Meet the new Star

Lytro Kamera - der Star des Jahres 2012?

Eva Zelechowski, 1. Jänner 2012, 10:41
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    foto: lytro

    Nicht weniger als eine Revolution der Fotografie hat das amerikanische Start-Up Lytro im Sinn, das seine Kameras im Frühjahr auf den Markt bringen will. Dank ausgefeilter Linsen-Technik soll man erst knipsen und dann auf bestimmte Bereiche scharfstellen können.

    Das red hot Modell bringt als einzige 16GB mit.

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    foto: lytro

    Die Lytro in electric blue und mit 8GB.

Lichtfeldkamera ermöglicht Fokus-Bearbeitung im Nachhinein - Marktstart im April

Die Lytro Kamera gehört zweifellos zu den winzigsten Geräten, die eine Revolution losgetreten haben. Als erste kommerzielle Lichtfeldkamera, mit der man den Fokus nachträglich verändern kann, ist dem US-amerikanischen Start-Up ein Clou gelungen, der das größte Ding zu sein scheint, das seit der Digitalfotografie aufgetaucht ist. Unscharfe Fotos adé!

Nicht nur hat es Lytro in das Ranking der von der New York Times gewählten Newcomer des Jahres 2011 geschafft, auch der WebStandard griff die Lytro-Minicam als eines der Top-Gagdets des Jahres auf.

Lebendige Bilder

Im Unterschied zu herkömmlichen Kameras, fängt eine Lichtfeldkamera alle Licht-Informationen des Umfelds auf, 4D-Lichtfeld anstelle eines zweidimensionalen Bilds. Dazu zählen nicht nur Farbe und Intensität, sondern auch die Richtung. Die Technologie bringt einige neue Anwendungen mit sich, unter anderem, dass Foto-Fokus nachträglich bearbeitet werden kann. Eine großartige Spielerei, womit eine Wirkung von „lebendigen Bildern" entsteht.

Nur für Mac

Das war auch der Grund, der die Welt, aber insbesondere die Welt der Fotografie, in Atem hielt. Die „shoot now - fokus later" - Idee begeisterte die Öffentlichkeit im Nu, obgleich der Firmengründer Ren Ng sein Ziel, die Kamera bereits Ende 2011 auf den Markt zu bringen, verfehlte. Vorbestellungen sind allerdings möglich, noch vor dem Frühling 2012 soll sie verfügbar sein. Einen Haken bringt die Lytro mit: Sie ist nur mit Mac kompatibel.

Die Kamera, die keine ist

Was wäre eine innovative Technologie ohne innovatives Design? Die Lytro ist optisch weit entfernt von den handelsüblichen Kameras. Vorsandsvorsitzender Charles Chi bestätigt, dass der Konzern unbedingt aus der Masse herausstechen wollte. Beim Design hätte es eine Reihe von Überlegungen gegeben. „Es dreht sich stark um Form folgt Funktion", sagt Chi. „Wir geben uns große Mühe, Elektronik so klein wie möglich zu gestalten und ein großartiges Nutzererlebnis zu erreichen."

Zukunft Video

Noch liefert die künftige Lichtfeldkamera nur Bilder. Laut Chi wird sich das Unternehmen bald auch dem Projekt Lytro mit Videofunktion widmen. Video sei mit Lichtfeldern ebenfalls möglich. Problematisch könnte allerdings die Datenmenge werden. Da die Bilder ganz erfasst werden, muss bei 60 FPS (Bildern pro Sekunde) eine riesige Menge an Daten bewältigt werden.

Marktstart im April 2012

Weitere nahe liegende Zukunftsoptionen sind 3D oder früher oder später auch Hologramme. Vorerst konzentriert sich das junge Unternehmen darauf, die Foto-Kamera auf den Markt zu bringen. Das erste Modell soll im April 2012 in drei Farben und zwei Speicherkapazitäten kommen. Der Preis für die 8GB-Verison (in electric blue und graphite) soll bei 399 US-Dollar liegen, das 16GB-Modell erscheint nur in „red hot" und soll 499 US-Dollar kosten. (ez, derStandard.at, 21.12.2011)

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Lytro

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 85
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Mike Webman
00
10.2.2012, 19:31
derStandard veräppelt seine Leser(innen)...

