Bosnische Serbin soll als 16-Jährige an Verbrechen an Bosniaken und Kroaten beteiligt gewesen sein
Sarajevo - Monika Simonovic-Ilic, eine international gesuchte bosnische Serbin ist am Dienstagabend in Prijedor festgenommen worden. Ihr werden Kriegsverbrechen an Bosniaken und Kroaten in dem bosnisch-serbischen Gefangenenlager Luka bei Brcko in den ersten Monaten des Bosnien-Krieges (1992-1995) zur Last gelegt. Sie war damals laut Medienberichten erst 16 Jahre alt.
Der frühere Chef des Gefangenenlagers, Goran Jelisic, war 1999 vor dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) zu 40 Jahren Haft verurteilt worden. Jelisic, der sich selbst als "serbischer Adolf" bezeichnete, wurden Kriegsverbrechen an nicht-serbischen Zivilisten im Lager Luka angelastet.
Die nun Verhaftete soll laut Medienberichten Jelisics Freundin gewesen sein und sich als solche an den Kriegsverbrechen beteiligt haben. Die bosnischen Behörden hatten für die Frau vor sechs Jahren einen internationalen Haftbefehl ausgestellt. Sie soll in den vergangenen Jahren in Serbien gelebt haben. (red/APA)