Öffis in Belgien: Diabolo-Zuschlag und Busse, die Wiener heißen

Ansichtssache20. Dezember 2011, 06:15
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Fakten und Tipps aus dem belgischen Öffi-Netz nach einem verlängerten Wochenende in Brüssel und Antwerpen

Auch im Urlaub in Belgien war ich mit den Öffis unterwegs. Dabei entdeckte ich unter anderem "skurrile" Beschriftungen auf Bussen und habe gelernt, dass die Konkurrenz zwischen Wallonie und Flandern auch vor den Öffis der Hauptstadt nicht Halt macht. Mit der Ansichtssache macht der Blog eine Feiertagspause. Ich wünsche den LeserInnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

foto: derstandard.at/blei

Heimatgefühle in Brüssel: Der 95er fährt von der Börse im Zentrum der belgischen Hauptstadt zur Haltestelle Wiener im Südosten der Stadt.

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Heldenhaft: Die Linie 38 ist vom Place De Brouckère bis zum Heldensquare (in Uccle/Ukkel, einem Vorort von Brüssel) unterwegs.

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In Brüssel sollte man aufpassen, welchen Bus man besteigt. Es konkurrieren der größte belgische Transportanbieter STIB (Société des Transports Intercommunaux de Bruxelles), das wallonische Unternehmen TEC (Société Régionale Wallonne du Transport) und der flämische Anbieter De Lijn. Für jedes Unternehmen muss ein seperater Fahrschein gekauft werden.

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Viele Öffi-Ticket-Automaten, die ich in Belgien gesehen habe, akzeptierten kein Bargeld und keine österreichischen Bankomatkarten - deshalb am besten gleich beim Ticketschalter anstellen.

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Für Fahrten vom oder zum Brüsseler Flughafen wird der so genannte "Diabolo Zuschlag" verrechnet, der 2,10 Euro beträgt. Das eingenommene Geld wird in den Ausbau der Öffi-Infrastruktur für den Flughafen gesteckt. Benannt ist er nach dem Unternehmen "Northern Diabolo", das den Bau durchführt.

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Für Personen unter 26 Jahren gibt es in Belgien den so genannten Go Pass. Er kann für 10 Fahrten benutzt werden und kostet 50 Euro. Händisch trägt man Start- und Zielbahnhof ein und kann so um fünf Euro pro Fahrt durch das ganze Land fahren (egal wie weit die Bahnhöfe voneinander entfernt liegen). Außerdem gibt es den Go Pass 1 - dieser kann für eine Fahrt eingesetzt werden und kostet 6,50 Euro.

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Praktisch: In vielen belgischen Städten (im Bild: Antwerpen) zeigen elektronische Tafeln an den Haltestellen, wo sich die Tram, Metro oder der Bus gerade auf der Strecke befindet. (bbl, derStandard.at, 20.12.2011)

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