Laura Rudas im Interview

"Hier soll es kein Limit geben"

Interview | 21. Dezember 2011, 18:12
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    foto: apa/fohringer

Hochschulpolitik darf kein Fass ohne Boden sein, kritisiert Laura Rudas, Bundesgeschäftsführerin der SPÖ - Sie verlangt von Töchterle mehr Effizienz

STANDARD: Wissenschaftsminister Töchterle hat die Eckpunkte des Hochschulplans bekanntgegeben. War das mit der SPÖ vereinbart?

Rudas: Ja, er hat das uns gegenüber im Vorfeld angekündigt. Die entscheidende Frage fehlt allerdings, nämlich wo Minister Töchterle die Effizienz steigern will. Die Hochschulpolitik kann kein Fass ohne Boden sein, in das hineingeschüttet wird. Es muss zu einer Effizienzsteigerung kommen. Es ist unumstritten, dass die Unis mehr Geld brauchen - wesentlich ist aber, dass das Geld im Hörsaal und nicht in der Verwaltung ankommt.

STANDARD: Töchterle glaubt, dass es in acht Wochen eine Einigung mit der SPÖ gibt. Sie auch?

Rudas: Das kommt auf die Punkte an. Prinzipiell halte ich nicht viel von Deadlines. Dinge brauchen ihre Zeit. Und wenn der Minister jeden einzelnen Punkt an eine Forderung knüpft, werden die Verhandlungen länger dauern. Aber ab Jänner wird es Arbeitsgespräche geben.

STANDARD: Die Studienplatzfinanzierung wird ein Knackpunkt werden. Wie soll das funktionieren?

Rudas: Wir haben nicht prinzipiell etwas gegen eine Studienplatzfinanzierung. Aber das ist eine Frage der Ausgestaltung. Es ist logisch, dass die Finanzierung auch nach der Zahl der Studenten geht. Aber das dürfen dann nicht weniger, sondern müssten mehr werden. Hier soll es kein Limit geben. Wichtig ist mir der Gestaltungswille. Es braucht mehr Akademiker gerade in unterbesetzten Bereichen wie etwa Technik. Mitarbeiter der Montan-Uni fahren mit dem Bus, um Studenten zu keilen! Daher: Wir sollten uns überlegen, wie wir mehr junge Menschen zum Studieren motivieren können, anstatt zu überlegen, wie wir sie von der Uni abhalten können.

STANDARD: Wird die SPÖ noch über Studiengebühren verhandeln?

Rudas: Unsere Position ist: Wir sind gegen die Wiedereinführung von Gebühren. Aber natürlich können wir andere Modelle diskutieren. Es ist nur schade, dass immer über zusätzliche Hürden diskutiert wird anstatt über Chancen.

STANDARD: Wird intern diskutiert?

Rudas: Natürlich. Aber nur über Solidarbeiträge - nicht über Studiengebühren. (Saskia Jungnikl, DER STANDARD, Printausgabe, 22.12.2011)

LAURA RUDAS (30) ist Nationalratsabgeordnete und seit November 2008 Bundesgeschäftsführerin der SPÖ.

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Posting 1 bis 25 von 76
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TT1
01
22.12.2011, 16:21
ich finde es vollkommen richtig

wenn Laura Rudas, ihres Zeichen DIREKT vom Volk gewählte Elite, nichts von Deadlines hält. Seit Jahren leiden Studenten an dem Sch...system.

Ernst Dorfner
00
22.12.2011, 15:11
Genug studieren das Falsche

"Wir sollten uns überlegen, wie wir mehr junge Menschen zum Studieren motivieren können, ..." Also, liebe Laura: Es studieren eh genug, aber halt nicht das, was gebraucht wird. Nicht Jouranlistik, sondern technische Physik,Hüttenwesen, Bauingenieur ...

Rose Bud
88
22.12.2011, 14:33
Ach, blas doch dem Kanzler noch einen...

Rote Bitch

smea_gol
01
22.12.2011, 17:35

wow. wir sind aber sachlich.

sie haben sich so eben für eine kampfposter position, arbeitsort lichtenfelsgasse beworben.

flasche.

shit happens :)
00
22.12.2011, 14:27
Ohne Worte!

Ein Interview mit wenig Aussage! Typisch SPÖ, wer nicht´s tut kann nicht´s falsch machen! Auf "Ohne Worte" zurück zukommen: Laura Rudas, in die Politik darf auch wirklich alles!

microwave
10
22.12.2011, 14:25
Wichtig ist für die SPÖ dass jeder ein Studium macht

Auch wenn man, wie Fr. Rudas, 9 Jahre dafür braucht.
Aber wie das finanziert werden soll ist ihr völlig egal.
Alle hinein in die Unis, sch.... auf Qualität, Hauptsache jeder hat seinen Abschluss. Die Qualität unserer Ausbildung hat ohnehin schon Ramschstatus, aber wen interessiert das schon wenn man dann einen Master vor seinen Namen setzen kann.

wat?
00
22.12.2011, 14:47

Msc wird dem Namen nicht vorangestellt ;-)

andrea mayr
12
22.12.2011, 14:17
proletin

Keine Ahnung, nie in der Privatwirtschaft gearbeitet.
Aber dafür 100.000 falsche Freunde für Werner organisiert.

