Videocast von Robert Misik - Folge 212

Wir wollen den totalen Finanz-Kollaps!

18. Dezember 2011 20:57

Linker Quatsch: Die Sehnsucht nach dem Zusammenbruch

Nicht nur Angst und Unsicherheit grassieren in diesen Krisentagen, sondern auch eine eigentümliche Sehnsucht nach dem Zusammenbruch: Soll er doch kommen, der Krach! Warum ist er noch immer nicht eingetreten, der Krach? Bei den einen mischen sich Angst und Lust zur Angstlust: Angst, gepaart mit elektrisierter, interessierter Spannung. Andere wiederum sagen seit Jahren voraus, dass Kapitalismus oder das Geldsystem als ganzes nicht funktionieren können, andere prophezeien jetzt schon seit Jahr und Tag Hyperinflation - und wünschen sich sehnlich, dass ihnen die Realität bitte schön endlich recht geben soll. Und wieder andere glauben, dass nach dem Ende von Markt- und Geldgesellschaft endlich ein menschlicheres Zeitalter anbrechen wird, ohne Stress und Karrieredenken, dafür mit Tausch- und Solidarwirtschaft.

Aber leider, leider: Sollte ein Zusammenbruch kommen, wird das sicher nicht der Beginn einer schönen Zeit. An einem chaotischen Systemkollaps wäre gar nichts wunderbar. Viele, viele Menschen würden ihn mit Hunger, Not, Elend und Tod bezahlen.

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Posting 1 bis 25 von 199
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fmi
27.12.2011 08:41
Besser als dieser Alptraum

Vor allem, daß die gesamte EU Bagage heimgeschickt wird. EU als Wirtschaftszone, mit einem Drittel der Beamten, mehr ist nicht mehr drinnen.

fräulein potmesil
22.12.2011 12:49

das hätten sie doch auch kürzer fassen können. was unterm strich überbleibt ist, dass man sich fragt, was sie nun vorschlagen? also beide sind depat, die linken wie die rechten und somit kann das nur ein so intelligenter mensch, wie sie herr misik, der sich aus so einem kinderkram raushält, lösen? im übrigen: weiß man schon, ob der taz artikel ernst gemeint war?

Bürgerüberwachungs- und Totengräberindustrie
21.12.2011 18:51
Es ist soweit: Die Katze beißt sich in den Schwanz.

Was Personen, die es besser wissen sollten (wie z.B. Misik) reitet, um - wahrscheinlich unbewusst- plötzlich die Fronten zu wechseln und sich gegen das Aufkeimen neuer Denksansätze zu richten, das wissen wohl nur die Götter. Ebenso wie der bisher durchaus scharfsinnige und kritische Falter-Redakteur Florian Klenk sich plötzlich auf die Seite der Kleiderbauer-Justiz-Bruderschaft schlägt und die Tierschützer attackiert...Man kann sich nur wundern. Was ist es? Grassiert ein Virus? Ist es ein heimlicher Sog, an der latenten Macht mitzupartizipieren, wenn man es der Kollektivmeinung und den herrschenden Autoritäten recht macht?
Wie auch immer. Es mag zwar deprimierend sein, soll uns jedoch umso mehr anspornen, individuell das Richtige zu tun.

nature8
21.12.2011 16:11
Hochachtung

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

Räudiger Straßenköter
20.12.2011 12:12

Der TAZ Artikel ist interessant, zeigt er doch Deutschlands wahren Zustand. Neben Untergangsgelaber gibt es außer Merkel-Fanboys, Briten-Bashern und Griechen-Bashern leider zu wenig. Daher sollte Deutschland keine Führungsrolle in der EU einnehmen. Vernünftig wäre die Zerschlagung der Bundesrepublik in mehrere Einzelstaaten.

Hilmar Kiessinger
20.12.2011 18:36
Muammar al-Gaddafi lebt noch, in Österreich,

nur heisst er jetzt reudiger Straßenköter. Zuerst wollte er die Zerschlagung der Schweiz, jetzt der BRD, wie witzig. Dass der ausgerechnet aus Österreich spricht ist bezeichnend. Wir hatten schon lange kein Unheil von dort mehr bekommen. Zwar kam nach dem unsäglichen A.H. in den 20er bis Mitte 40er Jahre mit seinen rechtsradikalen Thesen gleich im Anschluß der unsägliche Friedrich August von Hayek mit seinen marktradikalen Thesen, aber das sollte doch jetzt genug sein, oder? Oder wie wäre es mit der Zerschlagung von Österreich, damit von dort nie wieder Unheil kommt?

bAuminger
20.12.2011 11:34
Wo es Schulden gibt, muss es auch Guthaben geben.

