Vorerst

Wien Energie hält Preise für Strom und Gas unverändert

19. Dezember 2011, 09:23

Die Verschuldensrate stieg auf 124 Prozent. Der Anteil der Erneuerbaren soll im Strom- und Wärmebereich bis 2030 auf 50 Prozent steigen

Wien - Die Wien Energie wird ihre Strom- und Gaspreise vorerst nicht ändern. Es werde über die Heizperiode sicher keine Strom- und Gaspreiserhöhung geben, sagte Geschäftsführer Robert Grüneis. Deutlich ausbauen will die Wien Energie den Anteil der Erneuerbaren Energie sowohl beim Strom als auch im Wärmebereich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende September) entwickelte sich der Wiener Landesenergieversorger stabil.

Deutlich ausbauen will die Wien Energie den Anteil der Erneuerbaren Energien. Im Jahr 2030 soll die Hälfte der Erzeugung aus Erneuerbaren stammen, sagte Wien-Energie-Geschäftsführerin Susanna Zapreva. Derzeit liegt deren Anteil bei Strom bei 11 Prozent bzw. 400.000 Haushalten, bei Wärme bei 18 Prozent. Investieren wolle die Wien Energie in den Ausbau der Erneuerbaren Energien pro Jahr rund 200 Mio. Euro.

Einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Erneuerbaren-Anteils werden die heuer erworbenen Anteile an den Verbund-Wasserkraftwerken am Inn leisten. Wien Energie und EVN haben im Frühjahr zusammen 26 Prozent der Verbund Innkraftwerke GmbH erworben. Investieren werde man auch in Windkraft. Im nächsten Jahr würden mehrere Windparks im In- und Ausland, etwa in Polen und Rumänien, in Betrieb gehen. In Wien setze man verstärkt auf Solarenergie und Geothermie.

Umsatz zwei Milliarden Euro

Der Umsatz lag bei 2,04 Mrd. Euro. Die Geschäftszahlen seien aufgrund der Umstrukturierungen zu Jahresbeginn 2011, rückwirkend zu Beginn des Geschäftsjahres Anfang Oktober 2010, nur bedingt vergleichbar, so die Wien Energie. Unbereinigt lag der Umsatz 18,3 Prozent unter dem Wert des vorangegangenen Geschäftsjahrs. Bereinigt ergab sich ein Plus von 2,5 Prozent. Die Wien Energie GmbH umfasst mittlerweile nur mehr das im Wettbewerb stehende Strom- und Gasgeschäft, also im Wesentlichen Produktion und Vertrieb, sowie die Fernwärme und die Telekom-Aktivitäten. Das Stromnetz und das Gasnetz sind in eigene Gesellschaften ausgegliedert, deren Anteile ebenso wie jene der Wien Energie GmbH direkt von den Wiener Stadtwerken gehalten werden.

Das Betriebsergebnis der Wien Energie lag bei 61,5 Mio. Euro (+2,4 Prozent), das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 82,3 Mio. Euro (+3,3 Prozent), der Konzernjahresüberschuss 80,1 Mio. Euro (+1,9 Prozent). Das Finanzergebnis verbesserte sich um 5,9 Prozent auf 20,8 Mio. Euro.

124 Prozent Verschuldungsrate

Die Zahl der Mitarbeiter halbierte sich durch die Umstrukturierung auf 2.738, davon sind rund 1.200 in der Fernwärme Wien und rund 200 Personen in der Energiecomfort beschäftigt. Die Pensionsrückstellungen sind dadurch auf 574 Mio. Euro (zuvor: 2 Mrd. Euro) zurückgegangen. Die Wien Energie muss der Gemeinde Wien die Pensionsaufwendungen für die ihr zugewiesenen Mitarbeiter ersetzen. Die Zahl der Beamten und Vertragsbediensteten liegt bei der Wien Energie nun bis 900 bis 1.000 Personen, in der alten Struktur waren es rund 3.500.

Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg um 62 Prozent auf 745 Mio. Euro, das EBITDA pro Mitarbeiter um 15 Prozent auf 68,5 Mio. Euro. Die Verschuldensrate (Gearing) stieg - vor allem umstrukturierungsbedingt - auf 124 Prozent, nach rund 97 Prozent.

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17 Postings
BBSS
11
20.12.2011, 08:31
Die Günstlinge wollen finanziert werden

.
Ein so tolles Unternehmen wie die Wienenergie braucht natürlich laufend mehr Geld um den Parteibuch-Günstlingen weiterhin überbezahlte Wenigleisterjobs finanzieren zu können.

Interesasant ist die Entwicklung des Gaspreises international:

http://www.finanzen.net/rohstoffe... -Gas-Preis

Im Chart einmal auf 5 Jahre clicken und nur schweigend betrachten. Und dann die Entwicklung seit 2008 bis heute mit den Gaspreisen der Wienenergie vergleichen.

Peter_23
02
19.12.2011, 12:36
"Im Jahr 2030 soll die Hälfte der Erzeugung aus Erneuerbaren stammen"

Das wird aber sehr kräftige Preissteigerungen nach sich ziehen. Sehr schlecht.

Besser wäre es, wenn auch Wienstrom getrennte Stromtarife, wie es sie schon für Grossanbieter seit Jahren gibt, auch mal für Kleinkunden anbieten würde:

* Da gibt es dann einen eigenen Tarif OHNE Erneuerbaren. Nur Gas/Kohle und importierter Atomstrom und natürlich deren Subventionen. Aber zum Halben oder zu einem Viertel des Preises von den Erneuerbaren.

