Zwei Drittel haben Spaß an ihrer Arbeit

21. Dezember 2011, 17:16
  • Für viele nicht nur Pflicht: Arbeit
    foto: apa/claus felix

    Für viele nicht nur Pflicht: Arbeit

Was Berufstätige unter beruflicher Karriere verstehen und wie die reale Situation aussieht, untersuchte eine Studie

Macht die Arbeit Spaß? Gibt es berufliche Aufstiegsmöglichkeiten? Erhalten die Berufstätigen Anerkennung? Diese und weitere Faktoren wurden in einer Studie des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung untersucht. Dargestellt wird, was Berufstätige unter beruflicher Karriere verstehen und in welchen Gegebenheiten diese Vorstellungen mit der tatsächlichen Situation nicht übereinstimmen. Vergleichsanalysen zu einer Untersuchung aus dem Jahr 2003 und aktuellen Ergebnissen einer Studie der Stiftung für Zukunftsfragen aus Deutschland, geben Aufschluss über die langjährige Entwicklung, erläutert Institutsleiter Peter Zellmann in einer Aussendung.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Fast zwei Drittel der Berufstätigen haben eine Arbeit, die Spaß macht.
  • Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für die knappe Hälfte der Berufstätigen gegeben.
  • Der Anteil der Berufstätigen, der nach eigenem Ermessen über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügt, hat sich im Vergleich zu 2003 halbiert.
  • Der Vergleich mit deutschen Berufstätigen zeigt: Österreichische Berufstätige glauben, bessere Aufstiegschancen zu haben.
  • Die Karrierevorstellungen, und die tatsächlichen Arbeitsgegebenheiten weichen vor allem beim Verdienst, leitender Tätigkeit und Aufstiegschancen voneinander ab.
  • Berufstätige Frauen äußern bei ihren Vorstellungen von beruflicher Karriere vor allem mehr Aufstiegschancen und berufliche Selbstverwirklichung. Weniger Rolle spielen ein hohes Einkommen und Führungspositionen.

Persönliche Arbeitsqualität im Vergleich 2011 versus 2003

  • 63 Prozent der Berufstätigen haben eine Arbeit, die Spaß macht (2003: 66 Prozent).
  • 50 Prozent können Beruf und Familie vereinbaren.
  • 40 Prozent erfahren in ihrer Arbeit Erfolgserlebnisse und erhalten Anerkennung (2003: 42 Prozent).
  • 37 Prozent können sich in der Arbeit selbst verwirklichen (2003: 35 Prozent).
  • 34 Prozent haben berufliche Aufstiegschancen (2003: 32 Prozent).

Im Vergleich zu Deutschland haben österreichische Berufstätige weniger Spaß an ihrer Arbeit, dafür erwarten sie bessere Aufstiegschancen. Im Geschlechtervergleich weisen die Ergebnisse nach, dass Frauen seltener über Arbeitsgegebenheiten wie überdurchschnittliches Einkommen, angesehene Tätigkeiten oder Führungspositionen verfügen, die allgemein unter einer beruflichen Karriere verstanden werden. Dafür spielen Freude an der Arbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine größere Rolle im Arbeitsleben der Frauen. 

Berufliche Karriere

Was berufliche Karriere für die Befragten bedeutet:

  • 58 Prozent sind der Meinung, beruflich Karriere zu machen bedeutet, dass man eine Arbeit hat, die Spaß macht.
  • 57 Prozent meinen, dass berufliche Aufstiegschancen zur Karriere gehören.
  • 45 Prozent der Berufstätigen verstehen die Erfahrung von Erfolgserlebnissen und Anerkennung unter beruflicher Karriere.
  • 44 Prozent denken bei Karriere an Selbstverwirklichung im Beruf.
  • 42 Prozent meinen, dass überdurchschnittliches Einkommen zur Karriere gehört.
  • 42 Prozent der Berufstätigen verstehen unter beruflicher Karriere, dass man eigene Vorstellungen verwirklichen kann.

Laut den Ergebnissen der Stiftung für Zukunftsfragen weicht zum Teil die Meinung, was unter beruflicher Karriere zu verstehen ist, stark von der tatsächlichen Arbeitssituation der Berufstätigen ab: Während für 42 Prozent ein überdurchschnittlicher Verdienst zur Karriere gehört, verdienen nur zwölf Prozent wirklich überdurchschnittlich viel. Mehr als ein Drittel der Berufstätigen stellen sich vor, dass das Tätigsein in einer Führungsposition zu einer beruflichen Karriere gehört - tatsächlich sind aber nur14 Prozent in einer Führungsposition tätig. 

Was auffalle ist, dass die Differenzen zwischen der tatsächlichen Situation der Berufstätigen und den Vorstellungen, was unter beruflicher Karriere zu verstehen ist, dort am größten sind, wo Berufstätige auf objektive Rahmenbedingungen angewiesen sind (z.B. viel Geld, Tätigkeit als Vorgesetzter, hohes Ansehen). Bei subjektiven Werten, die von den Berufstätigen selbst empfunden werden (z.B. Spaß, Anerkennung, Selbstverwirklichung) liegen dagegen die tatsächlich erlebte Arbeitsplatzsituation und die Vorstellungen über berufliche Karriere enger beisammen, so Peter Zellmann.

