Polizei verhaftet radikalislamische Sektenmitglieder

19. Dezember 2011, 15:36

Angeblich Führungsfigur darunter

Addis Abeba/Abuja - Die nigerianischen Behörden haben mehrere Mitglieder der radikalislamischen Sekte Boko Haram festgenommen, die für zahlreiche blutige Anschläge verantwortlich zeichnet. Etwa 14 Militante seien nach einem Schusswechsel in der Stadt Kano im Norden des Landes verhaftet worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Unter ihnen sei Mohammed Aliyu, der als einer der wichtigsten Köpfe der Sekte gilt. Bei der Aktion seien drei Polizisten getötet und mehrere verwundet worden.

Angriff auf UNO-Hauptquartier

Die Boko Haram hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Anschläge verübt, darunter auf Märkte, eine Hochzeitsgesellschaft und eine Schule. Zudem hatte sie sich zu einem Angriff auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in der Hauptstadt Abuja bekannt, bei dem im August 23 Menschen getötet worden waren.

Die Sekte terrorisiert das westafrikanische Land seit Jahren. Allein seit vergangenem Jahr sind bei Anschlägen mindestens 500 Menschen ums Leben gekommen. Die 2002 gegründete Gruppe, die sich gegen jeden westlichen Lebensstil wendet, bezeichnet sich selbst auch als "nigerianische Taliban". (APA/dpa)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.