So eine Tarif wäre sicherlich der Renner. Auch ganz ohne Werbung. Bei den Grusskunden zahlt schliesslich auch fast niemand die völlig überteuerten Kosten für Öko-Strom oder "Erneuerbare".

lesmuts
00
19.12.2011, 20:56

was ist das für eine abstruse Ankündigung? Die letzte Preiserhöhung bei Gas umd satte 9% war doch erst im Herbst - sollen wir jetzt dankbar sein für die Gnade der Wien-Energie sich vorerst damit zufrieden zu geben?

MFC
00
19.12.2011, 12:33
Sie können erhöhen soviel sie wollen -

ich habe meinen Anbieter ohnehin schon gewechselt.

nik.2008
02
19.12.2011, 10:35

.. warum erhöhen - wenn man ohnehin der teuerste ist. Das Zauberwort heißt "Anbieter wechseln"!

Peter_23
10
19.12.2011, 12:41
Bringt nicht so viel

Ausser Sie sind Grosskunde. Aber dann haben Sie auch bei Wienstrom super tolle neidrige Tarife wie z.b. das SMZ-Ost (Spital.) Das zahlt runde 8,- cent/kWh inkl. Brutto , also mit allen Abgaben und (niedrigerer) Steuern.

Der Kleinkunde zahlt hingegen als Vergleich bei der Wienstrom, inkl. Steuern und Zwangsabgaben, runde 21,- cent/kWh.

Bei Anbieterwechsel kommen auch andere Nachteile dazu: Meist müssen Sie dann die Rechnungen per Einziehungsauftrag zahlen - Nicht mehr per Erlagschein. Was vorallem bei unklarheiten Probleme und Nachteile für den Kunden ergibt, da er seinen Geld nachlaufen muss.

Liberaler Atheist
30
19.12.2011, 21:43
Bei Anbieterwechsel kommen auch andere Nachteile dazu: Meist müssen Sie dann die Rechnungen per Einziehungsauftrag zahlen

Warum soll das ein Nachteil sein? Zahlen muss man die Energie sowieso. Wer lieber mit Erlagschein einzahlt, ist eher ein Trottel, weil er mehr Arbeit hat.

clearlake
00
28.12.2011, 20:50
wer anderen zugriff aufs eigene Konto gibt

also "abbuchen läßt", und damit sein eigenes Finanzmanagement aus der Hand gibt, ist erst recht ein .......

Liberaler Atheist
00

Eigenartige Ansicht. Es ist einfach bequemer so.

Jeden ungerechtfertigten "Zugriff" kann man widerrufen lassen und den Einziehungsauftrag von einem Tag auf den anderen stoppen.

Mir ist in 20 Jahren noch keine einzige ungerechtfertigte Abbuchung, die über einen Einziehungsauftrag lief, untergekommen.

nussknacker8
00
19.12.2011, 21:16

ja genau, nur nichts ändern aber über die preise sich aufregen, bei einem abbucher kann man innerhalb von 8 wochen das geld rückbuchen lassen und eine blick auf die rechnung ob zb geschätzt wurde kann auch nicht sparen! Sinn macht es nach jeder jahresrechnung zu wechseln um die einmaligen bonuse kassieren zu können!

nik.2008
12
19.12.2011, 13:28
@peter_23

Ich erspare mir lt. Tarifkalkulator bei Gas & Strom derzeit 160 Euro durch den Anbieterwechsel (für mich viel!). Auch mit den anderen genannten von @peter_23 tu ich mich schwer. Was ist an 2-4 Rechnungen so schlimm (Addition). Früher gabs eine Telefonrechnung Rechnung der Post, heute für Mobilfunk, Internet etc. auch mehrere Rechnungen. Das Argument Zahlschein könnte von meiner 90 jährigen Oma kommen. Beim Lastschrifteneinzugsverfahren gibts 8 Wochen die Möglichkeit den Betrag von der Hausbank rückbuchen zu lassen. Viele Leute ärgern sich lieber über zu hohe Preise (analog Konten - siehe Easybank alle gratis) weil sie zu bequem sind sich mit Alternativen auseinanderzusetzen. Mir leider unverständlich.

arsen hitrach
00
19.12.2011, 12:25
Oder auch:

Warum erhöhen wenn man bereits im April 2011 und im Oktober 2011 Zwei mal vor der Heizperiode erhöht hat?

Mann40
01
19.12.2011, 10:18

was soll das, Wien Energie hat erst vor kurzem die Preise für Gas um 5,5 % erhöht...

Der Große von Gegenüber
00
19.12.2011, 11:23

letzte Woche ist die Jahresrechnung gekommen, ich habs bemerkt ...

aculus populus
 
01
19.12.2011, 09:52
Wienenergie

mittelpreisig wäre noch ok...aber der teuerste Anbieter sowohl von Gas als auch von Strom zu sein ist echt ne Leistung...Hauptsache dämliche Werbungen finanzieren.

ManDi77
00
19.12.2011, 11:12

Bei dämlicher Werbung fällt mir gleich der "wunderschöne" Christbaum beleuchtet mit lauter Spiralenergiesparlampen. Glauben die Werbermacher allen Ernstes, dass dies die Kunden positiv anspricht?

getmeifyoucan
06
19.12.2011, 09:46
man hat ja

diese Jahr schon unverschaemt erhoeht ...... kaum wird der erste Jaenner vorbei sein, werden die naechsten Erhoehungen kommen ..... vielen Dank an die gruenen Mitlaeufer von Haeupls Gnaden in Wien, die jetzt alles mitunterschreiben, was sie frueher als unnoetig angeprangert haben ...

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