Kärnten und NS-Opfer

Notorisch unbelehrbar

Kommentar | Petra Stuiber , 20. Dezember 2011, 18:55

Die Aktion sagt mehr über die Gedankenwelt dieses Kärntner Politikers aus als jede politologische Analyse

Das wird das Kärntner Budget wahrlich sanieren: Der Kärntner Soziallandesrat Christian Ragger streicht 300 hochbetagten NS-Opfern die Weihnachtszuwendung und spart somit auf einen Schlag 22.000 Euro.

Für die alten Menschen, die einst unter Lebensgefahr gegen das Nazi-Regime gekämpft haben, hat der forsche Blaue offenbar nur Verachtung über. „Die kriegen die 75 Euro eh weiter", sagte er flapsig zum Standard, "die" müssten halt künftig nur ein Ansuchen stellen, in dem sie um "Hilfe in besonderen Lebenslagen" ersuchen.

Der Satz und die Aktion sagen mehr über die Gedankenwelt dieses Kärntner Politikers (und seiner Gesinnungsgenossen) aus als jede politologische Analyse. Jörg Haider wäre wahrlich stolz auf seine Erben: Denn erstens handeln die ganz in seinem Geiste - und nach seinem Verständnis von "sozialer Verantwortung", wenn sie ihre Landsleute zu Almosen beziehenden Untertanen degradieren. Zweitens zeigt der Fall wieder einmal, dass sie weder willens noch in der Lage sind, die historische Mitverantwortung an den größten Verbrechen der Menschheit anzuerkennen. 

Wer geglaubt hatte, die Kärntner Ortstafel-Einigung sei ein erster Schritt zur politischen Läuterung gewesen, wird eines Schlechteren belehrt. Die Kärntner Regierungspartei und ihre Anhänger ändern sich offenbar nie. Das Land bleibt historisch uneinsichtig, politisch unsensibel und für den Rest Österreichs Anlass zum häufigen Fremdschämen. (DER STANDARD; Printausgabe, 21.12.2011)

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Posting 1 bis 25 von 52
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the photographer
01
Querfinanzierung?

Der LH und seine Entourage haben wohl jedes vernünftige Maß verloren. Sie gehen davon aus, dass ihr Wille Gesetz sei. Sie tun so, als ob ihnen dieses Land gehöre. Immer öfter beginnt deren private Meinungsäußerung mit der Einleitungsformel "Wir Kärntner...". Als ob es einen allgemeinen Konsens gäbe? Deshalb geht man wohl auch mit den Geldmitteln des Landes so um, als handle es sich um den privaten Säckel.
FPÖ/BZK/FPK-Redote (?) mit öffentlichen Geldern finanzieren? Zum wiederholten Male? Ein Teil dieser Redoute-Finanzierung wird durch die gestrichenen bescheidenen Jahreszuwendungen für die Nazi-Opfer eingespart, (300 x 75€ = 22.500€) Herr Ragger? Das ist niederträchtig! 25.000€ für hybride Selbstinszenierung aus dem Landessäckel?

Wieviel Demokratie ist es bitte?
04
21.12.2011, 17:34
Als Held

wurde ja hier tiny Ostermayerchen gefeiert, als er sich, im Auftrag des Bundesboulevardinserierers Faymann, Artikel 7 von den Nazis runterverhandeln und marginalisieren ließ.

Das ist der absolut falsche Umgang mit dem politischen Personal in Kärnten.

Wie sich - nicht überraschend - herausstellt.

Mit Faschisten verhandelt man nicht, sondern setzt sie konstantem, robusten Druck von allen Seiten aus und übt Staatsräson.

Wobei die robustesten Varianten angemessen sind.

Insbesondere, wenn man es mit verschlagenen, hinterhältigen, dummdreisten Nazis zu tun hat.

SPÖ und ÖVP setzen aber auf Kollaboration und sind damit Mitschuld an Desastern wie jenes nun, weiteren Desastern und einem Nazi als Parlamentspräsident.

santa fe
 
00
24.12.2011, 23:11

jawohl, dieser betrug an der slowenischen minderheit unter mitwirkung des bundespraesidenten wird von zukuenftigen historikern als anfang des endgueltigen untergangs der 2. republik erkannt werden, die ihr staatsgrundgesetz ausser kraft gesetzt hat.

centerum censeo
24
21.12.2011, 16:54
ich mache seit 20 jahren genau deswegen keine urlaub mehr in kärnten.

habe jahrelang am wörthersee urlaub gemacht, aber mir ist vor 20 jahre der faden gerissen: wildeste verbale nationalsozialistische wiederbetätigung der pensionsinhaberin in pörtschach, empörte holländische urlaubsgäste, anzeige bei der örtlichen gedarmerie, einziger effekt: schallendes gelächter der diensthabenden herren mit dem kommentar: wenns ihna nit passt, dann fahrns halt zu de tschuschn aufn urlaub. mach ich doch glatt, wer auch immer diese tschuschn sein mögen.

the photographer
01
Diese Polizeireaktion...

