allgemeinheit zurückfällt.

smea_gol
00
23.12.2011, 14:38

aber das ministerium hat 300 mio € rücklagen.
na sowas..

Damenräumlichkeit
00
23.12.2011, 09:43
sollens machen...

...aber dann von den richtigen einfordern. die leute die nicht den familiären und vorallem finanziellen background haben können ruhig was auf den tisch legen. aber die die eh schon strampeln müssen sollten nicht bluten müssen.
auch ungerechtfertigt wäre es, weitestgehend berufstätige zahlen zu lassen. damit bestraft man die die an aus- und weiterbildung interessiert sind und so nicht die möglichkeit haben ein vollzeitstudium zu absolvieren sondern ihre ausbildung etappenweise neben den beruf erledigen müssen.

Blattschnitt
00
27.12.2011, 22:04

Es gibt auch Studierende, die Kinder wohlhabender Eltern sind, von diesen aber nicht finanziell unterstützt werden. Die theoretische Möglichkeit, die Unterhaltszahlungen einzuklagen, nimmt aus naheliegenden emotionalen und psychologischen Fällen nicht jeder wahr...

Angelika70
00
30.12.2011, 14:16

Es kann aber auch nicht sein, dass zB er Steuerzahler einspringt, weil Volljährige wegen ihrer emotionellen Befindlichkeit von den Eltern nicht den ihnen zustehenden Unterhaltsbetrag einfordern.

Erwachsen sein ist halt nicht immer angenehm.

Cynicism
20
23.12.2011, 12:17
Gleichberechtigung, anyone?

Wär' ja noch schöner, wenn die einen etwas zahlen müssen und die anderen nicht, nur weil die Eltern in einem Fall über weniger Geld verfügen.

wiiha
00
22.12.2011, 22:22

nicht gerade der beste Weg die Akademikerquote im Land zu heben, aber wenn die Gebühren direkt zurückfließen sicher eine feine Sache.

V995
00
22.12.2011, 20:23
und was ist mit den deutschen

Wolfgang Keim
00
22.12.2011, 20:06
eine Frage des Preises

für Internationalität in der sozialistischen Luxuspolitik

byron sully
00
22.12.2011, 17:58

na dann viel spaß, sollte der vfgh entscheiden, daß die gebühren nicht rechtskonform sind...

John Steed
00
22.12.2011, 15:18
meiner Meinung nach soll mal da mal aufräumen

der gute Mann soll seinen Vizerektoren nicht permanent Versorgerposten (siehe alte Vizerektorengarde + Schwerpunkte) bauen, die Hälfte der unfähigen Verwaltung einsparen und selber in Pension gehen. Weiters den Neuberufungen nicht 5 stellige Gehälter und mehr zahlen - dann müsste er auch nicht wegen der paar Netsch sudern und auf den Kosten der Studierenden austragen.

Fritz Meyer
01
22.12.2011, 14:25
Das wird bestimmt ALLE Probleme der Uni Salzburg lösen.

Und die Begeisterung der Studenten für diese Hochschuled sicherlich ENORM steigern.

Aber vielleicht wollen's ja gerade das erreichen - weniger Studenten, die dafür mehr bezahlen.

Am besten habt's bald nur noch 20 Studienplätze im Angebot und dafür 200.000 Euro Studiengebühr pro Semester, dann lohnt sich's erst recht!

m0nk
00
22.12.2011, 13:28
schon die überschrift ist falsch formuliert

"Universität Salzburg will ab Winter 2012 wieder Studiengebühren" suggeriert, dass es zu zeit keine solchen gebühren gibt. das ist falsch. studiengebühren gibt es für viele studierende (unsinniger weise) immer noch. wenngleich die mehrheit davon zur zeit befreit ist.

tda
00
22.12.2011, 15:17

ab märz gibt es endlich keine studiengebühren mehr. siehe https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente... 1_I_45.pdf

y!irrational
00
22.12.2011, 18:38
ab März?

Muss in diesem download lesen dass das UniversitätsGesetz 2002 mit 29.02.2012 aufgehoben wird....sprich ab dem SoSe 12 gibts keine Gebühren mehr....Meine Freundin muss seit sie in Österreich studiert jedes halbe Jahr alles zusammen kratzen um weiter Studieren zu können...Drittstaatangehörige haben sowieso die sogenannt Oarschkarte gezogen....

Kondratjew -Zyklus
 
01
22.12.2011, 10:54
Die Universität Salzburg war schon immer ein Sonderfall.

Fast so arg wie Krems.

Der Chronist
01
22.12.2011, 10:09
Interessante Formulierung:

' "Das wird eine turbulente, unangenehme Geschichte für alle. Viele werden klagen." Deshalb hoffe man weiter, dass die Bundesregierung doch noch eine Lösung mit einer klaren gesetzlichen Grundlage beschließe.'

Er weiß also, dass es rechtlich nicht halten wird. Es ist ein Ruf nach einem Machtwort der Regierung, tatsächlich ist es auch eine leere Drohung. Die können einen Prozess gar nicht riskieren.

Tja, wenn man sichs richten will, gerät man zwischen die Fronten. Vieleicht wären die Obrigkeiten der Universität ganz gut beraten, einmal doch gemeinsame Front mit der ÖH zu machen, ohne den Hintergedanken einer Trickserei?

Irgendwie ist die ÖH sehr viel stärker geworden, seit die Maurer weg ist.

MIP1
03
22.12.2011, 19:15
"Er weiß also, dass es rechtlich nicht halten wird."

Nein, er hält das nur für möglich. Aber es ist auch möglich, daß es hält. Und er wünscht sich eine Regelung, die so klar ist, daß die Unsicherheit beseitigt ist.

Der Chronist
00
22.12.2011, 20:41

Nein. Er weiß genau, daß es nicht hält - und hofft verzweifelt auf Hilfe von Spindelegger, Fekter und Töchterle. Das ist die schwarze Brut, die wollen jetzt die Uni aufrollen, immerhin gehts schon schwer auf Februar 2012 zu, und noch immer hat Töchterle keine Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen,...
durchgedrückt.

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