Fünf polnische NATO-Soldaten bei Anschlag getötet

21. Dezember 2011, 12:02

Sprengsatz explodierte neben der Straße - Taliban bekannten sich zu Anschlag

Kabul - Bei einem Sprengstoffanschlag im Osten Afghanistans sind am Mittwoch fünf Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden. Das teilte die NATO-geführte Schutztruppe mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Nach Informationen der polnischen Nachrichtenagentur PAP handelt es sich um fünf polnische ISAF-Soldaten. Es ist der verlustreichste Anschlag für die ISAF seit Ende Oktober, als 13 Angehörige der Schutztruppe in Kabul getötet wurden.

Ein am Straßenrand platzierter Sprengsatz sei unter dem Fahrzeug der ISAF-Soldaten explodiert und habe die Soldaten auf der Stelle getötet, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP. Ein Sprecher der polnischen Truppen in Afghanistan wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern, solange "die Angehörigen der Opfer noch nicht informiert" seien. Die internationale Afghanistan-Truppe ISAF bestätigte einen Anschlag auf einen Konvoi, der sich in der von den polnischen Truppen kontrollierten Zone ereignet habe.

Der Polizeichef der südöstlichen Provinz Ghazni, Dilawar Sahid, hatte zuvor erklärt, dass in der Provinz ein Sprengsatz in der Nähe eines ausländischen Militärkonvois explodiert sei. Die genaue Zahl der Opfer sei aber noch unklar. Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein ISAF-Fahrzeug sei "komplett zerstört" worden, zudem habe er gesehen, wie Hubschrauber die Opfer geborgen hätten. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich in einer SMS an AFP zu dem Anschlag und erklärten, es habe sich um einen polnischen Konvoi gehandelt. Polen beteiligt sich mit rund 2.500 Soldaten am internationalen Afghanistan-Einsatz, die Truppen sind für die Sicherheit in Ghazni zuständig. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 65
1 2
Phoenixx
 
00
Keine Opfer notwendig

Militärisch haben wir, "der Westen" dort nichts verloren.

Im Gegenzug hätten wir die Milliarden Dollars die in den 10 Jährigen Krieg geflossen sind in Infrastuktur und Wirtschaftsentwicklung vor Ort (natürlich mit Bedingungen) investieren sollen bzw. die Region nicht nur beutzen sonder fördern müssen.

Denn nur Menschen mit Perspektive und akzeptablem Lebensstandard unterstützen ein friedliches Zusammenleben.

Dann haben auch Gruppen wie "die Taliban" keine Chanche bzw. gibt es diese erst gar nicht!

Man stelle sich die Frage warum diese Menschen den Westen und deren Vertreter so hassen?

Der Kluge
10
25.12.2011, 17:15

Die Schadenfreude der Ungebildeten ist wieder einmal bemerkenswert.
Befürwortet ihr auch die Terroranschläge auf Polizisten in Paksitan oder Schiiten?

Die Taliban haben mit Al-Kaida kooperiert, mein Mitleid hält sich in Grenzen. Auch wenn ich nicht bereit wäre, auch nur einen Cent für die Demorkatie in Afghanistan (ja es gab und gibt wahlen) zu vergeuden. Der Iran hätte auch genug Geld gehabt, um die Nordallianz bei der Verteidigung gegen die Taliban zu unterstützen, und die von taliban besetzen Gebiete hätten sich selbst befreien sollen.

zimbo
 
32
25.12.2011, 00:06
1:0 fuer die Bauernsoehne, die nur ihr Land verteidigen.

Wladimir Burdajewicz
 
10
23.12.2011, 12:20
was hat schon der Standard um harmlose Postings

nicht zu veröffentlichen?.

der Rabe
35
22.12.2011, 16:25
In Aghanistan sind die Polen?

Was gibts denn dort zu holen?

JosefGott
03
24.12.2011, 14:30
Bonus-Punkte bei den Amis

und hoffentlich viele blaue Bohnen.

Bledes Funzerl
1211
22.12.2011, 11:02
Na Bumm!

Diese Afghanen sind sowas von Ausländerfeindlich, ich kann mir gar nicht vorstellen wieso die auf diese arme bewaffnete Ausländer in Uniform sowas von gehässig losgehen.

Was kann denn daran so verwerflich sein, wenn diese junge, liebe, fesche, aufgeklärte und besser-wissende Westliche Wohltäter ihnen die Demokratie mit Hilfe von Bajonetts und rückgratlosen Politikastern näherbringen versuchen? Schliesslich sind ja solche Konstellationen in allen aufgeklärten und friedliebenden westlichen Staaten anzutreffen.

Diese böse, böse, ausländerfeindliche Afghanen sollten sich schämen und entschuldigen dass sie so störrisch sind und zu solchen schrecklichen Mitteln greifen.

Tsk tsk tsk!

Carlito336
43
22.12.2011, 16:23
Haben afghanische Schutztruppen

was gegen Invasoren?

Nicht viel: Kleinfeuerwaffen und selbst gebaute Bomben.

Die Invasoren hingegen kommen aus der Luft, mit ferngesteuerten und schweren Geschützen und Bomben, die gleich ganze Hochzeitsgesellschaften atomisieren.

Ghettoblaster
40
22.12.2011, 16:52

Anstatt mit Kleinfeuerwaffen und selbst gebauten Bomben könnten sie mit ihrem Hirn kämpfen (wie z.B. in China, in Deutschland gegen Atomkraft oder Burma)
Glauben ist das zuviel verlangt von den Taliban?

Ex-Mühviadla
20
22.12.2011, 16:00

menschenverachtender Kommentar!

Rudolfo Karellowitsch
83
22.12.2011, 08:28
Schutztruppe?

