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Bei den Liftbetreibern von sechs Skigebieten wollte Niederösterreich Anfang 2011 einsteigen - bisher gelang das nur bei dreien.
St. Pölten / Wien - Sechs Skigebiete wollte das Land Niederösterreich vor rund einem Jahr ganz oder zum Teil übernehmen, bei dreien ziehen sich die Verhandlungen aber weiter hin. Bereits seit Anfang 2011 gehören die Lifte am Annaberg, in St. Corona und in Mönichkirchen-Mariensee der NÖ-Bergbahnen-Beteiligungsgesellschaft. Rund 5,6 Millionen Euro sollen dort investiert werden. Bei den Bergbahnbetrieben am Semmering, am Ötscher und am Hochkar wird dagegen nach wie vor um eine Beteiligung gerungen (als Ziel wird ein Anteil von je maximal 24,9 Prozent kolportiert).
Aus dem Büro von Sportlandesrätin Petra Bohuslav (VP) heißt es, die Gespräche mit den einzelnen Bergbahnbetreibern seien nach wie vor im Gange. Einzig die Geschäftsführerin der Semmering-Hirschenkogel-Bergbahnen, Gudrun Eder, beschreibt die Situation ähnlich: Im Jänner könnte eine Entscheidung fallen.
Kontakt halten
Katharina Putz, Geschäftsführerin der Hochkar Sport GmbH, dagegen sagt, man werde das Jahr einmal zu Ende gehen lassen, dann werde man weitersehen. Prinzipielle Bereitschaft sei da, Einigung aber noch keine. Andreas Holzinger, Geschäftsführer der Ötscherlift-Gesellschaft, versichert, Kontakt zu halten, derzeit käme eine Beteiligung der NÖBBG aber nicht infrage, da sich daraus keine Vorteile ergäben.
Das laut Bohuslav "freiwillige Entwicklungsangebot des Landes" sollte der gemeinsamen Weiterentwicklung der Skigebiete dienen und die Nutzung von Synergien, etwa im Marketing oder Beschaffungswesen, ermöglichen. Am Ötscher arbeitet man bereits mit anderen Skigebieten Österreichs bei den Vereinigten Bergbahnen zusammen, die laut Holzinger zum Beispiel im Einkauf gemeinsame Sache machen.
Eine Liftkarte, die in besagten sechs Skigebieten sowie der Gemeindealpe Mitterbach gilt, gibt es seit November dennoch - die NÖ Wintercard. Dass der Winter bisher noch kaum Schnee gebracht hat, sieht man beim Land übrigens gelassen. Die Auslastung in den Weihnachtsferien werde ausschlaggebend sein. (Gudrun Springer, DER STANDARD-Printausgabe, 20.12.2011)
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