Pilotversuch

Bessere Gewichtskontrolle für übergewichtige Schwangere

19. Dezember 2011, 13:37

Jede dritte bis vierte deutsche Frau im gebärfähigen Alter ist übergewichtig

In Deutschland ist jede dritte bis vierte Frau im gebärfähigen Alter übergewichtig. Die zusätzliche Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft führt bei vielen Schwangeren und den Ungeborenen zu Gesundheitsproblemen mit erheblichem Ausmaß. Folgen können für das Kind zum Beispiel ein zu hohes Geburtsgewicht (Makrosomie) sein, das unter anderem durch einen Schwangerschaftsdiabetes der Mutter hervorgerufen werden kann, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin in einer Aussendung.

Risiko für Komplikationen

Übergewichtige Schwangere entwickelten auch akute und chronische Komplikationen, dazu gehört unter anderem auch ein schwangerschaftsassoziierter Hypertonus (Bluthochdruck) oder Präeklampsie beziehungsweise Eklampsie (Krampfanfälle, Anm.). Übergewicht und übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft seien daher im Interesse der Gesundheit von Mutter und Kind zu vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) fördert deshalb das Projekt "Gewichtskontrolle übergewichtiger Schwangerer: Effekte von Telemonitoring der Bewegung und einer Ernährungsumstellung".

Pilotversuch

Die Wissenschafterinnen werden in einem randomisierten, kontrollierten Pilotversuch untersuchen, ob eine innovative Form der Lebensstilintervention die Gesundheitssituation der Schwangeren wirksam verbessern kann. Bei dem Projekt wird mittels eines Sensors, den die Schwangeren tragen, Bewegung, Grundumsatz und täglicher Kalorienverbrauch dokumentiert, an einen Computer gesendet und dort ausgewertet. Die Betreuerin der Schwangeren erhält regelmäßig per Telemedizin die Daten und antwortet in einem wöchentlichen Brief, um die Motivation der Teilnehmerinnen, ihre Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen, zu fördern. Zusätzlich wird ein duales Ernährungsprogramm durchgeführt. Bisher wurden in anderen Studien bereits gute Erfolge zur Gewichtsabnahme erzielt. (red, derStandard.at)

K. K. Lacke
00
19.12.2011, 14:58
komisch, Familienpolitik (gemeinsame Obsorge) ist plötzlich ein reines Frauenthema und wird nurmehr auf diestandard.at behandelt, gleichzeitig findet sich das reine Frauenthema "Übergewichtig in der Schwangerschaft" nur hier wieder

wo genau ist der Sinn dieser sehr willkürlichen Aufteilung?

Plus Lucis
04
19.12.2011, 14:51

Und wurde in den Studien auch geklärt, ob das auch wirklich besser für das Kind ist? Immerhin ist eine leichte Schwangerschaftsdiabetes etwas, was der Fötus mit allen Mitteln erreichen will und der Körper der Mutter abzuwehren versucht, sodass hier schon eine evolutionäre Aufrüstung stattgefunden hat.

Dagmar Rehak Wien
 
01
20.12.2011, 11:34

Der Körper der Mutter wehrt das nur ab, wenn die Ernährungslage schlecht ist. Ansonsten ist er damit einverstanden, den Blutzucker zu Gunsten des Kindes hoch zu halten.

Eine Diät ist aber der helle Wahnsinn. Man weiß aus Studien über Kriege, dass Hunger in der Schwangerschaft beim Kind Schäden in der Gehirnentwicklung verursachen kann, die das ganze Leben bleiben. Noch dazu sind die gerade modernen Vorstellungen von einer gesunden Ernährung eher von religiösen Gefühlen geprägt.

Kathi1609
 
03
19.12.2011, 22:09
Bring doch nicht die "Schwangerschaft und Geburt ist sooooooooooo riskant" - Prediger durcheinander...

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