Die können sich nicht einmal selbst beschützen? Wie oder wen wollen/sollen die dann beschützen? Komisches Konzept?

Wladimir Burdajewicz
 
10
23.12.2011, 10:19
Damit Sie wissen, diese Truppe war auf dem,,,,,,

Rückweg von einer Baustelle der Afghanen wo sie eine Besichtigung der voranschreitende Arbeit bewachten. M ATV Oshkosh (im übrigen auch Bundesheer interessiert an M-ATV Iveco) ist ein leicht gepanzertes Fahrzeug und war in einer mit 30 beteiligten Fahrzeugen (MRAP, Rosomak) Kolonne unterwegs. Vor einer vor Monaten vergrabenen Mine (ca 100 Kg) kann es keiner sich beschützen. Sie wurde mittels einer Kabelverbindung gezündet. Es ist Frage der Zeit (bisher immer gelungen) die verantwortliche für die Zündung in einem Kampf zu töten oder durch den Verrat zu schnappen. Da haben die Geheimdienste und Spezial Einheiten (GROM, 1 PSK) zu tun.

geschlechtsumwandlung quotenposterin
1720
21.12.2011, 22:20

Warum führt
Polen Krieg gegen Afghanistan ?

Und wer ist verwundert ,
wenn sich die Afghanen wehren ?

Helicopterman
39
22.12.2011, 10:59
Sie sollten endlich verstehen,

dass die Taliban nicht "die Afghanen" sind. Ursprünglich in pakistanischen Koranschulen indoktriniert kamen diese aus Stammesgebieten im Norden Pakistans nach Afghanistan und haben dort mit Unterstützung pakistanischer sowie saudischer Islamistenkreise eine der brutalsten und rückständigsten Diktaturen der vergangenen Jahrzehnte errichtet, die viele Menschenopfer forderte und speziell Frauen jedwede Rechte, Ausbildung und medizinischer Versorgung verwehrte. Durch echte demokratische Wahlen würden diese Brüder wohl auch niemals die völlige Macht erlangen, so holen sie sich diese eben wieder mit Gewalt.

docNukem
00
29.12.2011, 20:24
Das ganze mit viel Geld&Waffen aus den USA

es waren doch die Amis, die dort im Krieg gegen die Sowjets einzig und allein Religiöse Extremisten mit ca. 5,5 Milliarden $ unterstützt haben.
Die USA wollten einen Fundi-Staat und sie haben einen dafür bekommen.

zimbo
 
20
25.12.2011, 00:04
Kann wegen der dortigen Amis nur ein Vorteil sein.

Jürgen Rembremerding
49
22.12.2011, 09:50
Polen ist der Verbündete Afghanistans gegen

illegitime Aufständische und durch ein UN-Mandat zur Kriegführung gegen die Aufständischen ermächtigt!

Ich hoffe, die Frage beantwortet zu haben.

so ist das
01
25.12.2011, 09:00

Leute, die ein invasiertes Land gegen die Besatzer verteidigen, gelten seit jeher als Terroristen und werden von den jeweiligen Besatzern stets nach Möglichkeit umgebracht. Aus dieser Erkenntnis sollten auch die Bürger in den Besatzerländern verstehen, wenn "ihre" Soldaten, denen eingeredet wurde, dass sie ihre Heimat am Hindukusch verteidigen müssten, nicht allzu freundlich behandelt werden, auch wenn das die USA als "böse" bezeichnen.

so ist das
02
25.12.2011, 08:57
(Die) Besatzer werden wie überall in der Welt auch in Afghanistan wieder aus dem Land geworfen, die eingesetzten "Staatsmänner" haben auch nach der Sowjet-Besetzung keine wirklich gute Karriere gemacht...

Gut doziert, und trotzdem sind die Besatzungsmächte in Afghanistan nicht willkommen und unerwünscht, wie bereits die Briten und auch die Soviets, und auch die aktuellen Besatzer sind eben dabei, aus dem Land, welches sie nachhaltig zerstört und destabilisiert haben, zu flüchten und die Bevölkerung mit den durch die Besatzung verursachten Katastrophen allein zurückzulassen.
Wie im IRAK dürfen die Menschen in AFGJHANISTAN nun wieder Jahrzehnte des Bürgerkrieges erleiden, und die "westlichen Superdemokraten (Copyright Gerhard Schröder)" meinen, auf eine derartige Destabilisierungsleistung stolz sein zu müssen.
Verkehrte Welt!

Michel Berger
12
22.12.2011, 16:30
Jessas, Rembremerding, Gott und Schütt hintereinander! Wo bleibt der Wunderlich?

Der wird doch wohl nicht chillen, bei so viel Arbeit.

JosefGott
32
22.12.2011, 15:17

LOL!
Ich dachte immer dass Polen Verbündete der Amerikaner wären, die in der Gegend eine Marionettenregierung installiert haben.

Georg Schütt
74
22.12.2011, 07:34
So sprechen Pazifisten

nicht.

kurt haenel
 
36
22.12.2011, 04:01
@ geschlechtsumwandlung quotenposterin

die Taliban kommen aus Pakistan....

geschlechtsumwandlung quotenposterin
55
22.12.2011, 13:31

Der Begriff Taliban ,
wie er landläufig verwendet wird ,
ist eine Feindbildkonstruktion der Invasoren

Totaler Durchblicksstrudel
13
22.12.2011, 14:55

Nur in deinem Kopf, nur in deinem Kopf!

Ach ja, eine kleine Hilfe für dich: die nennen sich doch tatsächlich selber so und das schon seit fast 20 Jahren. Taliban kommt übrigens aus dem Arabischen und heißt soviel wie (Religions)Studierende.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 65
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.