Präsident Chavez ließ Sarg öffnen, um Echtheit der Überreste des Freiheitskämpfers bestätigen zu lassen
São Paulo/Caracas - Die sterblichen Überreste des
südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers Simon Bolivar (1783-1830)
sind wieder im Pantheon von Caracas. Sie waren im vorigen Jahr
exhumiert worden, um deren Authentizität sowie die Todesursache
Bolivars zu überprüfen. "Du lebst und wirst immer weiter leben in
unserem Volk", sagte Venezuelas linker Staatschef Hugo Chavez am
Samstag bei einem Festakt anlässlich des 181. Todestages Bolivars.
Der als "El Libertador" verehrte Bolívar führte in vielen Ländern
Südamerikas den Freiheitskampf gegen die spanischen Kolonialherren
an. Wissenschafter hatten DNA-Tests durchgeführt, um sicherzustellen,
dass es sich wirklich um die sterblichen Überreste des 1783 in
Caracas geborenen Bolívars handelt. "Wir wissen jetzt ohne Zweifel
und für immer, dass Du hier bist, Vater, Du bist hier bei uns, Du
bist es", sagte Chavez.
Für die Überreste wurde ein neuer mit Gold und Perlen besetzter
Sarg nach dem Entwurf des Künstlers Paul del Rio angefertigt. Nicht
geklärt werden konnte, ob der Nationalheld 1830 wirklich wie bisher
angenommen an Tuberkulose starb, oder - wie Chavez mehrfach
behauptete - einem Giftmord zum Opfer fiel. Bei seiner Exhumierung
hatte Chavez 2010 auch angekündigt, für Bolivar ein neues Mausoleum
zu bauen. (APA)