Murdoch-Gruppe einigt sich mit prominenten Opfern
London - Sieben von der Abhöraffäre um die britische Boulevardzeitung "News of the World" betroffene Personen des öffentlichen Lebens bekommen nach Angaben des Medienkonzerns von Rupert Murdoch Entschädigungszahlungen. Wie Murdochs britische Zeitungsgruppe News International am Dienstag mitteilte, entschuldigte sie sich bei den Opfern und erklärte ihre Bereitschaft, "angemessene Summen" zu zahlen.
Zu den Betroffenen gehören der frühere Geliebte der verstorbenen Prinzessin Diana, James Hewitt, der Sohn der verstorbenen Fußball-Ikone George Best, Calum, der frühere liberaldemokratische Abgeordnete Mark Oaten und das Model Abi Titmuss.
News International hat früher bereits dutzende Einigungen mit Abhöropfern erzielt, darunter die Schauspielerin Sienna Miller. Im Juli war herausgekommen, dass Journalisten der "News of the World" des Medienmoguls Murdoch jahrelang Handymailboxen von Prominenten und Angehörigen getöteter Soldaten sowie Kriminalitätsopfern abgehört hatten.
Die in Teilen bereits früher bekannte Affäre führte zur Einstellung des Blatts sowie zum Rücktritt von Vertrauten Murdochs und ranghoher Polizisten. Auch Premierminister David Cameron geriet vorübergehend unter Druck, weil er den ehemaligen "News of the World"-Chefredakteur Andy Coulson als Sprecher beschäftigt hatte. (APA/AFP)