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Welche Steuern die SPÖ einheben will

19. Dezember 2011, 12:56
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    foto: apa/schlager

    Die Steuerpläne der SPÖ dürften noch für erheblichen Gesprächsstoff mit der ÖVP sorgen

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Neue Steuerideen der SPÖ sollen vier Milliarden in die Kasse spülen - Widerstand formiert sich seitens ÖVP, FPÖ und BZÖ - Vorschläge für Grüne "teilweise begrüßenswert"

Um das Budget auszugleichen, braucht die Regierung dringend 2 bis 3 Milliarden Euro. Laut Arbeiterkammer könnte mehr als eine Milliarde über Steuern hereingebracht werden, die SPÖ erhofft sich sogar vier Milliarden. Wie das Ö1-Morgenjournal berichtet, hat die SPÖ der ÖVP nun bei den Sparpaketsverhandlungen ein 24-Punkte-Programm vorgelegt.  Es enthält vor allem eines: neue Steuerideen.

Die wichtigsten Punkte im Einzelnen:

1. Erbschaftssteuer neu: Die SPÖ will die Erbschaftssteuer wieder einführen und Erbschaften ab 300.000 Euro besteuern. Die neue Erbschaftssteuer soll rund 500 Millionen Euro in die Staatskasse spülen.

2. Grundsteuer: Die Grundsteuer soll erhöht werden. Konkret will die SPÖ die so genannten Hebesätze verdoppeln, mit denen die Grundsteuer bemessen wird.

3. Vermögensbesteuerung: Die Sozialdemokraten zielen auf Immobilien-, Grundstücks- und Finanzvermögen ab einem Wert von über einer Million Euro ab. Das soll laut Berechnungen der SPÖ 1,5 Milliarden Euro bringen. Allerdings könnte das Bankgeheimnis den Plan der SPÖ durchkreuzen.

4. Solidarabgabe für Topverdiener: Jeder, der mehr verdient als der Bundespräsident, soll noch stärker zur Kasse gebeten werden. Der Steuersatz für Einkommen über 300.000 Euro soll von 43 auf 50 Prozent angehoben werden. Damit will die SPÖ 300 Millionen Euro lukrieren.

5. Umwidmungssteuer: Neben den Spitzenverdienern will die SPÖ auch Grundstückseigentümer stärker zu Kasse bitten. Durch die Umwidmung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen im Bauland lukrieren Grundstückseigentümer in Summe bis zu 3 Milliarden Euro Gewinn pro Jahr. Für die SPÖ stellt dieser Wertzuwachs ein Geschenk und keine Leistung dar. Man könne dies deshalb dementsprechend besteuern, so die SPÖ. Wie hoch die Einnahmen sein sollen, ist allerdings noch offen.

6. Gruppenbesteuerung: Mit der Gruppenbesteuerung legt sich die SPÖ mit der Wirtschaft an. Die Vorteile bei der Gruppenbesteuerung sollen fallen, der so genannte Gewinnfreibetrag soll gestrichen, die Körperschaftssteuer von 25 auf 28 Prozent angehoben werden. Auch die Absetzbarkeit von Managerbezügen will die SPÖ kippen.

SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder hat die genannten vier Milliarden Euro, die mit der kolportierten Liste von 24 Steuerideen eingenommen werden könnten, als "Maximalbetrag" bezeichnet. Nicht alles werde gleichzeitig umgesetzt werden können, "das wäre auch nicht sinnvoll", sagte Schieder. Bei den 24 genannten Steuermaßnahmen handle es sich um ein Diskussionspapier mit einer Liste von Vorschläge, die von verschiedenen Experten zusammengetragen worden seien.

SPÖ will auch bei Ausgaben kürzen

Dem Einwand, dass die SPÖ nur einnahmenseitige Maßnahmen vorschlage, hält Schieder entgegen, dass auch in der SPÖ etwa über stärkere Einsparungen bei Pensionen oder im Öffentlichen Dienst diskutiert werde. Er plädiere für Strukturmaßnahmen sowohl auf der Ausgaben- als auch auf der Einnahmenseite.

Auf einen Prozentsatz, wie viel des Gesamtpaketes auf der Einnahmen- und wie viel auf der Ausgabenseite passieren solle, wollte er sich nicht festlegen. Grundsätzlich plädierte er dafür, nicht so sehr über verschiedene Papiere in der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Schieder für Erbschafts- und Immobiliensteuern

Nach den einzelnen Steuern im Diskussionspapier befragt, meint Schieder, er befürworte vermögensbezogene Steuern, weil diese nicht wachstumsschädlich seien. Konkret hält der Staatssekretär Erbschafts- und Immobiliensteuern für sinnvoll und plädiert bei den Unternehmensteuern für eine Abschaffung oder Einschränkung der Pauschalierungen.

