Ab 2013

61 Tage mehr Freiheit für Kastenstand-Schweine

22. Dezember 2011, 11:39

Sauen dürfen sich 266 statt bisher 205 Tage bewegen - Tierschützer kritisieren "faulen Kompromiss"

Wien - Das heikle und lang diskutierte Thema Kastenstandhaltung in der heimischen Schweinezucht ist laut Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich und Gesundheitsminister Alois Stöger gelöst. In einer gemeinsamen Pressekonferenz gaben die beiden Politiker am Mittwochnachmittag bekannt, dass sich Zuchtsauen ab 1. Jänner 2013 insgesamt 266 statt wie bisher 205 Tage pro Jahr frei bewegen können müssen.

Zusätzlich wurde den Schweinebauern, die bis 2013 investieren wollen bzw. müssen, Rechtssicherheit garantiert.

Der Vereins gegen Tierfabriken (VGT) begrüßt die Einigung. "Zunächst muss klar gesagt werden, dass diese Regelung ein Schritt in die richtige Richtung ist und Weichen für eine bessere Tierhaltung in der Zukunft stellt", so VGT-Obmann Martin Balluch.

Kritik übte der VGT an den Übergangszeiten bis 1. Jänner 2033. "Eine Übergangsfrist von 21 Jahren ist bisher für Tierschutzverbesserungen überhaupt noch nie dagewesen. Statt Fortschritte zu beschleunigen, ist eine Tendenz zu immer langsamerem Vorgehen zu bemerken", kritisierte Balluch.

Misstand aufgreifen

Laut dem VGT dürfen Betriebe mit zehn Mutterschweinen oder weniger weiterhin ohne Ablaufdatum ihre Tiere lebenslang und ganzjährig in Kastenständen halten. Die Tierschutzorganisation will darauf drängen, dass die Volksanwaltschaft "diesen Missstand aufgreift und im Rahmen einer Klage an den Verfassungsgerichtshof revidiert". "Für das Verbot einer derartigen Haltung gibt es im Tierschutzgesetz keine Ausnahme für Kleinbetriebe", so Balluch.

Zustimmung zur Einigung gab es auch vom Landesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft Oberösterreich, Franz Graf: "Nach einem Jahr der Rechtsunsicherheit für die Landwirte punkto Ferkelschutzkörbe ist es nun endlich zu einer Einigung zwischen den beiden zuständigen Ministern gekommen", hieß es.

Uni-Projekt

Für den Bereich der Abferkelbuchten wird laut Stöger bis Ende 2017 ein wissenschaftliches Projekt laufen, das von der neu eingerichteten, unabhängigen und an der Veterinärmedizinischen Universität angesiedelten Fachstelle bewertet werden soll. "Mein Ziel war es, die Kastenstände ab 2020 drastisch zu reduzieren. Jetzt geht es vielleicht sogar noch früher. Ich gehe davon aus, dass wir noch vor 2020 die Kastenstandstage von derzeit bis zu 365 Tagen im Jahr auf etwa 20 Tage pro Wurf senken können." Tierschützer fordern ein Verbot der Kastenstandhaltung. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 135
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fuerTiere
00
23.12.2011, 17:13
Kastenstand: der Horror jeder Zuchtsau

Kastenstände sind körpergroße Einzelkäfige für Zuchtsauen, durch die fast jede Bewegung unmöglich gemacht wird. Derzeit stehen viele Zuchtschweine ihr ganzes Leben lang im völligen Stillstand in diesen Käfigen.

niewieder nett
 
01
22.12.2011, 16:45

21 jahre...seufz

hifigraz
00
22.12.2011, 15:51

Das ist ja mehr Auslauf, als der typische Bueroangestellte hat ;)

Zacharias Zipfel
 
32
22.12.2011, 14:08
Tofuschnitzel genügen für Unterschichtler - Fleischprodukte nur für Besserverdiener

Man kann den Tierfabrikskasperln nur Recht geben: Fleisch- und Wurstwaren sollten durch rechtliche Rahmenbedingungen, Haltungsverbote usw. derartig teuer gemacht werden, dass Fleischprodukte bitte nur für die Leistungsträger der Gesellschaft erschwinglich sein sollten; Für Durchschnittsverdiener reicht auch das Tofuschnitzel einmal die Woche - oder auch mal eine leckere Tofuwurst: ansonsten lecker Gemüse und Obst - ist gesünder und belastet über die Krankheitskosten mich als Steuerzahler nicht doppelt: durch unsinnige Zuschüsse bei der Tierhaltung und durch Kosten für subventionierte öffentliche Krankenkassen. Die Partei der Grünen Besserverdiener sollten da endlich mal was voranbringen, sonst gibts für keine Ergebnisse auch keine Spenden.

Lady Pyrra of Danubien
 
10
23.12.2011, 08:50

Ich verdiene jetzt wirklich nicht sehr viel, also gehöre ich vermutlich dieser Unterschicht an von der Sie reden, und ich bin GERNE bereit, für Fleisch, welches in Österreich kontrolliert mit einem Minimum an Tierleid produziert wurde, mehr zu bezahlen, als ich bisher für mein Bio-Fleisch zahle.

Zacharias Zipfel
 
00
23.12.2011, 11:20
Als Angehörige des Adels - würde ich Sie nicht gerade

zur Unterschicht zählen, Euer Hochwohlgebohren ;-) Auch wenn Sie behaupten zur "Unterschicht" Ihres Standes zu gehören, lassen Sie sich Ihre einzeln und privat aufgezogene Martinsgans bitte gut munden: Adel verpflichtet.

