Unbeschwerter Genuss

Schlemmen während der Feiertage

20. Dezember 2011, 12:14
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    foto: rolf handke/www.pixelio.de

    Nicht immer ein Geschenk für den Magen: Weihnachtliche Schlemmereien

    Foto: Rolf Handke/www.pixelio.de

In den nächsten Tage muss der Gastrointestinaltrakt Schwerstarbeit leisten - Tipps, damit Weihnachtsbraten und Silvester Buffet nicht sauer aufstoßen

Regensburg - In den Weihnachtsfeiertagen kommt einiges zusammen: Üppiges Essen und Trinken, viel Alkohol, Häppchen zwischendurch - und meist auch viel zu wenig Bewegung. Das kann die Verdauung auch bei gesunden Menschen überfordern.

Je fetter und alkoholreicher die Mahlzeit, desto unbekömmlicher ist sie. Das liegt unter anderem daran, dass sich der Körper an eine genaue Reihenfolge hält, nach der die Bestandteile der Nahrung verwertet werden, betont der deutsche Online-Reportagedienst obx-medizindirekt: Zuerst werden die Alkoholkalorien verbrannt, denn die kann der Organismus nicht speichern. Und jedes Gramm liefert immerhin sieben Kalorien. Danach kommen die Kohlenhydrate dran, die unter anderem in Brot, Kartoffeln, Reis, Gemüse oder Nudeln enthalten sind - pro Gramm etwa vier Kalorien. An dritter Stelle wird das Eiweiß aus Fleisch, Fisch, Eiern, Getreide, Hülsenfrüchten oder Gemüse verwertet - pro Gramm ebenfalls vier Kalorien. Und erst zuletzt kommen die Fettkalorien dran - neun Kalorien pro Gramm. Ist der Bedarf des Körpers schon durch Alkohol und Kohlenhydrate abgedeckt, gehen alle anderen Kalorien ausnahmslos auf Bauch und Hüften.

Mit Fett fertig werden

Mit der Verdauung einer fetten Gans oder einer Ente tut sich der Körper besonders schwer. Bitterstoffe erleichtern dem Magen-Darm-Trakt die Arbeit. Sie finden sich beispielsweise in Ruccola, Brokkoli, Artischocken oder Radicchio, regen Galle und Bauchspeicheldrüse zu vermehrter Freisetzung von Verdauungssäften und den Darm zu verstärkter Aktivität an.

Viel Fett, wenig Ballaststoffe, ist keine gute Kombination, denn gerade Ballaststoffe bringen den Darm auf Trab. Unter Ballast- oder Faserstoffen werden unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Nahrungsmittel wie Getreide, Gemüse, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten verstanden. Sie sorgen für eine größeres Darmvolmen und erhöhen den Wassergehalt.

Duftende, wohlschmeckende „Arzneien"

Das Mahl ist kurz - die Reu ist lang. So könnte man das bekannte Sprichwort abwandeln. Denn nach dem üppigen Festmahl kommen oft die Beschwerden: Völlegefühl, Übelkeit, Sodbrennen, Blähungen, Verdauungsprobleme. Der richtige Griff in das Gewürzregal kann schon beim Kochen spätere Beschwerden verhindern. Von Anis bis Zimt: Das Alphabet der gesunder Würzhilfen

Anis: Passt für Kekse ebenso gut wie für Rotkohl, Kompott, Krautsalat oder Apfelmus. Anis regt die Produktion der Verdauungssäfte an und wirkt krampflösend. Ein halbes Dutzend Anisfrüchte zerkaut und 15 Minuten im Mund behalten wirkt unter anderem gegen Mundtrockenheit.

Beifuß: Das klassische Gewürz zur Weihnachtsgans, denn es regt durch seine Bitterstoffe die Galle und den Magensaft an und macht fette Speisen verträglicher. Auch gut für Bauernfrühstück, Schlachtplatten, Ente, Aal oder Hammel. Schwangere sollten übrigens Beifuß meiden, da einer seiner Wirkstoffe eine Fehlgeburt auslösen kann.

Ingwer: In Indien hat Ingwer als Verdauung förderndes Gewürz einen festen Platz bei der Zubereitung von Suppen, Eiergerichten, Geflügel und Wild.

Kardamom: Eine winzige Prise Kardamom und der Bohnenkaffee wird verträglicher. Und das Gewürz kann noch mehr. Die Samen, die man wegen ihrer Empfindlichkeit immer in Kapselform sollte, regen Appetit und Verdauung an, würzen sowohl Gebäck, Kompotte und Süßspeisen, als auch Blutwurst, Kochschinken und kalten Braten.

