Familienpolitik

ÖVP fordert gemeinsame Obsorge als "Regelfall"

19. Dezember 2011, 14:13

Familienrechtspaket soll bis 2012 stehen - "Konstruktive Gespräche" mit SPÖ

Wien - Die ÖVP drängt weiterhin auf die Verankerung der gemeinsamen Obsorge als "Regelfall" nach Scheidungen. Das erklärte Justizministerin Karl am Montag anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der ÖVP-"Themenkonferenz" von vergangener Woche. Bei der Konferenz habe die Volkspartei einmal mehr unterstrichen, dass sie eine Familienpartei sei, sagte Parteichef Spindelegger.

Neben der Scheidungs-Problematik habe man dabei auch Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie das Thema Integration erörtert, so der Vizekanzler. Das Familienrechtspaket, in dessen Rahmen auch die Obsorge geregelt wird, soll ja laut Arbeitsprogramm der Regierung spätestens im Herbst 2012 stehen. Karl zeigte sich optimistisch, die SPÖ bis dahin von ihrem Standpunkt überzeugt zu haben: Es gebe "konstruktive Gespräche" mit dem Koalitionspartner, sagte sie. Frauenministerin Heinisch-Hosek trat bisher gegen jede Form von "Automatik" in strittigen Scheidungen ein.

Keine weiteren Kürzungen bei Familien

Familien- und Wirtschaftsminister Mitterlehner erklärte mit Blick auf das anstehende Sparpaket, im Familienbereich dürfe es zu keinen weiteren Kürzungen kommen. Darüber sei sich die ÖVP seiner Einschätzung auch mit der SPÖ einig. Ein Anliegen ist dem Ressortchef die Schaffung familiengerechterer Arbeitszeiten: Der Minister verwies auf eine von ihm initiierte Veranstaltungsserie, bei der Einzelbeispiele von besonders familiengerecht agierenden Betrieben "vor den Vorhang" gebeten wurden. Außerdem verwies er auf die im Oktober geschlossene Bund/Länder-Vereinbarung betreffend des Ausbaus der Betreuungsquote bei Kindergärten (für Unter-Dreijährige) sowie auf die ebenfalls vereinbarten längeren Öffnungszeiten.

Integrationsstaatssekretär Kurz betonte einmal mehr sein Motto "Integration durch Leistung". Als wesentliches Element zur Integration nannte er erneut das Erlernen der deutschen Sprache. (APA)

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K. K. Lacke
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eigentlich müsste man ja wirklich nur die Verpflichtung sich fürs Kindswohl 50h/Woche totzuschuften festschreiben

dann gäbs wohl kaum so viele armutsgefährdete Kindsmütter wie aktuell...

konsens ist nonsens
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Wer von Väterrechten oder Mütterrechten schwafelt hat noch immer nicht kapiert, dass es eigentlich um das Recht der Kinder (!) auf beide Elternteile geht.

Sowohl Väter, als auch Mütter können dieses Recht immer gefährden - daran wird keine Änderung der Rechtslage jemals was ändern. Ändern wird man damit ausschließlich, wie leicht es für die eine Elternseite ist, der andern eins auszuwischen...

schmidi-wien
 
00
23.12.2011, 12:02
Parteichef Spindelegger - es fehlen produktive Arbeitsrunden mit Betroffenen u. Experten, siehe Enquette !

Sorry, aber das die ÖVP eine Familienpartei ist , glaubt im österreichischen Volk oder bei den entsorgten Väter fast niemand mehr.

Seit einem 3/4 Jahr, also April 2011 ist durch die Ministerin Mag. Dr. Beatrix Karl keine einzige produktive Arbeitsrunde oder Expertenrunde ähnlich Enquette zustande gekommen. Justizministerin ist sicher einer der schwierigsten Posten, aber die Väter verlässt der Optimismus und mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder haben jetzt PAS.

Nur die gemeinsame Obsorge ist ZUWENIG es fehlen noch wichtige ergäzende Punkte im KindRäg2012.

1) Mediation
2) PAS - definition Kindeswohl
3) Sanktionen u. geeignetes Druckmittel bei psychischer Gewalt durch PAS oder Besuchskontaktvereitelung.

johannes mayer1
00
20.12.2011, 20:18
Was sind bitte Väterrechte?

Dafür interessiert sich ein echter Singlemann!

lekmido amars
10
26.12.2011, 09:47
Als Vater hast du

das Recht zu schweigen und zu zahlen. Grob gesagt.

johannes mayer1
00
26.12.2011, 22:23
dann ist eh alles Ok!

Peter G
04
20.12.2011, 12:06
".... gemeinsame Obsorge als "Regelfall"...."

Auch wenn's von der ÖVP kommt.

Das wäre ein längst überfälliger Schritt !

Zustimmung !

johannes mayer1
10
22.12.2011, 18:27
und was ist mit jenen Kindern, die kein Interesse mehr an ihren Vätern haben ?

Das schaut mir nach einer Zwangsveranstaltung aus!

konsens ist nonsens
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Ich seh schon die Väter, die sich nix scheren und der KM damit drohen den Lehrvertrag zu kündigen oder das Sparbuch der Kinder zu plündern, wenn sie nicht auf - narürlich immer ungerechtfertigt hohe ^^ - Unterhaltsforderungen verzichten...

Vorstadtmama
 
01
20.12.2011, 10:44
Kinder haben ein Recht auf ihr eigenes Leben...