Aber für Ihren Fahrer reicht sicher auch die lecker Tofuwurst, dafür sind doch die armen Tiere zu schade?!

Lady Pyrra of Danubien
 
00
23.12.2011, 17:25
Man kann nicht immer vom Usernamen auf die Person schliessen.

...obwohl ich schon glaube, dass Sie das sind, was Sie vorgeben zu sein: ein Zipfel. Und wahrscheinlich nicht mal das eigene Zipfel, sondern das von wem anderen.

Zacharias Zipfel
 
10
22.12.2011, 14:16
PS: Dann mundet mir auch die Martinsgans viel besser ...

... wenn sich die nicht jeder Normalo leisten kann ;-)

Mob Barley
12
22.12.2011, 17:26

hihihihihi,
sowas von lustig u originell aber auch.

arroganter wurschtl

biobauer
04
22.12.2011, 13:38

Es ist aufgabe der politik, darüber zu entscheiden, was tiergerecht ist. wenn eine haltungsform als nicht tiergerecht entschieden wird, dann darf natürlich kein Produkt aus dieser haltungsform gehandelt werden - so weit so klar.
Die österr. Lösung sieht so aus: wir verbieten nicht das produkt, sondern die haltungsform in österreich. weiterhin dürfen produkte dieser verbotenen haltungsform in österreich verkauft werden, aber nur importware bitteschön. die tierschützer sind ruhiggestllt, die wirtschaft auch, und die konsumenten werden nicht durch teure produkte belästigt.

Lady Pyrra of Danubien
 
00
23.12.2011, 08:51

ja, das ist eine wunderbar österreichische Lösung.

Full_Metal_Sani
12
22.12.2011, 13:24
und das sind noch immer 99 Tage/Jahr zu wenig...

und die übergangsfrist von 21 Jahren ist nicht mal ein schlechter Scherz - wenn man da noch die Zeit dazurechnet, die die Behörden danebensitzen und zuschauen sind wir gleich im neuen Jahrhundert...

Wenn de mal in so an Betrieb so schnell an Bescheid schicken würden, wies Strafzetteln schicken und so hart durchgreifen, wie bei 10 harmlose Tierschützer, dann wär de Sache Tierschutz in Österreich scho mehr als selbstverständlich...

Schinkenfleckerl 3000
13
22.12.2011, 13:07

"Übergangsfrist von 21 Jahren" - Trolololololo...

Zuben Elgenubi
23
22.12.2011, 12:05

Es gibt Fortschritte, ok, das ist anzuerkennen.
Die Übergangsfrist von 21 Jahren ist doch wohl ein Witz!

Max Carlo
131
22.12.2011, 13:01

Na ja, gut für das Schwein, schlecht für den Mensch, der dafür noch teureres Fleisch bezahlen muss.

Mob Barley
00
22.12.2011, 17:27

primitiver provokateur

fizcaraldo
00
22.12.2011, 16:34

Wie wird der Mensch nur überleben können wenn das absolut lebenswichtige Schweinefleisch nun um 50 Cent pro Kilo teurer wird?

sainty1
00
22.12.2011, 14:55
sie wollen auch alles geschenkt gell?

na dann selber züchten, füttern und schlachten..

Sam0025
01
22.12.2011, 14:03

Eine Abkehr vom übermässigen Fleischkonsum ist aber auch die einzige Chance die Weltbevölkerung auch in Zukunft noch ernähren zu können und einen riesen Betrag zum Klimaschutz zu leisten.
Wenn die Menschen nur durch höhere Preise dazu bereit sind ist das ein positiver Nebeneffekt der artgerechten Tierhaltung!

Zacharias Zipfel
 
21
22.12.2011, 14:30
Nein gut für den Menschen und den Steuerzahler

... weniger Steuergelder werden für unsinnige Tierhalterei verballert, dafür kann man die Steuerlast senken. Und - da die meisten Einwohner aufgrund zuviel Nahrungsaufnahme eh verfettet sind, wäre ein Preis, bei dem sich nicht jeder Unterschichtler wöchentlich und ständig Fleischprodukte zum Verzehr leisten kann, gut für seine Gesundheit und für eine Verringerung seines Übergewichts. Ich stimme den Türschützern und den Grünen zu: Fleisch sollte nur für Besserverdiener bezahlbar sein. (Dann schmeckt mir auch die Martinsgans viel besser ;-)

Lady Pyrra of Danubien
 
10
23.12.2011, 08:57

Lol...der mit seinen "Unterschichtlern" ... da hat sich der Zacharia-Zeck in was verbissen, und von dem kommt er nicht mehr los. Was er nicht bedenkt ist: er ist irgendwie der einzige, der hier von "Unterschichtlern" redet, und davon, dass diese sich Fleisch nicht mehr leisten können sollten. Woher er diese Idee hat, weiss ich noch gar nicht; meiner Meinung nach seinem eigenem, kranken Hirn entsprungen. Oder von der ÖVP im .doc Format vorgegeben, und hier immer wieder reinkopiert. Bei der Menge an Wiederholungen, die da kommen, ist das denkbar.
Wusste gar nicht, dass Kampfposter soooo viel verdienen, dass sie sich über irgendeine "Unterschicht" überhaupt auslassen können.....

janeinvielleicht
10
22.12.2011, 20:16

in deinem kopf ist irgendwas falsch.

janeinvielleicht
21
22.12.2011, 13:31

ganz einfach: vegan werden.

Tintifax der ... Druide!
01
22.12.2011, 13:16

Muss der Mensch nicht, er kann auch seinen Konsum verlagern.

sainty1
13
22.12.2011, 12:42
ÖVP und Tierschutz? Wo komma da denn hin?

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