Koriander: Das aus Nahost oder Afrika stammende aromatisch-scharfe Gewürz fördert die Verdauung, wirkt gegen Blähungen und Durchfall. Es passt hervorragend zu asiatischen Gerichten, zu Salsa-Soßen, aber auch zu Gulasch, Wild, Geflügel und Süßspeisen.

Kümmel: Wer zum Gänsebraten ein gut mit Kümmel gewürztes Sauerkraut reicht, hat für die Verdauung schon eine Menge getan. Kraut gilt als „Darmbesen", der auch fette Speisen durchfegt. Und Kümmel unterstützt die Gallentätigkeit und verhütet Blähungen. Er passt natürlich auch zu allen anderen Braten, zu Kartoffel- und Gemüsegerichten. Wer nicht so gerne auf Kümmelkörner beißt, kann entweder gemahlenen Kümmel verwenden oder Kümmel in einem Leinensäckchen mitkochen.

Kurkuma: Das auch Gelbwurz genannte scharfe Würzpulver, das in jeder Currymischung enthalten ist, regt die Galle an - aber nicht auf. Gelbwurz sollte wegen ihrer Schärfe nie zum Färben von Kuchen, sondern nur für salzige Gerichte verwendet werden: Sie passt von Reis bis Curry, von Huhn bis Schwein.

Lorbeer: Die aromatische Zutat passt zu Sauerkraut, Bratensaft und Kartoffeleintöpfen. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung an.

Majoran: Bewährt sich als Verdauungshilfe bei fetten Fleischgerichten, Leberwurst, Bratkartoffeln, Hackbraten oder weißen Bohnen.

Nelken: Sie gehören nicht nur ins klassische Rotkraut, sondern natürlich auch in den winterlichen Glühwein. Da Nelken den Appetit anregen, Blähungen vertreiben und selbst bei Magengeschwüren gut verträglich sind, können sie als gesundes Würzmittel für Fisch, Wild, Gulasch, Eierspeisen, ja selbst für Pizzas eingesetzt werden.

Oregano: Hilft alles, was fett und üppig ist, besser zu verdauen: Pizza, Lamm-, Fleisch- und Gemüseeintöpfe, Tomatengerichte und Nudelsoßen.

Pfeffer: Ob weiß, grün oder schwarz - Pfeffer erhöht den Speichelfluss und verbessert die Verdauung.

Piment: Wenn man die getrockneten Früchte des Myrtengewächses Pimenta dioica sparsam verwendet, wirkt es auch nicht aufdringlich. Es regt Appetit und Verdauung an und wird bevorzugt zu Fisch, Wild, Spinat, Suppen und Eintöpfen verwendet. Angeblich passt es zu allem - deshalb heißt es heute noch im Englischen „Allspice".

Rosmarin: Ein Gewürz, das über die Anregung des Gallenflusses die Fettverdauung unterstützt. Es passt gut zu Schweinefleisch, fettem Geflügel, Kohlgerichten und Kartoffelspeisen.

Senf: Durch seinen Gehalt an Allyl-Senföl reguliert Senf die Fettverdauung und den Stuhlgang. Senfkörner sollten nie stärker als 60 Grad erhitzt werden. Senf passt zu Sauerbraten, Rindsrouladen, Bohnen- und Kohlgerichten.

Zimt: Zimt passt nicht nur in den Grießbrei sondern eignet sich auch als Zugabe zu Hackfleischgerichten, Geflügelfüllungen, Wild und Lamm. Das duftende Gewürz stimuliert die Magensaftsekretion und wirkt appetitanregend. (red)

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Morpheus Sandman
 
00
27.12.2011, 20:03
So viele Fehler in einem Artikel......

Anis passt zu "Rotkohl"... in Österreich immer noch Rot- oder Blaukraut!
Kardamon: "Die Samen, die man wegen ihrer Empfindlichkeit immer in Kapselform sollte..." Verb fehlt
Koriander ist sicher nicht scharf, weder als Kraut, noch als Samen
Kurkuma: ein scharfes Würzpulver? Selbst ein gehäufter Esslöffel würde nicht als scharf empfunden werden, der Geschmack ist eher aromatisch, mild & ätherisch.
Majoran: "Hackbraten"? isst sicher niemand in Ö

nina yankow
00
31.12.2011, 12:00

In Vorarlberg isst man Hackbraten.
Und Koriandersamen haben schon eine gewisse Schärfe.

Dramaqueen
50
21.12.2011, 20:34
Vor allem Nahrungsenzyme unterstützen die Verdauung der Speisen

http://www.algavital.com/New/start... =3&spkz=dt

enthalten alle Enzyme die zur Aufschliessung von Fett, Stärke, Milchprodukten etc. notwendig sind.

