Sparpaket

Sondersteuer für "Superpensionisten"

20. Dezember 2011, 10:47

Laut Kurier verhandelt die Regierung über einen 10-Prozent-Abzug bei Spitzen-Pensionen von ÖBB, ORF, Nationalbank und Sozialversicherung

Wie der Kurier in seiner heutigen Ausgabe berichtet, soll die Bundesregierung über eine "Sondersteuer für Superpensionisten" verhandeln. Konkret sollen von zehn Prozent der höchsten Pensions-Empfänger der Systeme Nationalbank, Sozialversicherung, ORF und ÖBB eine Sondersteuer von zehn Prozent eingehoben werden. Eingriffe in bestehende Pensionen sind jedoch nur bedingt möglich: Der Verfassungsgerichtshof lässt aus Gründen des Vertrauensschutzes keine raschen und tiefen Einschnitte zu.

Laut Kurier gab die österreichische Nationalbank für 14 pensionierte Direktoren im Jahr 2010 vier Millionen Euro aus. Ein Direktor bekommt im Durchschnitt 285.700 Euro pro Jahr an Pensionszahlungen. Ähnlich großzügig seien die Pensionen im ORF: Angestellte, die vor 1993 in den Dienst des Staatsfunks traten, erhalten auf die ASVG-Pension einen 80-Prozent-Aufschlag zum letzten Aktivbezug. So komme ein leitender Angestellter auf geschätzte 160.000 Euro Jahres-Pension. Ähnliche Privilegien gelten für ÖBB-Pensionisten.

Regierung verhandelt wieder ab 27. Dezember

Über ihre Budgetkonsolidierungsschritte werden die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP  am 27. Dezember verhandeln. Das haben Bundeskanzler Werner Faymann  und Vizekanzler Michael Spindelegger  am Dienstag nach dem Ministerrat bekanntgegeben. Bis März sei Zeit, um dann die notwendigen Beschlüsse zu fassen, sagte Faymann. Auch mit der Opposition soll weiter verhandelt werden. Beide nannten weiter eine Zwei-Drittel-Mehrheit als Ziel, um die Schuldenbremse doch noch in den Verfassungsrang zu heben.

Kanzler und Vizekanzler zeigten sich nach der letzten Regierungssitzung vor Weihnachten um Frieden bemüht und lobten das seit der Klausur am Semmering Erreichte. Gleich nach den Weihnachtsfeiertagen soll in Sachen Budgetkonsolidierung weiter verhandelt werden. "Für uns gibt es keinen Urlaub", gab sich Spindelegger voller Tatendrang. "Den Urlaub, den die Opposition macht, haben sie sicher verdient."

Beide wollen auch noch mit der Opposition reden, Faymann hat nach eigenen Angaben demnächst einen Termin mit Grünen-Chefin Eva Glawischnig. Von einer Einigung sei man hier aber noch weit entfernt. (apa/red/derStandard.at, 20. Dezember 2011)

Kommentar posten
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Dani Düsentrieb
 
00
13.1.2012, 12:43
als hätten die alle

in ihrer "arbeitszeit" nicht schon genug verdient... haben die nix zur seite gelegt?
haben die wirklich einen so aufwendigen lebensstil, dass sie das ganze geld verbrauchen?

wie erklärt man dass den billa- und hoferverkäufern oder krankenschwestern, dass es pensionisten gibt, die mehr geld haben als sie je verdienen können - zum KOTZEN!

Walter Bimini
00
21.12.2011, 21:08
langsam werden die politischen panisch

erste anzeichen des kommenden staatsbankrotts erreichen was jahrzehntelange kritik des rechnungshof nie erreicht hätte.

Mathias Steinlaus
 
00
21.12.2011, 11:43
Sondersteuer für "Superpensionisten"

Populismus?

( https://www.bmf.gv.at/Steuern/T... teuertarif (Rz767ff) )

Hier kann jeder öffentlich sehen, wie besteuert wird.

Höchstsatz über 60.000 Brutto sind 50%!

Wieso kann man nicht mehrere Stufen beim Einkommen machen?

Wer zB 60.000 bekommt hat dann den gleichen Steuersatz wie einer, der 1.500.000 verdient!