Letzteres fällt für Schieder auch unter Strukturreformen im Steuersystem, um Lücken zu schließen. Die Pauschalierungen sind für ihn ein Strukturproblem in der Wirtschaft - nämlich zwischen jenen, die Pauschalierungen in Anspruch nehmen können und jenen die das nicht können oder auch zwischen Landwirten und anderen Klein-Unternehmern. Theoretisch wären nach Angaben Schieders allein in der Landwirtschaft 300 Millionen Euro bei den Pauschalierungen hereinzubringen. Aber auch bei den Unternehmenssteuern geht es für Schieder um ein Schließen von Lücken.

Ökologisierung des Steuersystems

Der Finanzstaatssekretär tritt für eine Ökologisierung des Steuersystems ein. Sogenannte "Public bads", also schädliche Dinge, könnten demnach stärker besteuert werden. Schieder rechnet hier vor, dass man etwa mit einer Düngemittelabgabe 60 Millionen Euro hereinbringen könnte oder mit einer Kfz-Steuer für Agrarfahrzeuge 110 Millionen Euro. Auch auf Getränke mit sehr hohem Alkoholgehalt könnte man höhere Steuern einführen und auch eine in anderen Ländern schon eingeführte Fettsteuer stellt er zur Diskussion.

Kickl: "Unbeschreibliches Regierungschaos"

ÖVP-Chef Vizekanzler Michael Spindelegger kommentiert vorerst die 24 Ideen der SPÖ für eine Steuererhöhung bzw. neue Steuern zur Budgetsanierung nicht. Über "Medienpunkte" verhandle er nicht, das Papier müsse ihm zuerst vorgelegt werden, bevor er sich dazu äußere, sagte Spindelegger am Montag am Rande einer Pressekonferenz.

Wenn es der SPÖ ein Anliegen ist, darüber zu verhandeln, "dann wird sie mir das vorlegen", so Spindelegger. Mit Spekulationen setze er sich jedenfalls nicht auseinander, sagte er. Er verwies auf das Sechs-Punkte-Sparprogramm der ÖVP, das schon Ende November vorgelegt wurde. "Darüber verhandeln wir." Sollte es jetzt noch weitere Punkte geben, "werden wir gerne darüber reden", so Spindelegger. Vom ÖVP-Wirtschaftsbund und der Industriellenvereinigung kam hingegen ebenso ein striktes Nein wie von FPÖ und BZÖ. SPÖ und ÖVP könnten "nur Steuern erhöhen, da sind sie kreativ", meinte BZÖ-Chef Bucher. Nur für die Grünen - die ja auch auf Vermögenssteuern drängen - sind sie "teilweise begrüßenswert". Geschlossen kritisierte die Opposition aber die koalitionsinterne Uneinigkeit. FPÖ-Generalsekretär Kickl kommentierte die regierungsinternen Diskussionen als "unbeschreibliches Regierungschaos". (red/APA)

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the bugger_off
00
21.12.2011, 10:10
also nach dem sich hier immer noch einige mit etwas verwechseln was sie nicht sind,

nochmal die frage:
wer hat hier eine jahresgage von 300 000 und mehr als 1,5 millionen "auf der bank"?

noch-mittelschichtler bitte hörts auf zu träumen, ihr gehört nicht zur luxus-klasse und die lassen euch nicht mit spielen egal wie sehr ihr ihre interessen schützen wollt!

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
10
20.12.2011, 15:19
Und wo bleibt der Fünfjahresplan?

sonne-licht
 
10
19.12.2011, 21:06
immer das selbe in österreich!

vorschläge werden kritisiert und sparen sollen gefälligst die "anderen"

dumdidum österreich ade triple x!

das ist fix
20
19.12.2011, 19:57
Steuer-Paket

- hat sich jemand etwas anderes erwartet?

Absurderweise hat diese Regierung erst vor kurzem die Steuereinnahmen durch die unsinnige Absetzbarkeit von Spenden reduziert.

Area Man
00
19.12.2011, 18:44
der faymann..

..könnte auch, statt seiner ständigen "europäische ratingagentur gründen" forderung eine initiative zur schliessung von steueroasen einbringen..

würd sicher noch mehr bringen als die erbschafts und vermögenssteuer

maus 14
31
19.12.2011, 18:17

wie geht man in den oberen führungsetagen mit hart erschufteten geldern um-investiert ma,zockt ma
stressresistent muss man sein,dann kann man mit null auch noch mio rausholen(für sich selbst)

Moneymaker
22
19.12.2011, 18:17
Kleptokratie der politischen Klasse!