Sie "gehören" weder dem Vater noch der Mutter. Gemeinsames Sorgerecht sollte eigentlich gemeinsame Sorgepflicht heißen.

manto bamminger
01
20.12.2011, 11:31
ja das wäre gut

jedoch würde dies halt auch bedeuten daß die gerichte in den letzten jahren viele fehler gemacht haben. aber fehler passieren nunmal.

mir erscheint die argumentation sehr dubios, wenn man behauptet daß kind komme in einen gewissenskonflikt wenn die eltern nicht einer meineung sind, und es ist daher besser einen elternteil auszuschließen.
Ich finde diese aussage äusserst grausam, sie zeugt von unverständniss und faschismus.
Wenn ein kind in diesen konflikt gerät, wird es über kurz oder lang, selber die entscheidung treffen einen elternteil auszuschließen, was für alle beteiligten viel weniger schmerzvoll ist.

konsens ist nonsens
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Wären Kinder Erwachsene, könnte man von ihnen auch eine solche reife, rationale Entscheidung verlangen.
Da Kinder aber nun mal Kinder sind und im Laufe ihrer Entwicklung nun mal klare Grenzen, Strukturen und Anleitung (auch Erziehung genannt) benötigen um einen Werterahmen und Kanon erstmal auszubilden auf dem sie dann solche erwachsenen Entscheidungen fällen können.
Wenn man solche Entscheidungen von Kindern verlangt ist das eine pure Überforderung und psychisch enorm belastend für die Kleinen.

Vorstadtmama
 
00
20.12.2011, 14:18
Kinder haben ab einem gewissen Alter ihre eigene Meinung

Deshalb ist es (auch in einer intakten Beziehung) gar nicht so tragisch, wenn sich die Erwachsenen nicht einig sind.

Vorstadtmama
 
00
20.12.2011, 10:54
Insofern kann es gar kein "gutes" Scheidungsrecht geben:

Außer dem Anwalt gibt es nämlich in diesem Fall nur Verlierer.

Vorstadtmama
 
32
20.12.2011, 11:26
Bei den "Väterrechten" ist mir nicht ganz klar, was die Männer da fordern.

Das "Recht" aufs Windelwechseln, Essenkochen, Saubermachen, Wäschevorbereiten, Hausaufgabenkontrollieren? Das ist nämlich das Sorgerecht im Alltag.

Peter G
05
20.12.2011, 12:20
Zwar naheliegend, aber trotzdem bitte nicht pauschal Klischees bedienen.

Ich bestreite nicht, dass viele Väter "Schwierigkeiten" mit Ihrer Rolle als Vater haben.

Faktum ist aber auch, dass eine Frau im Scheidungsverfahren hervorragende Chancen und Möglichkeiten hat, dem Vater - im Bezug auf Kontakt zum Kind und Teilhabe am Aufwachsen - das Leben schwer/unmöglich machen kann.

Allein den Vätern, die am Leben ihres Kindes teilhaben WOLLEN, dies auch zu ermöglichen, rechtfertig, die gemeinsame Obsorge zum Regelfall zu machen.

Ich denke schon, dass die Familiengerichte, in allen Fälle, wo das nicht geht - aus welchen Gründen auch immer - anders entscheiden werden und sollen.

Vorstadtmama
 
00
20.12.2011, 12:45

Solange die Väter am Leben der Kinder teilhaben wollen und nicht umgekehrt, ist alles in Ordnung. Es spricht nichts dagegen, dass er das Kind zum Kindergeburtstag begleitet, mit ihnen zum Erntedankfest geht und bei der Weihnachtsfeier in der Volksschule Zuschauer ist.

sepp schilehrer
01
22.12.2011, 08:12

Und wenn Väter das tun, oder gar nebenbei auch noch ihre Karriere für jene der Mütter hintanstellen und die Mutter brennt durch.....

Dann kann die Mutter immer noch über das Kind verfügen und man wird quasi über Nacht vom Voll-Papa zum Besuchsvater, der mit dem Kind an 96 Stunden im Monat eine Beziehung aufbauen soll.

Finden Sie das ernsthaft gut...?

Alex ;)
01
20.12.2011, 12:13

ja unter anderem. damit haben sie hoffentlich kein problem.

auch väter wollen den alltag mit ihren kindern verbringen.

Vorstadtmama
 
00
20.12.2011, 12:49

Ich hab damit kein Problem...

Karl-heinz Grill
01
20.12.2011, 09:16
bei aufrechter beziehung

können sie gar nicht genug kriegen von väterkarrenz und papamonat....
aber wo geht es um die rechte der kinder?

Vorstadtmama
 
11
20.12.2011, 10:19
..um die Kinder gehts nirgends...

Eine Scheidung ist ein Ego-Tripp unter Erwachsenen.

Vorstadtmama
 
21
20.12.2011, 11:46
Lieber Rotstrichler,

wo gehts im Scheidungsrecht um die Kinder? Es geht um das Recht der Mütter auf Geld und das Recht der Väter aufs Besuchtwerden (zulasten der Kinder, die ab einem gewissen Alter ein eigenes Leben haben).

Alex ;)
03
20.12.2011, 12:17

diese probleme entstehen nur, wenn die besuchszeiten nicht 50/50 geregelt sind.
bei einer 50/50 teilung, würde es für die mutter kein geld geben. und die kinder könnten sich in beiden umgebungen freunde .. suchen. -> sie (kinder) könnten sich dann wenn sie alt genug sind selbstständig entscheiden wo sie ihre zeit verbringen möchten.

Vorstadtmama
 
00
20.12.2011, 14:55
Unterhalt zahlt man fürs Kind und nicht für die Mutter...

Nur weil jemand mehr Zeit mit dem Kind verbringt, heißt das nicht, dass es auf einmal weniger finanzielle Bedürfnisse hat. Eine Scheidung ist sowieso finanzieller Selbstmord für alle Seiten. Da freuen sich nur die Anwälte.

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