ÖH-Wahl

Töchterle und Hochschülerschaft arbeiten an Wahlrechtsreform

20. Dezember 2011, 14:33

Minister kündigte bei BSA-Lecture "mehr direkte Demokratie" bei nächsten ÖH-Wahlen an - ÖH rechnet bis Anfang nächsten Jahres mit Gesetzesentwurf

Wien - Wissenschaftsministerium und Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) arbeiten an einer Reform des ÖH-Wahlrechts. Minister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hat bei einer Lecture des BSA (Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen) am Montagabend "mehr direkte Demokratie" angekündigt und damit die Wiedereinführung der Direktwahl signalisiert, heißt es in einer BSA-Aussendung. Aus dem Ministerium hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage, man sei diesbezüglich in Gesprächen mit der ÖH und warte auf deren Konzept. Die Studentenvertreter rechnen bis Anfang 2012 mit einem gemeinsamen Gesetzesentwurf.

Nach einer Reform des ÖH-Wahlrechts gibt es die Direktwahl seit 2005 nur noch für die 21 Universitätsvertretungen (UV) und die Studienvertretungen. Die Mandatare für das bundesweite Studentenparlament, die ÖH-Bundesvertretung, werden seither von den UV entsandt. Die ÖH hat bereits im April einen diesbezüglichen Vorschlag an das Ministerium geschickt, wie es am Dienstag heißt. "Wir sind zuversichtlich, dass es zu einer Reform kommt", so das ÖH-Vorsitzteam. Die nächste ÖH-Wahl steht im Mai 2013 an.

Sowohl ÖH als auch BSA wünschen sich eine ÖH-Direktwahl. "In unserem Bildungsmanifest haben wir bereits eine Stärkung der Mitbestimmung von Studierenden gefordert", so BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny, "neben der ÖH-Direktwahl wäre auch ein Ausbau der studentischen Mitbestimmung in universitären Gremien längst überfällig." Die Bestätigung der angekündigten Hochschulmilliarde bezeichnete er zudem als "begrüßenswerten Schritt hin zu einer ausreichenden Finanzierung, die wir seit jeher fordern". (APA)

Kondratjew -Zyklus
 
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21.12.2011, 01:18
Eine Wahlrechtsreform kann eine obsolet gewordene Einrichtung (übrigens des Ständestaates) nicht wiederbeleben.

el gomero
00
21.12.2011, 19:09
Demokratie - eine "obsolet gewordene Einrichtung des Ständestaates?"

Merkwürdige Anschauung.

Kondratjew -Zyklus
 
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21.12.2011, 20:40
Von "kratein" (herrschen) kann man bei der ÖH wohl nicht sprechen.

Ich halte die Studentenvertretung aber unverzichtbar als Kaderschmiede für zukünftige Führungskräfte.

Christian Mathias Sand
 
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21.12.2011, 10:56

Nach meiner Erfahrung zahlt sich studentische Mitbestimmung aber aus – Studierende sind in den diversen Kommissionen nicht selten die einzigen, die einen Überblick über das gesamte Fach haben und auch ein Gefühl dafür, was organisatorisch machbar ist. Sie verhindern nicht selten den größten Unsinn, schreiben aber auch ganze Curricula und nehmen der Administrationen einen Haufen Arbeit ab. Außerdem sind sie sehr billig – das meiste passiert ehrenamtlich oder gegen Unkostenentschädigung.

Wirklich relevant ist die ÖH erst mit dem UOG geworden, lange nach dem Ständestaat. Obwohl man es da teilweise bis zur Selbstlähmung übertrieben hat, ist das UG-Chaos noch viel schlimmer.

Kondratjew -Zyklus
 
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21.12.2011, 17:40
In der Zwischenkriegszeit hieß man "Hochschülerschaft Österreich".

Und dort werkten etwa Josef Klaus und Heinrich Drimmel.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%... Clerschaft

byron sully
12
20.12.2011, 14:55

direktwahl auf ALLEN ebenen und passives wahlrecht für ausländische studierende MÜSSEN meiner meinung nach auf jeden fall bestandteil der wahlrechtsreform sein.

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