Höhere Steuern bedeuten mehr Geld, Pfründe, Einfluss und Macht für Funktionäre und Parteien.

Die dringend erforderliche Bundesstaatsreform, eine Reduktion der aufgeblähten Bürokratie, Reduktion der Subventionen auf EU-Niveau, Senkung der Parteienförderung etc. würde Kreativität und harte politische Arbeit erfordern.

Da ist es doch viel einfacher, die Steuerzahler weiter zu belasten und die Privilegien der politischen Klasse zu sichern!

Roky Erickson
25
19.12.2011, 18:21
Steuerzahler ist nicht gleich Steuerzahler

Um die enormen Gegensätze zwischen Arm und Reich zu verschleiern, braucht man sie nur alle zusammen "Steuerzahler" zu nennen. Geht doch ganz einfach^^

Kritiker1A
02
19.12.2011, 18:56
Wenn du als Einzelperson soviel Steuer bezahlten würdest wie 1.000 Arbeitnehmer, dann würdest Du auch meinen dass das reicht.

Und das tut es auch.

Viele Spitzensportler bezahlen in den paar Jahren die Sie den Sport betreiben können immense Steuern, aber wenn Sie den Sport nicht mehr ausüben können (und das ist Standard), dann bekommen Sie davon nichts mehr zurück.

Auch Andere Reiche haben mal Glück und mal Pech, z.b. bei Veranlagungen. Bei Gewinnen zockt der Stadt gleich ab, bei Verlusten stehts alleine da.

Daher muß eine gerechte Steuerreform gemacht werden, wo eben auch Verluste und Gewinne aus verschiedenen Jahren gegengerechnet werden können müssen.

Wenn ich 20 Jahre Arbeite und dann nicht mehr, dann erwarte ich mir von einem gerechtem Steuersystem, dass die 20 Jahre Steuerzahlen aufgerechnet werden, und ich dann eben Steuer refuntiert bekomme.

the bugger_off
00
20.12.2011, 09:18

und wer finanziert den "spitzensport" ?

Rent a Democracy
02
19.12.2011, 20:34
Wenn man das 1000fache verdient kann man gerechterweise auch das 1000fache Steuer zahlen.

Eher sogar noch deutlich mehr, denn der Reiche wird nicht arm, wenn er mehr abgibt, während das beim Armen gleich eine Existenzfrage ist.

Sogar Arbeitslosen greift der Staat ungeniert in die Taschen, aber die Reichen sollen von ihrer Verantwortung verschont werden, oder wie? Das ist ja wohl ein Scherz.

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
20.12.2011, 13:40
und wenn den einmal das pech trifft

dann bekommt er auch das 1000fache an arbeitsloser oder was?
wissen sie was passiert, wenn keiner mehr unternehmer wird?

Gerg K.
00
20.12.2011, 18:52
Also, wenn ich das tausendfache des Existenzminimums verdiene und auch nur das tausendfache der entsprechenden Steuer und das, sagen wir fünf Jahre lang, dann

habe ich soviel verdient, dass ich mir rund 420 Jahre das Existenzminimum leisten kann ohne Sozialhilfe, Mindestsicherung oder Arbeitslosen zu brauchen.....

Area Man
00
19.12.2011, 19:43

20 jahre arbeiten und dann alles refundiert bekommen ?

das klingt ein bissl so, wie der typ der immer sein BGE zeug postet..

hannsib
 
13
19.12.2011, 18:15
Verteilung wieder mehr von oben nach unten

Faktum ist, dass die obersten 10 % in Österreich ca. 65-70 % des gesamten "Volksvermögens" besitzen. Daher muss bei der nächsten "Steuerreform" auch wieder von oben nach unten umverteilt werden. Mir ist natürlich bewusst, dass es derzeit eher nicht um Umverteilung, sondern mehr um Einnahmen geht. Eine grundsätzliche Besteuerung von Vermögen erachte ich daher als sehr sinnvoll, soferne sie nicht wieder dazu benutzt wird, um von unten nach oben umzuverteilen. Man weiß ja nie, Politiker sind da sehr erfinderisch.

Kritiker1A
32
19.12.2011, 19:01
Ist eine Umverteilung den Gerecht ?

Warum sollte ein Genie, dass Leistungen erbringen kann, die 100.000 Andere Personen gemeinsam nicht erbringen könnten, weil eben Ihre Intelligenz nicht ausreicht, nicht auch ein Zig-Faches jedes Einzelnen dieser 100.000 Verdienen, ja vielleicht soviel wie die 100.000 Zusammen ?