Wann kommt der erste Standard-Artikel zur Guthabenkrise?

tycho
22.12.2011 20:24

Den gab's schon 2 Tage vor der Misik-Folge:

"Wie man es auch dreht und wendet: Die Summe der Schulden ist insgesamt zu hoch und muss reduziert werden. Mit anderen Worten: Die Summe der Guthaben ist insgesamt zu hoch und muss reduziert werden."

siehe:
http://derstandard.at/132391668... denbremser

bAuminger
23.12.2011 11:33
Super, danke für den Link!

hknet
 
20.12.2011 04:42
es ist schon fast alles gesagt zu dem Thema

Ich denke es bleiben Realitäten übrig:
a) Solange Kapitaleinkünfte mit max. der Hälfte der Arbeitseinkünfte besteuert sind wird es immer ein Ungleichgewicht geben in Sachen Arbeitseinsatz versus Kapitaleinsatz.

b) Ob Krisenjubel oder nicht, dass auf einem Planet mit endlichen Ressourcen unbeschränktes Wachstum möglich ist glauben bald nicht einmal mehr Ökonomen.

c) Die Effekte aus den Finanzspekulationen für die Realwirtschaft so gering wie möglich zu halten muss das vordringliche Ziel der Politik sein.

Mein Lösungsbeitrag: Eine Genossenschaft die in Gründung ist und für die Genossenschafter/-innen gegenseitiges Wirtschaften auf fairen Regeln erlaubt. Die "Hebel" darüberhinaus sind leider außerhalb meiner Möglichkeiten.

Der Kluge
20.12.2011 03:19

Niemand wünscht sich wirtschaftliche Not und Leid.

Es gibt 2 Gruppen:

1. Vertreter radikaler Ideologien - Kommunisten, aber auch manche Nationalisten: Sie hoffen auf den Zusammenbruch der herrschenden Ordnung, um dass Ruder herumreißen zu können und an die Macht zu kommen.

2. Zinskritiker/FED/Geldmenge/Illuminati/Josephspfenning: Die wurden etwa durch youtube-videos oä. indoktriniert, sind in der Regel eher ungebildet, leiden mitunter an Minderwertigkeitskomplexen und sehen jede Katastrophe deshalb rechthaberisch als Beweis für ihren Unsinn. Sie sind nicht ernst zu nehmen, haben kein Konkurrenzprogramm formuliert, können von Kommunisten/Nationalisten sehr leicht manipuliert und benutzt werden.

bAuminger
20.12.2011 11:20
"Es gibt 2 Gruppen:"

Bist du dir da wirklich sicher? Ich habe da nämlich ein Zugehörigkeitsproblem, und die meisten kritischen Menschen in meinem Umfeld auch.

...and miles to go before I scream
27.12.2011 11:43

Es gibt auch noch die, die sich selbst wahnsinnig gern als 'kritisch' bezeichnen. Und damit erst recht auf jeden Blödsinn à la Popp und Konsorten hereinfallen, weil alles wahr sein MUSS, das nicht aus der pöhsen Mainstreamecke kommt.

Heino Ewerth
20.12.2011 11:40
"Auch manche Nationalisten"?

@Der Kluge
Wahrnehmungsstörung? Es sind wohl in der Mehrheit eher die Nationalsozialisten, die wie 1933 wieder auf einen Zusammenbruch hoffen. Nicht nur hoffen, sondern auch alles, "schrecken sogar vor Morde nicht zurück) dafür tun. Hier spielen die sog. Kommunisten eher eine marginale Rolle. Obwohl die Massen Propaganda der Medien täglich versucht, den Bürgern ein anderes Bild zu vermitteln. Aber wenn das System zusammenbricht, dann werden wie immer, das Volk darunter zu Leiden haben, nicht die Verursacher dieser Krise. Wenn es ausschließlich die Verursacher treffen würde, hätte ich damit keine Probleme im Gegenteil.

