Personal und Eurofighter verschlingen Heeresbudget

21. Dezember 2011, 17:58
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    foto: apa/feichter

    Minister Darabos (bei der Airpower in Zeltweg): "Die beiden Halbjahresraten aus der Beschaffung des Systems Eurofighter stellen bis auf weiteres den größten einzelnen Aufwandsfaktor dar."

Das aktuelle Weißbuch des Bundesheeres zeigt auf, dass Minister Norbert Darabos kaum Spielraum zur Gestaltung des Heeres hat: Sein Minibudget (0,718 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) geht zu 58 Prozent in Personalkosten

Wien - In der festgefahrenen Debatte pro und kontra Wehrpflicht ist fast in Vergessenheit geraten, dass das Bundesheer von der Verfassung eigentlich als Milizheer vorgesehen ist. So ist es beinahe überraschend, dass man dem am Mittwoch erschienenen "Weißbuch 2010" entnehmen kann, dass im Vorjahr 4250 Soldaten aus dem Milizstand zu Übungen einberufen wurden - wobei in einem Fall (bei der Pionierkompanie Vorarlberg) sogar ein Ernstfall zu bewältigen war: Die Milizsoldaten wurden für Katastrophenhilfe bei einem Murenabgang eingesetzt.

Insgesamt haben die Landstreitkräfte in den Jahren 2009 und 2010 genau 471.880 Personenstunden im Katastropheneinsatz eingebracht. Mehr als 975.000 Liter Löschwasser wurden von den Luftstreitkräften transportiert.

Der Bericht listet auch genau auf, dass das Bundesheer 4229 Zivilbeamte, 4586 Vertragsbedienstete und 214 Lehrlinge (etwa Kleidermacher und Luftfahrzeugmechaniker) beschäftigt. 2660 weiblichen Zivilbediensteten stehen 349 Soldatinnen gegenüber. Der gesamte Personalaufwand des Bundesheeres betrug 1,185 Milliarden Euro - 58,45 Prozent des Budgets.

Die jährlichen Rüstungsausgaben werden mit 460 Millionen Euro angegeben, davon entfallen allerdings allein 217,7 Millionen auf die Ratenzahlungen für den Eurofighter. Für Baumaßnahmen am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg kamen weitere 35,9 Millionen dazu.

Als Schwerpunkt werden weiterhin die Auslandseinsätze auf dem Westbalkan genannt. (cs, DER STANDARD, Printausgabe, 22.12.2011)

 

 

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Posting 1 bis 25 von 201
1 2 3 4 5
tortoise
00
24.1.2012, 23:43
Nun,...

...ich schätze mal, die Luftraumüberwachung in unserem Land ist bei durchschnittlich 8-12 funktionsfähigen Eurofightern nicht annähernd in der Lage, einen Luftangiff von den uns benachbarten "feindlichen" Nationen Schweiz, Deutschland, Tschechien, Slovakien, Ungarn, Slovenien und Italien - nicht zu vergessen Liechtenstein abzuwehren! Für eine blöde, unbewaffnete Terroristenmaschine ist ein boden- oder helikoptergestütztes Abwehrsystem zum bruchteil der Kosten absolut ausreichend. Was soll also unsere Eurofighter-"Flotte"? Prestige? Finanzielle Verpflichtungen? Pacta sunt servanda? Verkaufen im Sinne des Sparpaketes!!!

1x1
10
29.12.2011, 21:19

Wann sieht man unsere Abfangjäger? Ist das am 26. Oktober? Das sollte uns schon viel Geld wert sein.

Morpheus Sandman
 
00
15.2.2012, 19:41
Nach Zeltweg fahren....

Da kann man sie fast täglich sehen, oder zumindest hören

Taschenkalender
00
30.12.2011, 15:46
schon kleine Kinder wissen

nur weil man was nicht sieht, heißt es nicht, dass es nicht da ist..

sledgehammer44
01
26.12.2011, 10:31
verschlingen....

ein budget das 1/3 des bei industriestaaten üblichen budgets ausmacht. wenn man in der spö gewaltlosigkeit propagiert, und dann noch ein zivi und eisenbahner an die spitze stellt ist klar wo es lang gehen soll. die vp mit all ihren untauglichen und sonstig freigestellten schaut auch nur zu, auch kein wunder.

Hubert Ungeist
 
11
25.12.2011, 21:05
Ja wird schon stimmen..

aber das der EF im Heeresbudget gelandet ist, hat Herr Darabos damals als SEINEN VERHANDLUNGSERFOLG verbucht.

Staats- Banken- ....Bauernofper
23
24.12.2011, 05:24
Simma ehrlich...

Ohne Eurofighter würde ich mich in der Früh nicht aus dem Haus trauen... aber ein erleichterter Blick Richtung Himmel mit dem Wissen das die Eurofighter über uns wachen versüsst jeden noch so beschi...en Tag im geliebten Töchterland...

Eine Stimme rief... sei froh und lächle denn es könnte schmlimmer kommen... ich war froh und lächelte und es kam schlimmer...

