Fürstentum wurde 26. Mitglied im europäischen Club der Reisefreiheit
Vaduz - Das Fürstentum Liechtenstein gehört seit
Montag zur Schengen-Zone. Das Land ist damit das 26. Mitglied des
Schengen-Raums, in dem es normalerweise keine Grenzkontrollen gibt.
Liechtenstein ist nach Norwegen, Island und der Schweiz das vierte
Land, das Schengen-Mitglied ist, ohne der Europäischen Union
anzugehören.
Liechtenstein profitiere von diversen Regelungen der Abkommen von
Schengen und Dublin, teilte das Ausländer- und Passamt in Vaduz mit.
So würden an den Grenzübergängen zu Österreich zwar noch
Warenkontrollen, aber keine systematischen Personenkontrollen mehr
durchgeführt. Warenkontrollen sind zulässig, da Liechtenstein mit der
Schweiz eine Zollunion bildet und die Schweiz kein EU-Mitglied ist.
An der Grenze zur Schweiz werden die nach dem Schweizer Beitritt
zum Schengen-Raum im Dezember 2008 montierten Kameras wieder
abgebaut. Auch die verstärkten mobilen Kontrollen im Grenzraum werden
auf den Stand vor der Übergangslösung zurückgefahren.
Kamera-Überwachung und Kontrollen waren eingeführt worden, weil
Liechtenstein nach dem Beitritt der Schweiz zur Schengen-Außengrenze
geworden war, auch wenn das Fürstentum über keinen internationalen
Flughafen verfügt. Die Schweiz und Liechtenstein bilden seit 1923
eine Zollunion. (APA)