Behandlung von Brustkrebs wird immer besser

21. Dezember 2011, 17:39
  •  In den vergangenen Jahrzehnten hat die 
herkömmliche Chemotherapie die Überlebensraten bei Brustkrebs um rund ein Drittel 
verbessert.
    foto: apa/epa/stefan puchner

    In den vergangenen Jahrzehnten hat die herkömmliche Chemotherapie die Überlebensraten bei Brustkrebs um rund ein Drittel verbessert.

Auch Kombination von monoklonalen Antikörpern möglich - Allein Chemotherapie verbessert Überlebensrate um ein Drittel

Wien/London/San Antonio - Weltweit erkranken jährlich rund 1,4 Millionen Frauen an Brustkrebs. 450.000 Patientinnen erliegen der häufigsten Krebsart bei Frauen. Auf der anderen Seite werden die Therapien immer besser und effektiver. Das belegen neue Studien aus Wien, Großbritannien und den USA. So hat in den vergangenen Jahrzehnten beispielsweise allein die herkömmliche Chemotherapie die Überlebensraten um rund ein Drittel verbessert.

Der in Fachkreisen weltbekannte britische Epidemiologe Sir Richard Peto und sein Team die Daten von mehr als 100 Behandlungsstudien in Sachen Brustkrebs mit rund 100.000 Probandinnen seit den 1980er-Jahren auf das Langzeitüberleben der Patientinnen mit Brustkrebs analysiert. Wie die Wissenschafter im "Lancet" vor wenigen Tagen schrieben (6. Dezember), hatte schon die Behandlung mit den ältesten Kombinations-Chemotherapien nach der Operation bzw. Strahlentherapie eine Reduktion der Sterblichkeit um 20 bis 25 Prozent gebracht. Das wurde beispielsweise mit der Kombination von Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-FU erzielt. Neuere Kombinationen verringerten die Mortalität um bis 30 Prozent.

Dann kam die antihormonelle Therapie bei Patientinnen mit Tumoren, welche auf den Wachstumsimpuls der Sexualhormone (Östrogen) angewiesen sind. Fünf Jahre antihormonelle Therapie mit Substanzen wie Tamoxifen etc. reduzierten bei diesen Erkrankten die Sterblichkeit ebenfalls um etwa ein Drittel. Peto: "Wenn der Tumor bei ihnen komplett entfernt wurde verringert eine Kombination von antihormonellen Medikamenten und (vorübergehend, Anm.) Chemotherapeutika die Rückfall- und Todesrate um die Hälfte."

Chemotherapie, Bestrahlung und monoklonale Antikörper

Mit den herkömmlichen Chemotherapien kam man hier an die Grenze des Machbaren. In den vergangenen Jahren haben monoklonale Antikörper aus der Biotech-Forschung und kleine an bestimmten Tumor-Charakteristika ganz gezielt angreifende Wirksubstanzen die Behandlungsmöglichkeiten weiter erhöht. So wurde vor etwa zwei Wochen beim amerikanischen Brustkrebskongress in San Antonio beispielsweise eine groß angelegte Studie der Phase-III (Wirksamkeit) bei Patientinnen mit sogenanntem HER2-positiven in einem fortgeschrittenen Stadium und Metastasen präsentiert, bei der erstmals zwei verschiedene monoklonale Antikörper kombiniert wurden. Jeweils rund 400 Patientinnen hatten eine Chemotherapie und den monoklonalen Antikörper Trastuzumab (gegen HER2 an der Oberfläche der Tumorzellen) bekommen. Ebenfalls rund 400 Erkrankte bekamen noch zusätzlich einen anderen gegen die Tumorzellen gerichteten monoklonalen Antikörper (Pertuzumab). Das Ergebnis: Bei den Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung erhöhte sich beispielsweise die Zeitspanne bis zum weiteren Fortschreiten des Leidens von 12,4 auf 18,8 Monate. Das ist ein bedeutender Anstieg.

Rupert Bartsch, Onkologe an der Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien am AKH und Co-Autoren verglichen - historisch an zwei Personengruppen - die Ergebnisse mit mehreren Behandlungsstrategien bei Brustkrebspatientinnen (ebenfalls mit HER2-positiver Erkrankung), welche bereits Gehirnmetastasen bekommen hatten. Jene, welche eine Bestrahlung allein bekommen hatten, lebten noch drei Monate. Eine Chemotherapie steigerte das durchschnittliche Gesamtüberleben auf neun Monate, der monoklonale Antikörper Trastuzumab auf 13 Monate. Eine Kombination dieses monoklonalen Antikörpers mit dem kleinen, synthetischen Wirkstoffmolekül Lapatinib führte nach Strahlenbehandlung ebenfalls zu einer Verbesserung. (APA)

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16 Postings
Das tolle an der Chemotherapie ist ja, dass die Patienten

alle den Krebs überleben um dann nach kurzer Zeit an einem multiplen Organversagen zu sterben.

Aber sie sind nicht an Krebs gestorben! So weit die Statistik......

Ich glaube eher das Problem liegt darin, die Rückfallquote nicht qusreichend zu berücksichtigen.

Dennoch würde ich lieber einer Chemo mit aufgeschlossenen ÄrztInnen zustimmen.

die statistik führen Sie mir bitte umgehend vor!

wie kann man so bitter, so zynisch,

so abgrundtief verächtlich lügen?
müssen jetzt alle, die ich kenne, die leben, weil es das gibt, vor ihnen ein schlechtes gewissen haben?

Da muss ich als Ärztin vehement widersprechen. Das Problem an der Chemotherapie ist, dass die Wirksamkeit je nach Art der Krebserkrankung stark unterschiedlich ist.

Bei den (zugegeben nicht so häufigen) Hodentumoren gibt es Chemotherapien die den Tumor schmelzen lassen wie das Eis in der Sonne, fast alle Patienten sind danach tatsächlich geheilt.

Bei einigen akuten Leukämien sterben trotz intensiver Chemotherapie mehr als die Hälfte der Patienten (kann im Organversagen sein), der Rest ist jedoch langfristig geheilt. Ohne Chemotherapie überlebt jedoch niemand mehr als 6 Monate.

Bei den meisten HÄUFIGEN Krebsarten wie Brustkrebs, Dickdarmkrebs etc WIRKT die Chemotherapie jedoch nur in einem Teil der Patienten. Sie erhöht die Anzahl derjenigen, bei denen der Tumor NICHT MEHR wieder auftritt.

Bei einigen Krebsarten gibt es jedoch leider nach wie vor KEINE funktionierende Therapie...

Als Gesunder hat man leicht reden. Böse Chemotherapie, böse Ärzte, böse Pharmamafia. Ich wünsche es Ihnen nicht, aber sollten Sie einmal krank sein, sehe ich mir an, was Sie tun.

Ich kenne persönlich

zwei Gegenbeispiele, alle kann also schon mal nicht stimmen.

Quellen?

Welche Statistik?

was ist mit natriumchlorit (NaClO2)?

weder meine ich kochsalz, noch ist das abschliessende T ein schreibfehler.
Gibts dazu schon wissenschaftliche ergebnisse?
oder alles nur geldmacherei und hype?

schilchter schwachsinn & (gefährliche) geschäftemacherei...

danke

guter artikel.

Meiner Überzeugung als Ärztin nach:

Leider nur Scharlatanerie.

nach recherche mithilfe der geposteten links...

... nun auch meine überzeugung.

gute resource

danke für den link!

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