A Voice
02
23.12.2011, 14:21
und zack

da ist sie, die Schleichwerbung für ein Eso-Nahrungsergänzungsmittel. Echt widerlich.

waniwiadawödua
00
21.12.2011, 17:42
das bisserl essen, kann man trinken auch...

waniwiadawödua
00
21.12.2011, 17:40
einen großteil der oben angeführten gewürze

gibt´s auch in gebrannter form. ist dann noch bekömmlicher.

Med Austria
00
21.12.2011, 14:55
Lichtfasten?

ziegenhals
 
51
21.12.2011, 12:46
kann mir net passieren

bin veganer

myope
01
22.12.2011, 08:43
oh. das tut mir leid. dagegen gibts aber sicher auch was!

keywords
04
21.12.2011, 13:11

veganer trinken keinen alk, essen keine kohlenhydrate und niemals fett?

das ist mir neu. dachte, die beuten einfach nur keine tiere aus.

mitchfizzl
11
21.12.2011, 13:06

darum klicken sie anscheinend auch auf einen artikel, der ein fettes gansl als titelbild hat....alles klar!!

tinyurl.com/3xewuoh
00
22.12.2011, 13:32

also gut ich bin kein politiker folglich darf ich keine politischen artikel lesen, geschweige meine meinung dazu kundtun.
sport betreibe ich auch nicht auch da hab ich keine berechtigung.
wissenschaft wirtschaft technik und so weiter hab ich auch nicht studiert auch diese themen sind tabu.

wissens was ich zieh jetzt nun in den wald und wo wie was und warum interessiert mich nicht und meine meinung schon gar niemanden.

danke für ihren geistreichen beitrag.

Freddie_Freeloader
02
21.12.2011, 12:34
die lösung ist ganz einfach: die leut sollen halt nicht so viel fressen, bis die schwarte kracht

Otto Maximalverbraucher
01
21.12.2011, 15:28

Was wäre denn das für ein Fest?!

MondXicht
10
21.12.2011, 13:23

Aber das ist doch ihre "Freiheit" zu konsumieren; unsere Heilsreligion!

üawhr
04
21.12.2011, 11:27
Es kommt nicht darauf an,

was Du zwischen Weihnachten und Neujahr isst, sondern was Du zwischen Neujahr und Weihnachten isst.

Mann40
01
21.12.2011, 10:54

Danke für den guten Artikel :-)

Got Your Nose!
00
21.12.2011, 09:28

bei uns gibts einen gefüllten schweinsbraten (lechz) mit allerlei beilagen. ich ess aber trotzdem nicht wie ein mähdrescher bis mir schlecht wird. man kann sich den spaß schon einmal antun, aber eben nicht übertreiben!

Otto Maximalverbraucher
00
21.12.2011, 08:26

Andererseits, wenn man das ganze Jahr nicht zuviel fastet, ist es nicht so eine Umstellung zu Weihnachten. Hinten drauf die erwähnten Kräuter in Form eines Fernet einwirken lassen und zurück vor den Fernseher. So wird Weihnachten traditionell bei uns gefeiert.

smutye
02
21.12.2011, 08:54
umstellung?

als ob der durchschnittsoesterreicher unter dem jahr anders essen wuerde.
der artikel ist diesbezueglich schon ein wahnsinn ...

krikri
40
21.12.2011, 00:50

wenn ich mir vorstelle wieviele tiere zusätzlich zu den für normale zeiten "erzeugten" erzeugt werden, bringe ich nicht mal die vanillekipferl runter. und das alles auf grund eines unbefleckten märchens...vor allem wenn man sich die geschichte der letzten zweitausend jahre ansieht, was der erlöser alles zugelassen hat...eine einzige absurdität

Med Austria
02
21.12.2011, 14:58
Ich esse gerne Tiere...

gerade an Weihnachten... und der freie Wille der Menschen - zumindest jener in Führungspositionen - ist unbenommen, es erübrigt sich also im Esoterischen einen Schuldigen zu suchen. Kein Gott, kein Prophet, kein Erlöser hat das 'zugelassen', das hat unsersgleichen alles fein selbst ersonnen und ausgeführt.

Chief Cohiba
01
20.12.2011, 22:28
Koriander; was...

...ist denn da gemeint - Blätter oder Samen?

Scharf schmeckt davon aber eigentlich nichts, die Samen zumindest eher süss.

rowdy
21
20.12.2011, 20:19

Der erste Beistrich beim Oregano tut weh!

Neuer Nick neues Glück
12
20.12.2011, 21:25

Da war ich schon durchs "Silvester Buffet" leicht betäubt.

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