Cavaliere Austriaco
05
22.12.2011, 14:00
Laura Rudas,

der Werner Amon der SPÖ!

Anton D.
01
22.12.2011, 13:47
Wenn eine Rudas von Effiziensteigerung spricht hört sich alles auf!

Diese unerfahrene, unwissende und unseriöse Person tut ihrer Partei mit Wortmeldungen keinen guten Dienst.

tinyurl.com/3xewuoh
01
22.12.2011, 13:38

naja attraktiv ist sie ja schon die laura r auf diesem foto (erinnert mich ein wenig an eine vergangene freundin)

das ist aber auch schon teils die ganze qualifikation der beiden gewesen (:

btw. theres no limit
http://www.youtube.com/watch?v=aFd5Cci_pE4

</ lustig>
31
22.12.2011, 13:27
Im Internet-Zeitalter

hat der freie Universitäts-Zugang nicht mehr denselben Stellenwert, wie unter Kreisky.
Wissen ist inzwischen allgemein frei zugänglich, zumindest im Vergleich zu früher.
Der Hörsaal als Ort der Wissensvermittlung hat bald ausgedient.

Aber was ich nicht begreife: Studiengebühren (€ 1000 p.a.) werden von den Jungen bis auf's Messer bekämpft, das kürzere Streichholz des Generationenvertrags (€ 30.000 + Spitzensteuersätze + Pensionsbetrug) wird kommentarlos absorbiert.
Sie treten parteilinienkonform gegen eine Schuldenbremse ein, ziehen aber nur einen äußerst kleinen Nutzen daraus und zahlen den ganzen Wahnsinn zurück.

Liebe Frau Rudas, im Interesse des Machterhalts verkaufen und verblöden Sie die Jungen.

Hannes31
02
22.12.2011, 15:01

Was bringt es, wenn man das "Wissen" überall googeln kann, aber niemand weiss, wonach er googeln soll?

120 Jahre Karl Schranz
12
22.12.2011, 11:34
in wahrheit ist die SPÖ doch in diesem punkt ganz froh dass es die ÖVP gibt.

die roten wollen doch genauso wenig die milliarden in die hand nehmen die nötig wären, um den freien, kostenlosen hochschulzugang in einer ansprechenden qualität zu ermöglichen.

die ÖVP spielt in diesem punkt aber gerne den buhmann, so dass die SPÖ das in sonntagsreden fleißig fordern kann, ohne in die gefahr kommen zu müssen dafür geradestehen zu müssen.

smea_gol
10
22.12.2011, 12:59

selten so einen blödsinn gehört.
warum hättens dann wohl vor einigen jahren die studiengebühren abgeschafft?
warum hätten sie sich dann wohl beim §124b quergelegt.

manchmal frag ich mich bei ihren verschwörungstheorien wirklich...

120 Jahre Karl Schranz
11
22.12.2011, 13:16
bei den studiengebühren ging es um einen geringen betrag

und das war (kurz vor der wahl) eben ein zuckerl.

die SPÖ tut das, weil es funktioniert. solange sie mit der ÖVP im boot sitzt, kostet sie ihre forderungen ja nichts. sobald SPÖ-politiker dann tatsächlich die folgen zu tragen haben, sieht das ganze meist ein bisschen anders aus - siehe voves, burgstaller und (in ansätzen) häupl.

mal schauen. sollte es tatsächlich zu rot-grün kommen, werden wir ja sehen was passiert.

smea_gol
00
22.12.2011, 17:37

achso, auf einmal ist es ein "kleiner betrag".
Hmm, komisch, dass das je nach sichtweise variiert.

die erbschaftssteuer ist auch ein geringer betrag.
aber wenn es eingeführt werden würde, schreien die schwarzen, "eine frechheit, bestehendes vermögen wird doppelt und dreifach besteuert."

reiner schwachsinn, das alle.

120 Jahre Karl Schranz
00
23.12.2011, 01:55
wann hab ich jemals gegen die erbschaftssteuer argumentiert?

und wann pro studiengebühren?

sie sehen in mir jemanden, der ich nicht bin. sie können sich halt mE einfach nicht vorstellen, dass es auch etwas anderes als schwarz und weiß gibt.

dermartino
19
22.12.2011, 11:17

furchtbare Person

smea_gol
11
22.12.2011, 12:59

angenehm, smea_gol.

Matthias Schindler
00
22.12.2011, 08:45

Solidarbeitrag als Chance!

Edmund der Fröhliche
13
22.12.2011, 08:39
Und ab mit dem Leserbrief an die Krone und gschwind no a paar Facebook-Freunde angeheuert.

soamist
05
22.12.2011, 07:58
mein lieblingstrutscherl

rapunzels frisör
04
22.12.2011, 06:22
Ooohhh mein Gott,

wie gerne hätte ich einen Live-Ton zu diesem Interview!
Ich liebe es so sehr, wenn Laura sprechen tut!

Edmund der Fröhliche
01
22.12.2011, 08:40
Das muss man ihren Intimus Niko schon lassen, reden kann er besser!

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