Wenn einer mit seiner Idee ein Firma gründet, die sonst Keiner zu gründen bereit wäre und es auch nicht machen würde, selbst wenn man ihm sagt, hier ist die Idee, mach eine Firma.

Warum soll dann der der bereit ist das Risiko in Kauf zu nehmen, nicht eben gerechterweise das zig-fache Gehalt bekommen!

Umverteilen ist nicht gerecht !
Natürlich sollen Leistungsfähigere auch mehr zum Staat beitragen, aber dann muß ein gerechtes Steuersystem her!!!

the bugger_off
00
20.12.2011, 10:43
"gerecht" währe uU eine bezahlung nach gesellschaftlichem mehrwert der tätigkeit. . .

da würden einige ihrer "genies" (haha! -als ob alle mit einkommen über 300 000 genial wären, da müssten unsere politiker ja wenigstens beinah-genial sein..) sehr schlecht, was sag ich: mit einem fetten minus aussteigen!

gier hat nichts mit genialität zu tun.

Trevor Goodchild
01
19.12.2011, 19:46
Sie haben aber rein gar nichts von Ihren "Genies",

wenn es nicht diejenigen gibt, die diese Gedanken umsetzen. So gesehen gibt es diesen Wertunterschied nur theoretisch. Und die Arbeit des Genies ist nicht mehr wert als diejenige dessen, der ausführt.

So soll das Genie denken, und der Arbeiter arbeiten. Die erbrachte Leistung ist dennoch gleich viel wert, da das Produkt weder ohne den einen noch ohne den Anderen existieren würde.

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
20.12.2011, 13:44
Das heisst Forschungsförderungen sind ungerecht?

the bugger_off
00
21.12.2011, 10:05

was hat die förderung von forschung damit zu tun wenn einzel personen riesen vermögen die dann nicht in die wirtschaft zu rück fliessen ansammeln?

genies bleiben auch genial wenn sie "normal" leben, die brauchen labors und ressourcen zum forschen, keine luxus villen a la hollywood stars.

Gerg K.
01
19.12.2011, 19:17
So einfach ist es auch wieder nicht.

Leistung soll sich lohnen, aber Vermögen, das nicht mit Leistung erworben wurde (z.B. Schenkung oder Erbschaft) gibt sehr wohl Anlass, über Umverteilung nachzudenken. Auch sollte man immer bedenken, dass Vermögen, wie immer erworben, auch soziale Verantwortung bedeutet. Und dazu gehören auch Steuern!

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
20.12.2011, 13:54
Schenkung und Erbschaft

gibt in Ö wohl eher Anlass zu Neid.
Wo interpretieren sie die fehlende Leistung heraus? Wenn in einer Partnerschaft der/die eine sich um das vermögen der familie kümmert (sparbuch/wohnraum im eigentum etc.), und der/die andere zur deckung der laufenden kosten beiträgt (heizung/kinder/essen/kleidung) wo ist es da bitteschön gerecht dass wenn eineR von den beiden stirbt, der/die trägerIn der laufenden kosten für die erbschaft aufzukommen hat, im gegenteiligen fall aber nichts geschieht?

Gerg K.
00
20.12.2011, 18:42
Ach wie schön, wenn man jemandem Neid unterstellen kann. Dann schmeckt erst so richtig der Kaffee!

Sie haben den Grundgedanken meiner Stellungnahme präziser erfaßt. Selbstverständlich habe ich zuerst an all die faulen Frauen gedacht, die zu Hause vor dem Fernseher herumlungern, während der arme Mann die Doppelbelastung von Vermögensverwaltung und Brötchenbeschaffung zu ertragen hat und dann auch noch als erster die Patschen aufstellt. Die glückliche Witwe soll natürlich saftige Erbschaftssteuern zahlen!

Vielleicht lesen Sie noch einmal und denken noch einmal nach.....

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
20.12.2011, 22:31

das empfehle ich ihnen auch!
ihr geschlechtertypisches rollenbild sei einmal zur seite gestellt...
in ihrem beispiel wäre eine erbschaftssteuer wahrscheinlich gerechtfertigt. dennoch: wie wollen sie diese fälle von meinem beispiel abgrenzen? soll über die dauer einer partnerschaft jede/r genau buchführen, was er/sie eingebracht hat?

Gerg K.
00
21.12.2011, 06:51
Sie kennen schon den Unterschied zwischen Ironie und Ernst??????

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