Ist das wirklich noch gerechtfertigt?

IvanVeliki
00
22.12.2011, 01:12
gerechfertigt

wenn jemand 1.5 Mio verdient zahlt er € 750.000 Steuer. Ich finde auch, dass das zu viel ist.

eh-wahr
00
22.12.2011, 11:18
Verdienst

Wenn jemand 1,5 Millionen abkassiert heißt das noch lange nicht, dass er 1,5 Millionen auch verdient.

IvanVeliki
01
22.12.2011, 19:59
abkassieren - verdienen

Das ist richtig. Wahscheinlich ist es so, dass sogar sehr viele das gar nicht verdienen, was sie abkassieren. Aber bei der Versteuerung kann man das nicht bewerten. Da zählt nur der Gewinn/Gehalt. Die Bewertung muss früher erfolgen. Unser Pensionsystem ist ein Pyramidenspiel, also ein Betrug. Die Beamtenpensionen sind Betrug². Da wurden die Gehälter vor der Pensionierung oft noch kräftig angehoben. Ich kenne genug in meinem Umfeld. Man müßte eigentlich einen Protestmarsch organisieren.

Gerhard Ingolf
01
21.12.2011, 23:48

Ich seh da schon ein Problem, wenn mir ein Euro den ich von der Steuer absetzen kann mehr bringt als wenn ich einen Euro dazuverdienen kann. Dann geht die Überlegung langsam vom Geldverdienen hin zum Steuerbetrug.

Walter Bimini
00
21.12.2011, 15:01
wie rechtfertigen sie die steuerprogression?

Post-vom-Poster
 
01
21.12.2011, 10:31
Sondersteuer für "Superpensionisten"

ja, und zwar 85% Besteuerung des Überlings, der sich aus der Differenz zwischen der Superpension und dem österr aktiven Durchschnittseinkommen errechnet.

christian waldner
00
21.12.2011, 09:48
das ist falsch

es gibt fuer oebb pensionisten keine aehnlichen regelungen.
die alte regelung war dass der pensionist 83 prozent vom endgehalt erhaelt wobei er drei prozent solidarbeitrag bezahlen muss. bleiben netto 80%.
mfg

pei mei
03
21.12.2011, 09:04
die mittleren Nettojahreseinkommen beliefen lt.Statistik Austria

auf 18.366 Euro ...... um auf die genannte Jahrespension dieser Leistungsträger zu kommen braucht es somit 16 ! Jahre Arbeit für Leute mit einem durchschnitts Nettojahreseinkommen..... wielange ein Mindestlohnempfänger dafür arbeiten muß will ich jetzt gar nicht errechnen weil ich mich das Ergebnis fremdschämen müsste .... G#sindel; Pack ...mehr fällt mir dazu nicht ein

Gerhard Ingolf
00
21.12.2011, 23:51

Sie sollten Nettoeinkollen mit Nettopensionen vergleichen.

rudi ratlos3
12
21.12.2011, 08:46

10-Prozent-Abzug bei Spitzen-Pensionen von ÖBB, ORF, Nationalbank und Sozialversicherung.
aber der kohl ,blecha und schuessel mit ihren 14000 euro pensionen sind natürlich ausgenommen.
diese volldilos hussen das kleine fussfolk gegeneinander auf und ihre pfründe bleiben. aber wir sind ja so deppert und lassen uns alles gefallen

verinus
01
21.12.2011, 09:27

also die genannten pensionen fallen sicher nicht unter fussfolk

Anton Friesl
03
21.12.2011, 08:44
Junge Frauen fliegen wie die Motten zum Licht auf solche Superpensionisten weil sie dabei an die Superwitwenpension denken.,.

Der volkswirtschaftliche Schaden solcher Superpensionen besteht auch darin, dass sie dadurch eine besonders lange Laufzeit haben. Dafür werden unsere Enkel noch zahlen.

Jedenfalls erkennt man, welche Institutionen unsere Regierung als wirklich "systemrelevant" erachtet:

Den ORF als verkapptes Propagandaministerium.

Die ÖNB als Wahrer der Finanzgeheimnisse.

Die ÖBB als Stimmviehherde.

