Angeblich Führungsfigur darunter
Addis Abeba/Abuja - Die nigerianischen Behörden haben
mehrere Mitglieder der radikalislamischen Sekte Boko Haram
festgenommen, die für zahlreiche blutige Anschläge verantwortlich
zeichnet. Etwa 14 Militante seien nach einem Schusswechsel in der
Stadt Kano im Norden des Landes verhaftet worden, teilte die Polizei
am Montag mit.
Unter ihnen sei Mohammed Aliyu, der als einer der wichtigsten
Köpfe der Sekte gilt. Bei der Aktion seien drei Polizisten getötet
und mehrere verwundet worden.
Angriff auf UNO-Hauptquartier
Die Boko Haram hatte in den vergangenen Wochen immer wieder
Anschläge verübt, darunter auf Märkte, eine Hochzeitsgesellschaft und
eine Schule. Zudem hatte sie sich zu einem Angriff auf das
Hauptquartier der Vereinten Nationen in der Hauptstadt Abuja bekannt,
bei dem im August 23 Menschen getötet worden waren.
Die Sekte terrorisiert das westafrikanische Land seit Jahren.
Allein seit vergangenem Jahr sind bei Anschlägen mindestens 500
Menschen ums Leben gekommen. Die 2002 gegründete Gruppe, die sich
gegen jeden westlichen Lebensstil wendet, bezeichnet sich selbst auch
als "nigerianische Taliban". (APA/dpa)