TU Graz: Kompetenzzentrum für umweltfreundliche Stationärmotoren

6. Juni 2003, 13:06
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Graz - An der Technischen Universität Graz wurde ein industrielles Kompetenzzentrum für umweltfreundliche Stationärmotoren (LEC – Large Engines Competence Center) eingerichtet. „Das Ziel ist die Entwicklung von Großmotoren mit höchsten Wirkungsgraden bei gleichzeitig minimalen Emissionen“, so Geschäftsführer A.Univ.-Prof. Andreas Wimmer.

Für die Entwicklung zukunftsweisender Verbrennungsverfahren in diesem Motorenbereich soll die in Österreich vorhandene Kompetenz der industriellen Partner und der Technischen Universität Graz konzentriert und nachhaltig ausgebaut werden. Partner des Kompetenzzentrums sind AVL List Gmbh, Jenbacher AG, OMV AG und Steirische Gas-Wärme GmbH. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, das Land Steiermark und die Stadt Graz.

Technologieschub

Die Aktivitäten des Kompetenzzentrums sollen zu einem Technologieschub bei Co-generation-Anlagen (kombinierte Kraft-Wärmekopplung) führen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung und Senkung der weltweiten CO2-Emissionen sowie anderer limitierter Schadstoffe liefern. Zudem soll auch die Entwicklung zukünftiger Kraft- und Schmierstoffe vorangetrieben werden, um zu einem optimierten Gesamtkonzept zu kommen. Insbesondere sollen diese Motorkonzepte auch den Einsatz von Sonderkraftstoffen wie Altreifen-Pyrolyseöle, Gase aus Vergasungs- und Vergärungsprozessen, Deponiegas, etc. ermöglichen, wodurch zu einer nachhaltigen CO2-Reduktion beigetragen werden kann.

Zur Erreichung dieser Zielsetzung sind intensive experimentelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Errichtung von geeigneten Prüfständen mit Einzylinder-Forschungsmotoren inklusive der erforderlichen Messsysteme. Diese Prüfstände mit einer Gesamtfläche von ca. 1500 m2 werden im Gelände der Technischen Universität Graz/Inffeldgasse errichtet. Der Beginn der Bauaktivitäten erfolgte Anfang Dezember 2002. Bis zur Inbetriebnahme der Versuchsmotoren Anfang 2004 liegen die Hauptaktivitäten des Zentrums in der Entwicklung von geeigneten Simulationsmodellen zur Vorausoptimierung der Verbrennungsverfahren. (red)

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