Die Sozialversicherungen als undurchsichtiger Umverteilungsapparat.

frank rosner
01
21.12.2011, 08:12
in zeiten, wenn der gürtel enger gechnallt werdn soll

tauchen immer wieder - div. pesnionsleistung auf - die kritisiert werden. aber wer spez. beim orf hat denn dieses goodie von 80 % genehmigt. sitzt im orf nicht von jeder noch so unwesentlichen partei ein bonze, und der hat auch dafür gestimmt. vom prinzip her sollte man erstmal dem aufsichtsrat eine in den a..... treten, die sind dafür verantwort.lich, das ein "begünstigter" nichts dagegen einzuwenden hat 6stellig im jahr pensionsentöohnt zu werden, ist ja einzusehen. aber für die öfffentlichekt sind es dann "die pensionsbezieher", die schwarz angemalt werden, die erkaubnis erteilten aber ganz andere. dort ist meiner ansicht nach der ansatz. betreift natürlich gleichermaßen managergehälter die "aktiv" sind.

madman
06
21.12.2011, 07:13
die pensionen sind ja kein bemmerl

da frißt einen ja der neid. was müssen diese leute geleistet haben, um sich so eine pension verdient zu haben? enorm.

Dani Düsentrieb
 
00
13.1.2012, 12:47
ja und mein vater

darf nach 45 jahren am bau noch immer nicht pension gehen... wobei da vermutlich nicht mehr als 1200 euro im monat netto raussieht.

Herbert UNGER
40
21.12.2011, 22:48
Ja, madman, genau das ist ihr Problem und zwar:

Sie gehören zur typischen Spezies der Neidgenossenschaft!Und genau diese Sorte fördern die Medien!Einzelne Berufsgruppen werden gezielt gegeneinander ausgespielt!Das sollten Sie erkennen!Ich sage Ihnen auch warum:Weil morgen sind SIE dran, welcher in irgendeinem Belang gekürzt wird.WÄRE IHNEN DAS DANN AUCH RECHT WENN ANDERE IHRE "PRIVILEGIEN"ANPRANGERN???
mit besten Grüßen!

col.moriol
 
01
Entweder Sie gehören selbst zu der Gruppe dieser "Superpensionisten"

oder man darf Sie getrost für die Deppensteuer nominieren. Wenn ich mir ansehe, welche Pensionsversicherungsbeträge ich im Monat dafür abführen darf, dass ich selbst (mit Anfang 30) mit grösster Wahrscheinlichkeit keine nennenswerte Pension mehr erhalten werde, frisst mich nicht der Neid sondern die Wut. Alleine aus Solidarität und Scham sollten sich gewisse Leute überlegen, ob sie nicht ein bisserl zu viel für sich in Anspruch nehmen.

Walter Bimini
00
21.12.2011, 15:06
politisches lobbying macht sich eben bezahlt in unserer korrupten pseudo demokratie

Nexialist
01
21.12.2011, 08:32
500 Jahre Arbeit

mindestens...

zusammengerackert, bis sie nur mehr bucklig gehen können...

ach nein, das sind ja die Mindestpensionisten...

zeitfuchs
31
21.12.2011, 00:08
aufgrund des ungeheuren Finanzierungsbedarfes von 220 Milliarden

in den kommenden Jahren bin ich dafür, daß alle in Österreich wohnhaften Bürger ihr Schärflein zur Sanierung beitragen sollten. Auch jene, die derzeit überhaupt keine Steuer zahlen.

zeitfuchs
01
22.12.2011, 17:20
ich rede selbstverständlich

von der Einkommenssteuer, und nicht etwa von der Mehrwertsteuer. Knapp 15% des BIP gehen aktuell in die Schattenwirtschaft, 26-30 Milliarden in die Korruption, auch die Dunkelziffer im Bereich des Sozialschmarotzertums und der Günstlingswirtschaft ist unglaublich hoch. Daß mit einer konsequenten Bekämpfung dieser Mißstände - ohne zusätzliche Steuern einheben zu müssen - das Staatsdefizit saniert werden könnte, davon spricht leider niemand.

LT81
00
21.12.2011, 09:24

ich kenne keinen der in österreich keine steuern zahlt, die bauern kommen da am nächsten, aber selbst bei denen passieren mal solche fehler.

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