SCO fängt sich Ordnungsverfahren ein

6. Juni 2003, 16:13
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Setzt sich laut Linuxtag über Rechtsprechung hinweg - Bußgeld bis zu 250.000 Euro droht

Die Soap Opera rund um den eventuellen Inhaber der Unix-Rechte, SCO, bekommt eine weiter Facette. Gegen die Firma wurde nun ein Ordungsverfahren eingeleitet, da sie sich mit ihrer Webpage über eine einstweilige Verfügung (der Webstandard berichtete) hinweg setze, die es untersagt weiterhin zu behaupten, dass Linux illegalerweise Unix-Code beinhalte.

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Die deutsche Webpräsenz von SCO wurde nach der Verfügung kurzfristig vom Netz genommen, zwischenzeitlich ist sie wieder online gegangen – mit dem Rechtsspruch ignorierenden Inhalten wie Michael Kleinhenz, Sprecher des LinuxTag e.V., meint. Erweist sich der Vorwurf als richtig, könnte dies eine Geldstrafe in der Höhe von bis zu 250.000 Euro bedeuten.

Verfügungsinflation

Mittlerweile wurde sogar eine zweite einstweilige Verfügung – beantragt vom niederländischen Softwareanbieter tarent – erlassen, in der Begründung des Amtsgerichts München heißt es, das von SCO nicht glaubhaft gemacht werden konnte, dass der Linux-Kern Rechte von SCO verletzt. (apo)

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