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Der US-Kongress bereitet ein Gesetz vor, der derzeit für großen Aufruhr sorgt. Die Gesetzesentwürfe "Stop Online Piracy Act" (SOPA) und "Protect IP Act" (PIPA) soll große Medienkonzerne wie Universal dazu befähigen, die Verbreitung von Inhalten aufgrund von Urheberrechtsverletzungen zu unterbinden. Eine Absegnung des Gesetzes wäre auch nicht ohne Folgen für Österreich. Die MPAA (Motion Picture Association of America) und die RIAA (Recording Industry Association of America) wollen mithilfe des SOPA-Gesetzes einen unkomplizierten Weg einschlagen, Internetseiten, die gegen Copyrights verstoßen, zu sperren.
Net-Koalition
Konzerne wie Google, Facebook, AOL und Mozilla haben scharfe Kritik geäußert, da Plattformen wie YouTube oder das soziale Online-Netzwerk von Mark Zuckerberg zur Verantwortung gezogen werden können, wenn ein Titel in ein Video integriert wird, der gegen Copyrights verletzt. Sie haben sich eine Net-Koalition (PDF) gegründet, um gemeinsam ihre Stimme gegen SOPA und PIPA zu erheben.
Kriminellen in die Hände gespielt
Auch Sicherheitsspezialist TrendMicro warnt, dass SOPA Cyberkriminellen in die Hände spielen könnte, um genau das zu machen, wogegen das Gesetz entworfen wurde: "Sopa könnte die gesamte Sicherheit des Internets unterwandern und Kriminellen das Leben einfacher machen." Die Begründung: SOPA setzt am Domain Name System (DNS) an. Durch SOPA seien Internetanbieter gezwungen, ihre Webseiten auf der DNS-Ebene zu blockieren. Die Sperre wird damit zu umgehen sein, indem man einen einen DNS-Server außerhalb des SOPA-Einflussbereichs nutzt. Laien würden einen manipulierten DNS-Server nicht erkennen.
"Nicht effizient genug"
Neben Unternehmen wird SOPA auch von Politikern wie dem US-amerikanische Internetpionier Vint Cerf kritisiert. In einem offenen Brief an den SOPA-Autor und Republikaner Lamar Smith prangert Cerf die revidierte Fassung von SOPA an, wonach "die Verhinderung des Zugriffs auf illegale Daten im Ausland nicht effizient genug" sei. Man könne auf einen ausländischen DNS-Server ausweichen, argumentiert Cerf. (red)
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Es gibt Möglichkeiten, bei denen eine Umgehung ungleich schwerer ist: DNS-Spoofing.
Ein Betreiber, der gezwungen wird, gewisse Anfragen zu blockieren, könnte z.B. per Update in seine Kabelmodems einbauen (oder zur Sicherheit in die Router), dass alle DNS-Requests gefiltert und die Ziel-IP-Adresse umgeschrieben wird, sodass sie nur an den eigenen DNS-Server gesendet werden.
Die Mittel dafür sind z.B. in fast jeder Linuxdistribution dabei: iptables; und auf nahezu allen Kabelmodems läuft Linux.
Einziger Ausweg dafür wären VPNs sowie freie, DNS-Server, die verschlüsselte Requests auf anderen als Standard-Ports empfangen - einzelne gibt es bereits. Derzeit ist diese Konfiguration aber im "führenden" Betriebssystem Windows nicht möglich.
Möchts gerne noch einmal posten:
http://youtu.be/JhwuXNv8fJM
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