Spitalreform: Erste Umsetzungsschritte bereits gesetzt

21. Dezember 2011, 14:04

Heuer und 2012 insgesamt 168 Mio. Euro Ausgabendämpfung

Linz - Die ersten Umsetzungsschritte der Mitte des Jahres beschlossenen Spitalsreform in Oberösterreich sind bereits gesetzt. Das berichtete der zuständige Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz. Er rechnet damit, dass für heuer und 2012 insgesamt 168 Mio. Euro Kostendämpfung erreicht werden. In den Jahren zwischen 2010 und 2020 sollen diese und die weiteren geplanten Reformmaßnahmen die Ausgaben für die Spitäler um zusammengerechnet 2,3 Mrd. Euro weniger steigen lassen.

Erste Umsetzungsschritte waren die Zusammenführungen von verschiedenen Abteilungen und Einrichtungen, um Leistungen zu bündeln und Doppelgleisigkeiten zu beenden. Das hat unter anderem die beiden Unfallchirurgien von Gmunden und Vöcklabruck betroffen, die zu einer standortübergreifenden Abteilung unter einem Primar vereint wurden. Weiters wurde die HNO-Abteilung im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz bereits geschlossen.

Bei der Umsetzung sei man nicht in Verzug, sondern sogar eher schneller als vorgesehen unterwegs, bilanzierte Pühringer. Den einzelnen Häusern bleibt auch nicht viel anderes übrig, weil ihnen nur ein Budget zur Verfügung steht, in das die Reform eingerechnet wurde. Rasch gehe es dort, wo es Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter gebe. Zu Diskussionen um drohende Änderungskündigungen beim Klinikum Wels-Grieskirchen hielt Pühringer fest, es habe eine Arbeitsplatzgarantie gegeben, nicht jedoch für die Funktionen. Ansonsten dauere sie 20 Jahre. Der Idealfall sei bei Zusammenlegungen von Abteilungen, wenn ein Primar in Pension gehe.

Pühringer: "Sehen nicht gerne Blut fließen"

Mit Blick auf die Finanzsituation des Bundes und anderer Bundesländer zeige sich "einmal mehr und immer mehr", dass es richtig gewesen sei, den Weg der Reform zu gehen. Er sei alternativlos und es bringe Vorteile, ihn frühzeitig zu gehen. "Wir haben die Einschnitte ja nicht gemacht, weil wir gerne Blut fließen sehen, oder Leute verärgern oder vom Reformbazillus besessen sind, sondern weil sie notwendig sind zur Erhaltung unseres ausgezeichneten Gesundheitssystems", sagte der Landeshauptmann und Finanzreferent.

Zu laufenden Verhandlungen über eine österreichweite Gesundheitsreform verwies er darauf, dass die Länder vom Bund unter anderem den Ausbau der Landesgesundheitsplattformen zu einem zentralen Planungs-, Steuerungs- und Finanzierungsgremium auf Landesebene fordern. Weiters verlangen sie einen gemeinsamen Finanztopf, in dem die Mittel des Bundes, der Länder und der Sozialversicherung auf Landesebene gebündelt werden sowie die Aufhebung der Deckelung der finanziellen Beiträge des Bundes und der Sozialversicherung. (APA)

sonne-licht
 
00
27.12.2011, 11:40
ein einseitiger fluss

zu den eigeninteressen des trauner landeshauptmannes!

der muss ja nicht von wels nach linz fahren um sich einer lebensnotwendigen operation aussetzen!
nur ein beispiel!

in wels kündigen gute langjährige primarärzte weil sie sich der idiotie eines landeshauptmannes der keine ahnung von ärztlicher vorsorge hat bzw. einsparungen aussetzen wollen!

und zeit ist leben bei herzinfarkten z.b. wo es auf jede minute ankommt leben zu retten!

mir selber bleibt nur die überlegung meine übrig gebliebene zeit nach linz zu verlegen,
mich selber zu heilen bei knochenbrüchen, herzinfarkten, krebserkrankungen schwierig
oder zu hoffen,
dass ich bis ans lebensende gesund bleibe!

hubi huber
00
22.12.2011, 12:32
Darauf brauchen die aber absolut nicht Stolz sein.

Die Landeslkh's werden ausgehungert, die Pflege der Patienten wird aber dadurch auch nicht weniger jedoch aber das pflegende Personal. Jetzt müssen schon die Pflegerinnen und Pfleger Infusionen anlegen. Als nächstes wohl auch Dignoseen erstellen.
Super REFORM!!!

Takeshi Kovacs
00
25.12.2011, 23:39
"Jetzt müssen schon die Pflegerinnen und Pfleger Infusionen anlegen.."

UND?

http://www.oegkv.at/index.php?id=2986

§ 15 (1) Der mitverantwortliche Tätigkeitsbereich umfasst die Durchführung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen nach ärztlicher Anordnung.(...)
5) Der mitverantwortliche Tätigkeitsbereich umfasst insbesondere:
1. Verabreichung von Arzneimitteln,
2. Vorbereitung und Verabreichung von subkutanen, intramuskulären und intravenösen Injektionen,
3. Vorbereitung und Anschluss von Infusionen bei liegendem Gefäßzugang, ausgenommen Transfusionen,
4. Blutentnahme aus der Vene und aus den Kapillaren,
5. Setzen von transurethralen Blasenkathetern zur Harnableitung, Instillation und Spülung,
6. Durchführung von Darmeinläufen und
7. Legen von Magensonden.

Altus
01
21.12.2011, 23:20
wenn man es ganz genau nimmt..

.. geschehen menschenverachtende und zwischenmenschlich fragwürdige Aktionen. Wenn wir mir Leuten von ethnisch anderen Gruppen so umgehen würden, dann wäre der Weg zum Gericht vorgegeben.
Es lebe die Verspottung der Demokratie, die eigentlicher ja nur die Diktatur des schnöden Mammons darstellt. Leider will man sich gar nicht vorstellen wohin der Weg führt.
Na denn, frohe Weihnachten.

martin mayer2
 
31
22.12.2011, 09:29
Thema

Und was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Altus
01
22.12.2011, 16:06
na wenn sie das nicht wissen..

.. dann machen sie sich mal schlau wie das Personal behandelt wird. Dieses frustrierte Personal soll nun unsere ärztliche und pflegerische Versorgung durchführen. Welche Ergebnisse wird es bei dieser Motivation geben?. Da kann ich für sie nur hoffen, dass sie gesund bleiben, denn letztendlich bleibt der Patient auf der Strecke.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.