Ärztekammer streitet über Rechnungshofbericht

19. Dezember 2011, 20:34

Grüne Standesvertretung fürchtet Vertuschungen rund um internen Wohlfahrtsfonds

Wien - Die scharfe Kritik des Rechnungshofes an der Gebarung des Wohlfahrtsfonds der Wiener Ärztekammer schlägt hohe Wellen. Es ist von intransparenter Auftragsvergabe, üppigen Honoraren ohne Leistungsnachweis, doppelten Abrechnungen und mangelnden Kontrollmechanismen die Rede. Der Fonds, der durch Zwangsbeiträge (15,8 Prozent des Ärzte-Bruttogehalts) finanziert wird und die Pensionen sichert, beläuft sich auf etwa 360 Millionen Euro.

Auf Druck der grünen Ärzte wurde einem Untersuchungsausschuss zugestimmt. Allerdings mit einem Mitglied der Koalition als Vorsitzendem. Die Wiener Grünen forderten deshalb mit Vertretern der Ärztekammer am Montag, den Vorsitz an eine weisungsungebundene Person aus der Opposition zu übertragen.

Leise Entspannung gibt es hingegen im AKH: Nach einer schriftlichen Zusicherung der Uni, dass nicht bei den Journaldiensten gespart werde, ist der angedrohte Streik vorerst vom Tisch. (juh, DER STANDARD, Printausgabe, 20.12.2011)

Sarepta
00
22.12.2011, 01:10

Weg mit der Zwangsmitgliedschaft, wo gibts denn das noch? Warum zum Teufel sollte ein Turnusarzt in Österreich für den Sauhaufen auch noch bezahlen? Die ÄK unternimmt gegen Arbeitsbedingungen und Ausbildungsqualität genau garnichts.

Pflaster Stein
00
21.12.2011, 08:43
15,8%

Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen:
15,8% des Bruttolohnes als Zwangsbeitrag!

Pensionssicherung, Witwen und Hinterbliebenenversorgung, Sicherung bei Arbeitsunfähigkeit sind alles wichtige Dinge. Darüber sollte jeder selbst entscheiden und auch selbst entscheiden, wie er sein Geld verwendet, oder welche Vorsorge er trifft. Es möge sich doch jeder selbst einmal ausrechnen was die Abgabe von 15,8 % seines Bruttogehaltes bedeutet.

hiberman
00
20.12.2011, 11:44

Hui, hui immer diese Omerta. Bis lang kein Posting, selbst der umtriebige hot doc abwesend.

Abseits davon, gibt es eigentlich auch Rechnungshofberichte über die Wohlfahrtsfonds der anderen Bundesländer?

sonne-licht
 
00
20.12.2011, 10:15
gesundheitspolitik

ein grosses thema für die menschen im lande, jedoch anscheinend interessiert es die poster im standard nicht!

warum werden immer mehr menschen krank und die behandlungen werden immer teurer!

wie ich bei einem freund sah das eine zwei monatige therapie alkoholsucht, dem staat euro 15.000,-- kostet bzw. verrechnet wird ohne leistung für den patienten bzw. 15 gespräche a 1-2 stunden für drogensüchtige im jahr auch 15.000,-- bei einer angeblichen psychologien/ärtzin!

wurde mir klar das viele ärzte bzw. gruppeninteressen, das system nur ausnützen um sich zu erhalten! geldverschwendung pur und die politiker lassens zu!

immerhin wurden die 15.000,-- euro vom gemeinderat beschlossen!

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