Lehrerausbildung

FPÖ will PHs dem Wissenschaftsressort unterstellen

19. Dezember 2011, 12:25

Bildungssprecher Rosenkranz will Doppelgleisigkeiten vermeiden - Plädiert auch für Zusammenlegung des Wissenschafts- und Unterrichtsministeriums

Wien  - Die FPÖ will, dass mit der Einführung einer gemeinsamen Ausbildung für Pädagogen alle Lehrerausbildungsstätten dem Wissenschaftsministerium unterstellt werden. "Um neue Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung zu vermeiden, sollte die 'Lehrerbildung NEU' jedenfalls - wie jede akademische Ausbildung - dem Wissenschaftsressort untergeordnet werden", so Bildungssprecher Walter Rosenkranz in einer Aussendung.

Verortung der Lehrerausbildung noch offen

Derzeit wird nur die Lehrerausbildung für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) an den Unis vom Wissenschaftsministerium verwaltet. Die Pädagogischen Hochschulen (PH), wo Volks-, Haupt- und Sonderschullehrer auf den Job vorbereitet werden, unterstehen indes dem Unterrichtsministerium. Laut den Reformplänen von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) sollen PH und Unis sich künftig gemeinsam um die Lehrerausbildung kümmern, wobei je nach regionalen Voraussetzungen entweder Unis die Federführung übernehmen und Lehrerausbildung an einer "School of Education" anbieten oder aber PH zu "Pädagogischen Universitäten" aufgewertet werden. Die Frage, welches Ministerium künftig verantwortlich sein wird, ist noch offen.

Zusammenlegung der Ministerien

Rosenkranz übt nicht nur Kritik an der vorerst weiter unterschiedlichen Ressortzugehörigkeit von PH und Unis. Er tritt überhaupt für eine Zusammenlegung von Unterrichts- und Wissenschaftsressorts in einem Ministerium ein.

Gleichzeitig warnt er Schmied vor Freude über die steigende Zahl der PH-Studenten. Er äußerte Befürchtungen, dass wegen des Lehrermangels die PH "viele Studenten" aufnähmen, "die für den Lehrerberuf eigentlich nicht geeignet wären". Schmied müsse aber nicht nur den Engpass an Lehrern bewältigen, "sondern auch unter möglichst wenig Qualitätseinbußen bei der Lehrerausbildung", so Rosenkranz. (APA)

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16 Postings
naihoit
00
20.12.2011, 16:29
Nur PädagogInnen sollten LehrerInnen sein dürfen,

alles andere, vor allem die derzeitigen Versuche, gescheiterte MöchtegernwissenschaftlerInnen auf Versorgungsposten an einer PH zu alimentieren, ist falsch.
Was lernen die Leute dort?
Eine liebe Freundin von mir ist HS-Lehrerin, Mathematik, Physik und EDV.
Ich bräuchte ca. 2-3 Tage, um das in Erinnerung zu rufen, was sie für ihren M-Unterricht braucht und weiß auf Anhieb mehr über Physik, als sie jemals brauchen wird.
EDV-Kenntnisse hat sie erst später erworben.
Und dafür ging sie 3 Jahre zur PÄDAK.
Trotzdem ist sie eine sehr gute Lehrerin, weil sie sich für alles interessiert, was ihren SchülerInnen wichitg ist.
Sie weiß, welche Fußballmannschaft gewonnen hat.
Sie kennt die Charts.
Aber in der Pädak hat sie das nicht gelernt.

sternsteinblitz
00
20.12.2011, 20:52

"Sie weiß, welche Fußballmannschaft gewonnen hat.
Sie kennt die Charts.
Aber in der Pädak hat sie das nicht gelernt."

Darum muss alles an die Uni! Dort lernt man das!

fex1
00
20.12.2011, 16:05
Dschungel

Versucht mal an einer PH eine gesicherte Aussage über Art und Umfang einer Lehramtsausbildung zu bekommen. Da erlebt man seine Wunder. Egal wem die PHs zukünftig unterstellt werden, die sind so was von unorganisiert! Frei nach Asterix: ein Haus das Verrückte macht...

sternsteinblitz
00
20.12.2011, 21:05

Es gibt auch gegenteilige Aussagen!
Ein Tipp für Sie, da Sie das offensichtlich benötigen: es gibt 14 PH-Standorte.

fex1
00
21.12.2011, 00:04

Was hat die Anzahl der Standorte damit zu tun das einer von ihnen schlecht bis gar nicht organisiert ist.
Selbst wenn man schon ein Lehramt hat bekommt man keine gesicherten Aussagen über Fort- oder Weiterbildungen. Noch ein Beispiel?
Als Dozent einer im Rahmen der PH abgehaltenen Lehrveranstaltung, fünf Monate auf das Honorar warten zu müssen zeugt auch nicht von übermässiger Professionalität der PH.
Tip für Sie: informieren und dann posten!

sternsteinblitz
00
21.12.2011, 19:15

Offenbar brauchen Sie Unterstützung:

Das Wahrnehmen 1 schlecht organisierten PH, heißt noch lange nicht, dass alle PHs schlecht organisiert sind.
Und zum Ihrem Beispiel: Die Verzögerer sind nicht die PHs selbst, sondern die bezugsauszahlenden Stellen: das bmukk.
Tja, informieren sollte man sich halt, bevor man falsche Schuldzuschreibungen betreibt.

fex1
00
21.12.2011, 20:18

Sama a Schreibkraft an einer PH, die sich die eigene Arbeit schönschreibt?

sternsteinblitz
00
22.12.2011, 19:45

Wenn Sie`s genau wissen wollen: Ich bin einer von denen, die solche Leute wie Sie einladen. Aber wenn ich nun genauer über Sie nachdenke, würde an das an meiner PH nicht wieder vorkommen.

lehrer
00
20.12.2011, 16:03
vernünftiger vorschlag

unglaublich selbst die fpö macht endlich einmal einen vernünftigen vorschlag...furchtbar teure doppelgleisigkeitn im schulwesen....lehrerausbildung an 6 institutionen in österreich reicht vollkommen..und dort die besten lehrenden und auswahl der studierenden..!

Logyal
00
20.12.2011, 12:46
Kompetenzen

Wie ist das mit den kirchlichen päd. Hochschulen ? Wem sollen die unterstellt werden ?
Ist es nach wie vor Ö Wählerwille, dass ein guter Teil der VS-LehrerInnen kirchlich ausgebildet wird ?

sternsteinblitz
00
20.12.2011, 21:07

So ein Pech aber auch, dass gerade die kirchlichen PHs die qualitätsvollere Ausbildung anbieten.
In diesem Forum höchst ungern gesehen.

h 90
00
20.12.2011, 14:49

Das ist schon schaedlich....

Vorstadtmama
 
00
20.12.2011, 09:45
..und ich habe geglaubt, das sei selbstverständlich...

Wenn man Leher mit Hochschulausbildung will, muß man die Leherbildungsanstalten dem Wissenschaftsministerium unterstellen. Wie sonst?

h 90
00
20.12.2011, 14:48

wer will den das?

Kondratjew -Zyklus
 
03
20.12.2011, 03:18
Unterricht und Hochschulen gehören ohnehin in ein gemeinsames Ministerium (ohne Kunst).

Der Chronist
02
19.12.2011, 15:02

Ist ja klar: die FPÖ hat kapiert, dass die SPÖ die PHs für sich will.

Wobei ich im konkreten Fall eher ein abgekartetes Spiel der ÖVP mit der FPÖ vermute. Man bereitet sich eben schon auf die Koalition vor.

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