Befreier von Butter und Eier
11
25.12.2011, 15:05

Mir ist lieber die Teurofighter bleiben am Boden, kostet erstens weniger und zweitens könnens ma dann nicht auf den Kopf fallen.

samis
51
23.12.2011, 15:26
verkaufen

und stattdessen 10 hubschrauber für katasstrophen einsätze anschaffen! Hätte mehr sinn als diese eurofighter

Peter Sil
12
24.12.2011, 13:53

Darabos mit seinen Verhandlungskünsten würde ich durchaus zutrauen, dass er 15 Eurofighter gegen 10 Hubschrauber eintauscht …

world-citizen
21
22.12.2011, 19:21
Die Eurofighter verkaufen ...........

........ mit den Nachbarn eine gemeinsame Luftraumüberwachung aufstellen. Personal für Auslandseinsätze in eine europäische Krisenwehr eingliedern und den ganzen Rest abschaffen. Das wäre das einzig richtige.

Lünz
02
29.12.2011, 08:43
Diese Idee hat einen Schönheitsfehler.

EF verkaufen und gemeinsame Luftraumüberwachung schließen sich aus. Bei einer GEMEINSAMEN Luftraumüberwachung wird man selbst etwas beitragen müssen.

Peter Sil
00
24.12.2011, 13:55

Natürlich wäre – gerade in Friedenszeiten – eine gemeinsame Luftraumüberwachung sinnvoll. Aber es dauert noch mindestens 10–20 Jahre, bis Europa so weit ist.

Hubert Ungeist
 
22
27.12.2011, 07:27
Klar

und in Kriegszeiten zaubern wir dann in der Nacht ein Heer herbei.

Machens mal bei der Feuerwehr brennt eh nie. Legen ma also 100 Gemeinden zusammen. Und wenns dann brennt, dann bauen wir eine neue Feuerwehr auf

Norbert Dichand
00
23.12.2011, 10:56
Neutralität abschaffen...

...haben's vergessen. Und genau daran scheitert Ihr Plan, der an sich so schlecht net wär.

world-citizen
11
23.12.2011, 11:58
Die Neutralität ............

............ hat sich ohnehin schon seit 1989 selbst überlebt, abgesehen davon, daß sie einst ein Diktat der UdSSR war. Wie pervers muß ein Staat wohl sein, der ein Diktat zu einem nationalen Mythos macht?

Lünz
00
29.12.2011, 08:33

Blöderweise verhindert genau jener Mini-Rest, der von der Neutralität übrigbleibt ihre Pläne.

Norbert Dichand
00
23.12.2011, 19:37
Bin da ganz bei Ihnen...

...aber wie Sie richtig erkannt haben ist es ein Mythos

Hubert Ungeist
 
02
27.12.2011, 07:28
Auch ein NIchtneutraler Staat

ist zur Überwachung seine Luftraumes verpflichtet. Er kann das natürlich jemand anderen überlassen, aber ob es dann billiger wird? Und wenn wird denn die x-Nation Luftwaffe zuerst helfen, Östereich oder dem eigenen Staat?

world-citizen
00
29.12.2011, 16:18
Wem hilft die Feuerwehr zuerst?

Den Bewohnern des 1. Bezirkes oder den Bewohnern des 23. Bezirkes?
Eine gemeinsame Feuerwehr ist für die gesamte Stadt zuständig und dennoch billiger, als wenn etwa jedes Haus seine eigene Feuerwhr hätte.

Hubert Ungeist
 
00
29.12.2011, 17:07
Jetzt sind wir aber lustig...

weil die Stadt ein Gebilde ist, die EU abe rnoch lange nicht, sondern die EU ist ein Bündnis von Nationalstaaten die Eigeninteressen haben - siehe Veto der GB von letztemal

world-citizen
00
29.12.2011, 21:03
Eigeninteressen?

Haben die Menschen in Wien keine Eigeninteressen? Das wäre doch ein Weltwunder: 1,7 Millionen Menschen ohne Eigeninteressen; Lauter Selbstlose die sich nur für das "Gemeinwohl" aufopfern.
Viel Spaß beim träumen!
Mein Eigeninteresse ist, daß die Feuerwehr rasch da ist, wenn man sie braucht und dieses Eigeninteresse teile ich wahrscheinlich mit den meisten Menschen in dieser Stadt. Mit Ausnahme einiger weniger vielleicht, die sich mit dem Gedanken tragen, ihren Besitz "heiß abzutragen".

Fritz Meyer
31
22.12.2011, 13:44
Ein Komplettverzicht...

Ach, nein, auf den vernünftigsten Gedanken kommen's ganz bestimmt nicht. Es besteht ja schliesslich eine "akute" Bedrohungslage für Österreich! ;)

sledgehammer44
02
22.12.2011, 20:12

um ein hinkenden vergleich zu bemühen; sie werfen den feuerlöscher auch nicht weg nur weils grad nicht brennt. naja sie vielleicht schon.

Befreier von Butter und Eier
00
25.12.2011, 16:05

Aber es hätten auch billigere Flieger sein können und die hätten einer besseren Bewaffnung leistbar gemacht.
Aber bitte was weiß ich schon davon.

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