Uni Leoben steigerte Anfängerzahl um 15 Prozent - TU Graz zählt 2,6 Prozent mehr Neuzugelassene
Graz - Die steirischen Universitäten wachsen kontinuierlich:
An der Montanuniversität Leoben ist die Zahl der Erstsemestrigen im
Bachelorstudium im Vergleich zum Wintersemester 2010/11 um 15 Prozent
gestiegen, an der Technischen Universität sind es 2,6 Prozent. Die
geringsten Zuwächse bei den Studienanfängern verzeichnet die
Universität Graz mit einem Plus von einem Prozent, teilten die
Universitäten am Mittwoch auf Anfrage der APA mit.
Das Studienangebot der Montanuniversität Leoben - der kleinsten
steirischen Universität mit rund 3.300 Studierenden - ist für
Studienanfänger zunehmend attraktiv: Dort starteten insgesamt 547
Personen ihr Studium. "Wir verzeichnen zum wiederholten Mal in Folge
einen Rekord bei den Erstsemestrigen", so Pressesprecherin Julia
Mayerhofer-Lillie. Zuletzt wurde die Anfängerzahl im Bachelorstudium
um 15 Prozent gesteigert. Besonders attraktiv waren die Fächer
Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling,
Industrielogistik sowie Petroleum Engineering. Zu 28,5 Prozent sind
die Bachelorstudierenden im ersten Semester weiblich, unter den
Doktoranden fällt die Quote jedoch auf rund 20 Prozent ab.
TU Graz: 25 Prozent Frauen
Die TU Graz - mit nunmehr 12.112 Studierenden insgesamt -
verzeichnet bei den Anfängern einen Anstieg von 2,6 Prozent und
insgesamt ein Plus von 3,7 Prozent. Die Frauenquote unter den 1.848
neuzugelassenen ordentliche Studierenden beträgt 25,7 Prozent. Zu den
meistgefragten Studien zählen der Bereich der Architektur mit rund
2.300 Studierenden insgesamt, Maschinenbau (1.347 Studien) sowie
Maschinenbau/Wirtschaftsingenieurwesen (1.644 Studienbelegungen).
Uni Graz: Lehramtsstudien boomen
An der größten steirischen Hochschule, der Universität Graz, gab
es den geringsten Zuwachs: Bei den Studienanfängern stieg die Zahl um
ein Prozent auf nunmehr 4.731 Neuzulassungen an. Insgesamt zählt die
Uni Graz 30.590 Hörerinnen und Hörer. Der allgemeine Frauenanteil
bleibt mit 61 Prozent konstant, bei den Neuzulassungen bei 66,7
Prozent. Einen Boom verzeichnete die Uni Graz bei den
Lehramtsstudien. Hier ist die Erstsemestrigenzahl um "mehr als 31
Prozent" gestiegen, so Pressesprecher Andreas Schweiger. Besonders
beliebt sind die Unterrichtsfächer Deutsch, Geografie und
Wirtschaftskunde sowie Psychologie und Philosophie. "Die Uni Graz hat
die Studienpläne in den vergangenen Jahren stärker praxisorientiert
ausgerichtet und sich einen guten Ruf in der Lehramtsausbildung
angeeignet", erklärt Martin Polaschek, Vizerektor für Studium und
Lehre, das verstärkte Interesse. Möglicherweise spiele auch die
öffentliche Diskussion über den Schulbereich eine Rolle. Neben den
gewohnt stark frequentierten Studien, wie BWL, Jus und Pädagogik,
sind 2011 Pharmazie, Chemie und Europäische Ethnologie besonders
gefragt. (APA)