Umfrage: Für 48 Prozent wäre ein Verzicht möglich - Drei von vier Österreichern zufrieden
Linz - Dieses Umfrageergebnis ist geradezu eine Einladung zu einem Belastungspaket: Fast jeder zweite Österreicher - konkret 48 Prozent - könnte sich vorstellen, mit weniger Geld auszukommen, wenn die Zeiten wirtschaftlich ganz schlecht werden. Hochgerechnet könnte jeder 66 Euro im Monat einsparen. 77 Prozent waren bei einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer IMAS-Institutes mit ihrem derzeitigen Lebensstandard zumindest einigermaßen zufrieden, 20 Prozent weniger oder gar nicht.
66 Euro Sparpotenzial pro Person
41 Prozent der Befragten gaben an, dass es kaum möglich wäre, ihren Lebensunterhalt mit weniger Geld zu bestreiten, elf Prozent machten keine Angabe. Weitaus am meisten über die eigene finanzielle Situation klagen einfache, ungelernte Arbeiter, aber auch die Wiener. Die 48 Prozent, die sich einen Verzicht vorstellen können, bezifferten diesen mit durchschnittlich 150 Euro im Monat. Das ergäbe hochgerechnet 66 Euro pro Kopf, errechnete IMAS. Demnach wäre ein monatliches Sparvolumen von 455 Millionen Euro oder 5,46 Milliarden im Jahr möglich, so das Institut.
Unter den 48 Prozent der Verzichtswilligen haben die Anhänger der Grünen, Selbstständige und Höhergebildete das größte Potenzial. Sie könnten jeweils über 200 Euro im Monat einsparen. Am wenigsten Spielraum unter den Verzichtswilligen haben einfache, ungelernte Arbeiter, sie könnten sich maximal vorstellen mit monatlich 79 Euro weniger auszukommen.
Österreicher für Schuldenabbau
Für eine gute Zukunft Österreichs unverzichtbar ist für 57 Prozent der Befragten, die Staatsverschuldung abzubauen. Vier Prozent schenkten dem Schuldenabbau kaum Beachtung. Für den Report wurden 1.004 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren in persönlichen Interviews befragt. (APA)