...bahnt den Weg zur Begründung einer Strafe gegen eine freie Meinungsäußerung auf einem T-Shirt am Villacher Kirchtag, wo es heißt: ENTARTETE MEINUNGSÄUSSERUNG.
Da scheint der Adolf noch eifrig in den Polizistenhirnen zu rumoren. Und keinen stört's?

Cthulhu fhtagn
00
21.12.2011, 16:42
Dieser Artikel (speziell der letzte Absatz) trifft den Nagel auf den Kopf!

Traurig...

muppetbasher
00
21.12.2011, 15:26
In Kärnten gäbe es ja andere, schnelle Möglichkeiten:

Vielleicht der Herr Haselsteiner, der Herr Glock oder die Frau Horten oder.......

In jedem Fall eine Möglichkeit, die Effen einmal richtig zu blamieren!

Edmund der Fröhliche
11
21.12.2011, 14:08
Jeder muss sparen!

Schreck
00
21.12.2011, 16:02

Außer halt die Banken, die Großkonzerne, die Millionäre und Millonärinnen.

Sparen müssen vor allem die Studis, die Armen, die Nazi-Überlebenden.

Huzzah!

theWatcher14
00
21.12.2011, 14:04
Tauschen wir doch...

...endlich Kärnten gegen Slowenien.

Der Doktor
02
21.12.2011, 13:25
das traurige ist...

...dass die wieder gewählt werden und weiter ihr unwesen treiben können. eine schande für dieses schöne land. kein wunder, dass alle kärntner mit hirn inzwischen in wien leben...

paul raml
00
21.12.2011, 14:40

leider, eine widerliche begleiterscheinung.

Plinius
18
21.12.2011, 12:55
eine Drecksbande...

...sonst gar nichts. Ich kann nur allen raten Finger weg von Kärnten. Solang solche Typen dort das Sagen haben auch keinen Urlaub in diesem Bundesland antreten...

[sic!]ut.at
 
00
21.12.2011, 11:02
V995
112
21.12.2011, 11:01
kein urlaub mehr in kärnten

Edmund der Fröhliche
21
21.12.2011, 14:10
Wie beim Adi: kein Urlaub mehr in Österreich! Bringt uns glaube ich nicht weiter.

Außerdem haben die Kärtner echt lässige Events am Wörthersee, wäre echt schade, da nicht mehr hin zu fahren.

paul raml
02
21.12.2011, 14:41

mundi, dann bleib dort, wenns dir so gut gefällt. lei lei

Demokrit 007
54
21.12.2011, 09:52
Nordslowenien ..

... raschest den Slowenen anbieten. Hoffentlich nehmen die diesen braun-blauen Wurmfortsatz. Dann erleben 48% der Kärntner endlich mal was es heißt, Minderheit im eigenen Land zu sein. Ich gönns Ihnen !

die rote baronin
24
21.12.2011, 10:48
Zum 100sten Mal:

Wenn Leute wie Sie, Kärnten als Nordslowenien bezeichnen, nur um die Kärntner zu beleidigen ... beleidigen Sie genau wen?
Und wer sind die 48% der Kärntner. Wohl nicht die FPK-Wählerinnen, weil die sind weniger (% der abgegebenen Stimmen sind nie % der Bevölkerung!).
Zudem: die Kärntern sind auch in Ö eine Minderheit (verstehen Sies?)

Wenn die Scheuch-party nur die Hälfte gekostet hätte, würde man mit der anderen Hälfte den NS-Opfern wohl einige Jahre dieses Weihnachtsgeld geben können.
Zum fremdschämenden Rest Österreichs: Strache ist ja sooo viel besser!

theWatcher14
00
21.12.2011, 14:06
Baronin

100x reicht, denke ich. Gehen Sie ein wenig in den Garten spielen.

omar chamra
03
21.12.2011, 09:08
Vielleicht sollte Kärnten mit dem Spruch "Bei uns ist nicht nur das Jankerl

braun.

Pintinho
00
21.12.2011, 09:03
Bundesregierung Ersatz

Springt stattdessen die Bundesregierung ein?

rapunzels frisör
09
21.12.2011, 08:28

Eklig!
Ganz ganz eklig!

Carlos Clementin
02
21.12.2011, 06:12

Wir, primitives Volk haben lieber ein Satdion und eine 11, die keiner braucht...

Thomas Geißler
71
20.12.2011, 23:05

Dass es in dieser regen Zeit, wo es noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. Und das ist eine Basis, meine lieben Freunde, die auch an uns Junge weitergegeben wird. Und ein Volk, das seine Vorfahren nicht in Ehren hält, ist sowieso zum Untergang verurteilt. Nachdem wir aber eine Zukunft haben wollen, werden wir jenen Menschen, den politisch korrekten, beibringen, dass wir nicht umzubringen sind und dass sich Anständigkeit in unserer Welt allemal noch lohnt, auch wenn wir momentan nicht mehrheitsfähig sind, aber wir sind den anderen geistig überlegen.

- Jörg Haider, 1995

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