Analyse

Kein erhöhtes Risiko schwerer Erdbeben

19. Dezember 2011, 21:52
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    foto: apa/rolf haid

    US-Forscher haben die starken Erdbeben seit 1900 untersucht ...

US-Forscher widersprechen Befürchtungen, dass die Rate schwerer Beben global gesehen zunimmt - regional aber doch

Washington - Weltweit betrachtet ist das Risiko schwerer Erdbeben heute nicht größer als in den vergangenen Jahrzehnten. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher nach einer Analyse aller starken Erdbeben seit 1900. Ihre Untersuchung widerspreche der zuvor von einigen Experten geäußerten Befürchtung, die Rate schwerer Beben nehme zu, schreiben die Wissenschafter in den Proceedings der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Peter Shearer und Philip Stark von der University of California (San Diego und Berkeley/US-Staat Kalifornien) hatten sich aus den Archiven alle Erdbeben ab Stärke 7,0 herausgesucht, die es zwischen 1900 und 2011 gegeben hatte. Sie prüften dann mit verschiedenen statistischen Verfahren, ob die Verteilung einem zufälligen Muster entspricht.

Zufallsverteilung

Die Auswertung ergab, dass - global betrachtet - das Auftreten schwerer Erdbeben ab einer Stärke von 8,0 einer Zufallsverteilung entspricht. Seit 2004 habe es zwar mehrere Starkbeben gegeben, zu einer ähnlichen Häufung sei es aber auch im Zeitraum von 1950 bis 1965 gekommen. Zudem habe die Häufigkeit etwas kleinerer Beben nicht zugenommen. Es sei bisher keine physikalische Erklärung denkbar, nach der es zwar zu einer Häufung starker, nicht aber zu einer Häufung schwächerer Beben komme.

Problematisch bei der statistischen Analyse sei, dass die Rate schwerer Beben insgesamt sehr gering ist. Seit 1900 habe es nur 16 Erdbeben mit einer Stärke von 8,5 oder darüber gegeben, nur fünf hätten eine Stärke von über 9,0 erreicht. Die Forscher weisen darauf hin, dass trotz des global nicht gestiegenen Risikos in einigen Regionen die Gefahr eines schweren Bebens erhöht scheint - etwa in Chile, Japan oder auf Sumatra. Dort hatte es in jüngerer Vergangenheit starke Erdbeben gegeben. (APA)

Paelantius
00
22.12.2011, 07:53
Möglich, aber warum...

... sollten die Erdbeben zunehmen?

Es ist eine Tatsache, dass die Globale Erwärmung durch den Menschen beschleunigt wird, aber ich wüsste nicht, warum es die Platten der Erde interessieren sollte, wie war es über ihnen ist?

Wüsste auch gar nicht, wie man das beeinflussen könnte...

Vielleicht gibt es ja Jahrhunderte, in denen es mehr Beben gibt wie in anderen.... In meinen Augen absolut nur Zufälle.

081547112
00
21.12.2011, 14:09
sehr interessantes tool zum runterladen

http://www.wolton.net/quake.html
oder
http://earthquake-3d.softonic.de/

e_Neutrino
 
10
20.12.2011, 23:35
Schaun wir mal,...

.
Automatic GEOFON Global Seismic Monitor
http://geofon.gfz-potsdam.de/eqinfo/se... lobmon.php

Trurl
00
20.12.2011, 09:47

Hier ein preprint des Originalartikels zum selber nachlesen:
http://igpphome.ucsd.edu/~shearer/... eprint.pdf

higgs - wozu?
20
20.12.2011, 09:03

irgendwie schaut die statistik anders aus, als es der artikel zu suggerieren versucht:
http://uswgo.com/wp-conten... -and-8.jpg

http://api.ning.com/files/jxU... phblog.jpg

Geislwind
04
20.12.2011, 10:52
Da ist auch nur

die Summe aller Beben über die Jahre aufgetragen.

Und natürlich wurden mehr Beben in den letzten Jahren registriert, weil auch mehr und mit verbesserten Methoden gemessen wurde.

Über die TATSÄCHLICHE Häufigkeit von Beben in der Vergangenheit sagen diese Grafiken nichts aus.

al vvi
02
19.12.2011, 23:43

Also auf diese Aussagen wuerde ich mich nicht verlassen. In Amerika gilt, was nicht passiert ist,
gibt es nicht. Erst das Eintreten in der Realitaet prueft dessen Existenz.

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