....andauernd. Sind die Redakteure etwa von Apple mit neuen Ei-Fons und Ei-Päds geschmiert worden?
Die Firma Lytro wäre verrückt, würde sie alle Windows User als Kunden ausschließen.

Sonja P.
00

Wieso kann sich kein Redakteur über diese Kameras schreiben ohne unreflektiert diese sinnlosen Marketinghülsen zu verwenden? 4D-Lichtfeld? Klingt fast so als könne es auf Knopfdruck die Raum-Zeit krümmen.

marmeladenfreund
02

Und wieso bitte nur auf Mac? Sind die anderen
90% der Computerbesitzer als Kunden nicht relevant? Early adopters gibt es auch außerhalb der Apple-Welt!

hmo8020
00
weil derstandard nicht gründlich recherchiert ...

"A Windows application is in development."

@ https://www.lytro.com/camera

;-)

... und wahrscheinlich nur pressemeldungen blind kopiert.

schreibobot
00
26.1.2012, 09:39

ärgert mich auch irgendwie, auch wenn ich die kamera nicht brauchen kann.

aber keine sorge, da wird wohl ein emulator nicht lange auf sich warten lassen.

12345 ... weiter weiss ich nicht!
10
eine Kamera ...

wo Objekte im Vordergrund und im Hintergrund gleich scharf sind ist nicht produzierbar?
Gimmik ... vermutlich weil´s sowas in´s neue Eierfön einbaun wollen ...

Steinfisch
00
Timelapse

...dann gibt es sicher bald Software, mit der man während einer Zeitraffer-Aufnahme den Fokus verändert. Das wär schon fein...

12345 ... weiter weiss ich nicht!
00
Kann man den Fokus eines Bildes ...

bitte nicht einfach so erstellen, dass Vordergrund und Hintergrund des Bildes gleichbleibend scharf dargestellt werden?
Nur weil das natürliche Sehen so nicht funtioniert heisst´s nicht dass es beim Fotografieren völlig uninteressant ist ... ???
Lösungsansatz -> bei der Bildaufnahme einfach z.B. 10 Aufnahmen mit verschiedenen Focuseinstellungen in Layern übereinander legen und den jeweils schärfsten Layer in fertigen Bild anzeigen.
So hätten wir ein Bild von einem Finger vor der Linse welcher scharf dargestellt wird und dahinter die trotzdem scharfe Landschaftsaufnahme ...

Frank Steinder
00

wenn alles im Bild absolut scharf ist, sieht es unrealistisch flach aus.

Der Unkurze
00

man kann da auch einfach mit nahezu geschlossener Blende arbeiten ;)

braucht man halt entsprechende Belichtungszeiten

MrAustria
 
10
Unnötige Spielerei

Natürlich nett, wenn diese Technik irgendwann Standard-Ausstattung jeder Cam wird. Als einzelnes Produkt aber VOLLKOMMEN unnötig. Wozu sollte ich nachträglich an meinen Fotos herumspielen und immer wieder den Fokus ändern? Nur, weil ich es kann? Sicher nicht!

dakakadu
00

ja das geht mir auch nicht ein warum ich das danach machen sollte...

Cerberus303
00
Tja, warum wohl...

... vielleicht, weil die Manipulationen von Bildern seit jeher die kreative Grundlage beim Fotografieren ist? Ob die vorher stattfindet (klassische Fotografie) oder bei der Entwicklung im kleinen Heimlabor oder nach erfolgtem Shoot digital macht doch keinen Unterschied. Ausser, man hat ein sehr einfaches, festgezurrtes Bild von Fotografie...

Beiddenker
00
Naja, das Objektiv können Sie aber nicht nachträglich tauschen ...

... und das macht halt vielleicht doch den Unterschied.

Cerberus303
00
Hm...

... diese Argumentation würde vielleicht passend sein wenn es darum ginge, was nun besser ist: SLR, SLR digital, Kompakt, System, Lytro...

Darum geht es aber nicht, es gibt eben all diese und jede einzelne hat ihre Vorzüge... Allerdings muss man dazu sagen, dass das Prinzip der Lytro im Gegensatz zu allen anderen genannten außergewöhnlich anders ist, und zwar grundlegend. Von daher hat es natürlich einiges mehr an Potential für zukünftige Weiterentwicklungen - wird sich eh weisen, was draus wird. Wenn man sich die historische Entwicklung der Fotografie ansieht, dann ist das allerdings schon ein revolutionärer Ansatz wie es ihn schon länger nicht mehr gab...

