Valie Export wird die Laudatio halten
Wien - Die Fluxus-Künstlerin Yoko Ono, Witwe nach John Lennon, erhält, wie derStandard.at erfuhr, den Oskar-Kokoschka-Preis 2012. Die Verleihung der mit 20.000 Euro höchstdotierten Auszeichnung für bildende Kunst in Österreich wird am 1. März, dem Geburtstag von Kokoschka, stattfinden. Die Laudatio soll Valie Export, eine frühere Kokoschka-Preisträgerin, halten. Ort für die Preisverleihung scheint noch keiner gefunden worden zu sein. Das Hotel Sacher böte sich natürlich an: Hier hatten Yoko Ono und John Lennon ein Bed-In zelebriert.
Yoko Ono, geboren am 18. Februar 1933 in Tokio, ist eine japanisch-amerikanische Künstlerin, Filmemacherin, Komponistin und Sängerin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Fluxus-Bewegung. Sie hatte sich in den 1960er-Jahren bereits einen Namen gemacht, ehe sie durch ihre Ehe mit John Lennon allgemein bekannt wurde. Immer wieder trat Yoko Ono für Frieden und Menschenrechte ein. Zudem verwaltet sie das Erbe von John Lennon. 2009 erhielt sie für ihr Lebenswerk den Goldenen Löwen der Biennale Venedig.
Der Kokoschka-Preis wurde 1980, im Todesjahr des 1886 in Pöchlarn geborenen Malers, von Oswald Oberhuber, dem damaligen Rektor der Angewandten, initiiert. Er wird, gestiftet von der Bundesregierung, alle zwei Jahre an einen bildenden Künstler für sein Lebenswerk verliehen. Der erste Preis ging 1981 an Hans Hartung, seither wurden Mario Merz, Gerhard Richter, Siegfried Anzinger, Agnes Martin, Jannis Kounellis, John Baldessari, Maria Lassnig, Valie Export, Ilya Kabakov, Günter Brus, Martha Rosler, William Kentridge und zuletzt, 2010, Raymond Pettibon ausgezeichnet. (Thomas Trenkler, derStandard.at / 21.12.2011)