Opfer von "Leuchtender Pfad"

Hundert Leichen in Massengräbern in Peru entdeckt

22. Dezember 2011, 07:15

Noch weitere Gräber in Umgebung von Ayacucho vermutet

Lima - In Peru sind acht Massengräber mit insgesamt rund einhundert Leichen entdeckt worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, befinden sich die Fundorte in der Anden-Region Ayacucho, wo die maoistische Rebellengruppe "Sendero Luminoso" ("Leuchtender Pfad") zwischen 1980 und 2000 besonders aktiv war.

Der Bürgermeister der Ortschaft Ayahuanco erklärte nach Rundfunk-Berichten, dass es wahrscheinlich noch mehr Massengräber in der Umgebung gebe. Nach einem Bericht der peruanischen Wahrheitskommission kamen zwischen 1980-2000 in Peru rund 70.000 Menschen durch politisch motivierte Gewalt ums Leben. (APA)

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14 Postings
Nestor Machno
 
00
22.12.2011, 20:26
Ich möchte die Poster alle nur drauf aufmerksam machen,

daß in dem Artikel nicht behauptet wird, die Toten seien vom „Leuchtenden Pfad“ erledigt worden. Sondern nur, daß sie dort gefunden wurden, wo der Leuchtende Pfad aktiv war. Was natürlich das Militär auf den Plan gerufen hat.

Wer sie auf dem Gewissen hat, wird sich erst herausstellen.

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
22.12.2011, 21:05
doch

über der Überschrift steht in Blockbuchstaben

=> "OPFER VON LEUCHTENDER PFAD"

Mag sein, daß das dem Übereifer eines ahnungslosen Redakteurs geschuldet ist, aber es steht dort.

der schwitzbär der schwitzt sehr
11
22.12.2011, 17:49
Die Toten sind natürlich Opfer der linken Rebellen

und nicht etwa der Regierungstruppen, welche gegen die lokale Bevölkerung für ihre Unterstützung der Rebellen mit Nahrung usw. Strafexpeditionen ausgeschickt hat

mhm...

Ernst Guevara
74
22.12.2011, 09:00
überall anders in lateinamerika

war die guerilla letztlich ein harmloser haufen von chaoten, dessen wesentlicher daseinszweck darin bestand, als vorwand für den terror der rechten militärdiktaturen und todesschwadronen instrumentalisiert zu werden. die 100.000en toten, gefolterten, "verschwundenen" und verstümmelten waren in der regel opfer des staatsterrorismus in lateinamerika. nur in peru haben die maoisten die "glanzleistung" vollbracht, im hinblick auf den terror dem staat das wasser zu reichen.

Peixe venenoso
02
22.12.2011, 18:46
die farc sind also ein harmloser haufen chaoten?

den nick im namen eines massenmoerders sagt wohl alles

Kuni bert
01
22.12.2011, 14:49

In Peru ist das Wort eher harmlose Chaoten für den MRTA sicher richtig, für den Sendero Luminoso aber keinesfalls. Du solltest dich schon mal genauer zu dem Thema informieren. Z.B.:
Simon Strong, Sendero Luminoso, Emecé, Buenos Aires 1992. Gibts auch auf Englisch.

Der Guzmán ist bzw. war ein durchgeknallter Fanatiker, kein harmloser Trottel.

insertnamehere
 
00
22.12.2011, 16:47
Ahem.

EIGENTLICH sagt user Ernst G. eh, dass die linken "Rebellen" in Südamerika AUSSERHALB Perus harmlose Trottel sind/waren (das kann man mMn zwar auch anzweifeln, aber gut).

Zumindest hab ich sein Posting so verstanden.

Kuni bert
01
22.12.2011, 18:06

Stimmt. Habe ich auch - zu spät - bemerkt. Da war mein posting aber schon weg....

Ich hatte nach dem ersten Satz gedacht, das ist wieder einer dieser unseligen Sendero- bzw. FARC-Verharmloser. Ich streue Asche auf mein Haupt.

Ernst Guevara
10
22.12.2011, 17:52
genauso habe ich es auch gemeint, wobei "trotteln" waren sie wohl keine. und anzweifeln können Sie es schon,

nur dann schauen Sie sich doch bitte zb die diversen wahrheitskomissionen in lateinamerika an. in deren berichten wurde detailliert aufgeschlüsselt, wer für wieviele verbrechen verantwortlich war. und da ergibt sich eben das bild, dass zb in guatemala nur ein sehr geringer anteil der verbrechen von der guerilla begangen wurde und der staat bei weitem die meisten massaker, folterungen usw. verbrochen hat. auch im aktuellen fall kolumbien ist es so, dass die FARC zwar leute einschüchtern, erpressen und verschleppen, aber die meisten letalen verbrechen wie mord und "verschwindenlassen" gehen aufs konto von armee und paramilitärs. einziger "ausreisser" ist wie gesagt peru, dort liegen staat und guerilla ungefähr gleich auf beim terror.

NONE
14
22.12.2011, 13:01

Dein Problem ist das du Terror in "links" und "rechts" einteilen möchtest.

insertnamehere
 
09
22.12.2011, 12:08

Maoismus OHNE Massenmord verdienert es eh nicht, den Namen des Großen Vorsitzenden zu gebrauchen.

Abelaard
55
22.12.2011, 08:27

mit höchster wahrscheinlichkeit opfer der linksmaoistischen mörderbanden des leuchtenden pfades, es ist allgemein bekannt dass diese schwerkriminellen vor allem die ländliche bevölkerung terrorisierte, wurde bisher von den linksgesteuerten medien geflissentlich totgeschwiegen

groebben
00
22.12.2011, 15:12

Wer hat das totgeschwiegen? Bin kein Peruexperte, aber das der Leuchtende Pfad als Terrorgruppe besonders in den ländlichen gebieten aktiv war, ist doch allgemein bekannt. Nur weil die Medien nicht wöchentlich alte Bürgerkriege aufwärmen heisst das ja nicht, dies wird totgeschwiegen. Und das die Presselandschaft in Peru allgemein links ist, wäre mir auch neu. Diese hat in ganz Lateinamerika eher einen konservativen Konsens meiner Meinung nach..

NoRiC
71
22.12.2011, 08:04

Wahrscheinlich Opfer der Moerdertruppen der damaligen Diktaturen die mehr als 15000 Menschen "verschwinden" liessen.

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