Beiddenker
00
Es ging nicht darum, was besser sei, sondern um Ihre Argumentation ...

... das es Manipulationen von Bildern egal sei, ob es vorher oder nachher stattfindet - Bei Lytro stimmt das jedoch nur auf den fototechnischen Teil der "Fokus-Einstellung" . Mein Post sagte nur aus, dass andere fototechnische Aspekte - eben die Auswahl des entsprechenden Objektivs bzw. Brennweite - derzeit nicht nachher durchgeführt werden können. Und es gibt nicht nur bei SLRs Welchselobjektive.

suit
 
02

Eye-Tracking des Betrachters eines Bildes? :)

ChefPrinzMichl
 
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Hörts doch auf zum sudern

zu klein, zu wenig Auflösung, zu schiach etc. He Leute, das ist ein Prototyp. Das hat mit Schnappschüssen für Facebook überhaupt nicht zu tun, es ist auch kein Spielzeug. Wer nur ein bisschen Ahnung von der Fotografie hat und nicht nur mit der Poket abdrückt, der weiß, dass es sich hier um etwas Revolutionäres handelt. Ähnlich wie die erste Farbfotografie.

12345 ... weiter weiss ich nicht!
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geh schmarrn ...

sowas wurde von Polaroid auch behauptet!

Tina Tsornigg
00

Sie haben absolut keinen Tau.

N7
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spielt sich alles online ab

Soviel ich gelesen habe, muss man die Fotos extra ins Web hochladen und erst dann kann man sich mit dem Fokus spielen. Bei den gezeigten Fotos werden einige DSLR-Fotografen neidisch. Für PC-Fotografen ist diese Kamera sicher ein Thema, auch für die Facebook-Generation - einfach draufhalten und abdrücken.
Doch für Personen, welche sich wirklich mit Fotografie beschäftigen wollen, ist dies nix.
Ich wette, dass sich diese neue Art von Kamera super verkaufen wird. Solange die richtigen Kameras auch noch am Markt bleiben - kein Problem ;-)

Veniamin Kostitsin-Teterin II
00
und was bringt einem die aufloesung von 540x540 pixel ?

ausser einer nur fuer die ersten 5 minuten unterhaltsamen spielerei fuer facebook & blogs ?

ab 3000x3000 pixel wuerde es interessant werden. aber auch nur in einem sehr eingeschraenkten bereich, schliesslich kann man bei dieser kamera die schaerfentiefe nicht veraendern (sondern nur schaerfepunkt festlegen).

die technologie ist interessant, aber die gegenwaertige implementierung ist nicht mehr als ein spielzeug.

sweetmaker
 
00
wo steht das?

ich konnte die info über die auflüsung nirgends finden...

i agree -bei 540x540 sag ich auch "spielzeug" und würde warten auf a g´scheide auflösung.

Heavyweather
00

Damit als Video System (Wenn möglich mit HighSpeed) würden viele Effekte möglich die heute nur mit CG hergestellt werden können.

Was immer noch nicht geht sind freie Bewegung im Raum, dafür bräuchten wir noch eine Dimension bzw. einen "Lytro Raum".

gustl
 
00
Die Technik dahinter ist sehr interessant

und ließe sich für einige andere Sachen weit besser verwenden.

Ich denke da an Lichtmikroskopie.

Mit einer Lichtfeldkamera, deren Auswertesoftware so eingestellt ist, dass pro Sekunde 24 Bilder pro Auge erstellt werden, die perfekt Tiefenscharf sind, und dem Betrachter eine 3D-Szene seines Objektes zeigt wäre der Wahnsinn. Konkurrenzlos!

Für Fotografie ist das natürlich auch sehr interessant, aber nicht so der absolute Überknaller.
Früher musste man ein Foto machen, und zumindest bei einem Diafilm war die Sache gegessen. Helligkeit, Weißabgleich, Schärfe, alles schon fixiert.
Mit der Digitalfotografie kam dann die Variabilität von Helligkeit und Farbe, und nun wird eben die Schärfenebene Variabel.

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