Dennoch: "Die Arbeitswelt der Menschen ist offensichtlich besser als ihr Ruf. In Hinblick auf ein notwendiges Maß an Spaß an der Arbeit im Alltag, haben die meisten Menschen offensichtlich den für sie richtigen Beruf gewählt. Was ihnen am ehesten fehlt, sind Aufstiegschancen und höherer Verdienst", resümiert Institutsleiter Peter Zellmann. (red, derStandard.at, 21.12.2011)

Link

www.freizeitforschung.at

Buchtipp

Zellmann, P. (2010): Die Zukunft der Arbeit; Molden, Wien

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Facebook makes work Fun !

Witzig

vor einigen Monaten habe ich das Gegenteil gelesen ... hm ... wohin soll die Schafherde gesteuert werden?

Ich verstehs einfach nicht

War doch hier nicht vor ein paar Monaten die Rede, dass 2/3 KEINEN Spass haben und und mit dem Job unzufrieden sind? Oder liegt das grad an der ausbezahlten Weihnachtsremuneration.

Absoluter Schwachsinn und für die Tonne solche Studien und Artikel.

LOL

jetzt gerade habe ich das selbe gepostet und jetzt lese ich Ihren Beitrag! :D

geh bitte

das ist ja wohl eine dreiste lüge, ja ich hab eine arbeit die mir spaß macht, aber die 15 jobs davor waren alle so richtig zum kotzen, die macht ja jetzt auch irgendwer.

aber ja die realität wirds sie alle früher oder später noch einholen

Clowns

Anscheinend wurde die Befragung in einem Zirkus abgehalten!

Also unter Spaß verstehe ich was anderes!

Da hat wohl gerade die Psychotherapie Pause oder die Gehirnwäsche Hochkonjunktur...

Wieviele der Befragten waren auf Antidepressiva / Tranquilizern / im Suff?
98 %?

Hätte nicht gedacht, dass es so viele Alkoholiker in den (befragten) Firmen gibt. Anders kann das Ergebnis gar nicht zustande gekommen sein.

www.freizeitforschung.at - Was ist ihre liebste Freizeitbeschäftigung - Arbeiten!

ist doch toll...

...soviel spaß haben und auch noch dafür bezahlt werden.

Und was ist

mit den anderen vier Fünftel?

reiner hurra-systemismus.

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE.

Besser ein Ökonomisches System

das auf "Rezession", "weniger Konsum", "mehr Freizeit" und "Kultur" basiert.
D.h. Einkommen werden niedriger dafür mehr Wert und Ressourcen werden effizient eingesetzt.

einei BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN ist im derzeitigen zins und zinseszins geldsystem nicht möglich.

das geld für die staatsschulden und dessen zins+zinseszins müsste weiter erarbeitet werden.
wer sollte das dann machen, wenn sich viele ihrer miesen und unnötigen arbeit entledigen?

schauen sie mal hier den vortrag auf der uni mannheim an: http://www.wissensmanufaktur.net/danistakratie

"die abschaffung der leibeigenschaft ist nicht möglich. das gesindel würde sich nur kriminalisieren".

adel und kirche vor 1848.

...

heisst heute radikalisieren...

Unfassbare

FÜNFZIG Prozent können Beruf und Familie vereinbaren.
Da wird es Zukuft ja vor Kindern nur so wimmeln...

Beruf und Familie

wird wohl Beruf, eigene Person und Freundin heissen. Kinder kriegen die wenigsten (die anderen 50%) :D

Ich hab spaß in der Arbeit.

Ich surfe halt viel im Internet und poste in Standard. Das ist lustig, und ich werde dafür bezahlt.

Man kann auch die schlechtesten Ergebnisse behübschen. Diese Propaganda sollte man mal etwas anders lesen:

Arbeitswelt am Ende: Knapp 2 von 3 Arbeitnehmer sehen ihren Beruf als chancen- und perspektivenlosen Broterwerb, unter dem das Familienleben leidet.

- Schon die Hälfte aller Arbeitnehmer können Beruf und Familie nicht vereinbaren.
- Der Großteil aller Arbeitnehmer - 60 % - findet in seiner Arbeit keine Anerkennung.
- Unglaubliche 73 % sehen ihre Arbeit als reinen Broterwerb, der zum persönlichen Wachstum nichts beiträgt.
- 76 % sehen keine Chance auf Aufstieg im Beruf und damit verbundene höhere Gehälter.

Realistische Interpretation.

Man kann sich heutzutage nahezu jedes Umfrageergebnis kaufen...

Man verschone uns mit Umfrage-Ergebnissen und spare das Geld für Anderweitiges.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann arbeiten sie noch immer glückseelig in der Freizeit- und Tourismusbranche.

2/3 haben spaß an der arbeit? wen hat man da gefragt, die clowngewerkschaft?

mir kommt dieser wert viel zu hoch gegriffen vor.

Die haben den Fragebogen wohl zusammen mit dem Chef ausgefüllt ..

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