Mister Magister
 
20.12.2011 02:06

Seit langer Zeit mal wieder ein Misik dem ich zu 100% zustimmen kann.

raff1
20.12.2011 01:07
eher ist es liberaler quatsch.

angst sollen die menschen bekommen, um noch billiger sklavendienste anbieten zu können.

krachbummente
19.12.2011 20:58
Der Wunsch nach Wechsel ist verständlich

langsam wird den Leuten klar, dass wir NIE schuldenfrei sein werden, dass es uns nicht besser gehen wird und Angst ist nunmal das Verkaufsargument von Banken Versicherungen usw.

Das Problem ist nicht so der Zinseszins und die Finanzindustrie sondern die Kreaturen die sie hervorbringt:
http://diepresse.com/home/wirt... e/index.do

So eine Art Butterfly-effect - da kann ich schon verstehen, dass die Leute wütend werden und unter allen Umständen einen Wechsel wollen...

Area Man
19.12.2011 20:10
echt amüsant, der misik !

.. oder doch nur eine lesung der täglichen emotions-postings im standard..?

well done..

good vibration
19.12.2011 19:55
Ich mag Sie Herr Misik, aber vielleicht rechnen Sie mal auf dem Taschenrechner nach was z.B. 5% Verzinsung in 70 Jahren ausmacht...

o.K. werden Sie sagen, das ist ja nur das 30-fache! an egal was!
Wie soll sich das ausgehen??
3% in 70 Jahren immerhin noch das acht-fache
und 3% oder 5% sind für Anleger keine großen Renditen und so ein Wachstum geht sich über längeren Zeitraum einfach nicht aus
und andere Zahl: 0,01€ mit 5% Zinsen über 2000 Jahre heißt: Millionen Erden in Gold
Die Kritik am Zinssystem ist schon begründet, selbst die Wut über Ignoranz der einfachen Zahlen und deren Konsequenzen!

Mister Magister
 
20.12.2011 02:03

schöne milchmädchenrechnung.

Und natürlich liegt das Geld die ganze Zeit bei deiner Bank, und die machen nichts anderes damit, als es täglich zu bewundern, oder wie Scrroge Mc Duck darin zu schwimmen.

Ach ja...du liegst falsch. Woher ich das weiss? Statistik und Hirn. Wie lange existiert das Zinssystem schon...teilweise in extremerer Form als heute? Und wie lange sagen Spinner schon seine existenzunfähigkeit vorraus? Siehste.

cupiduso
20.12.2011 07:41

die wirkliche milchmädchenrechnerei ist jene zu glauben, dass ihr geld welches sie auf ihrem konto zuglauben haben, tatsächlich existiert

Mister Magister
 
20.12.2011 17:25

Scheinbar tut es das. Denn im Austausch für das Vorzeigen einer kleinen bunten Plastikkarte bekomme ich Nahrung, Kleidung und Waren.

Folglich ist derjenige den ich mit diesem Vorzeigen bezahle zufrieden mit dem Wert der ihm/ihr übermittelt wird.

Das einzig komplizierte ist, dass es zum Begreifen dieser Vorgänge eines abstrakten Vorstellungsvermögens bedarf, das Steinzeitmenschen und Ewiggestrigen, sowie allen anderen denen die Welt zu kompliziert geworden ist nunmal abgeht. "Zurück zur Natur/Tauschhandel/Anarchie ist kein Ausdruck von Kreativität, Freiheit oder Entwicklung...es ist ein Aufschrei von Unvermögen, Ignoranz oder schlichter Dummheit, bzw. Unfähigkeit die Welt zu begreifen.

good vibration
20.12.2011 07:40

Daß sich die Erde weiterdreht, nehme ich an, war auch nicht das Thema.
Ich kann und will so nicht akzeptieren, daß ein zerstörtes, tausend Jahre finsteres Europa übrig bleibt wie nach den kulturlosen Römern (die waren die damaligen Kapitalisten und Diktatoren und haben die Griechen und Nordafrikaner ausgeplündert...)
oder daß die Reichen immer wieder sinnlose Kriege veranstalten wie so oft geschehen in Europa

Mister Magister
 
20.12.2011 17:30

Das ist wahrscheinlich der grösste Bullshit den ich heute gelesen habe.

Erstens sind Finanzsysteme wie wir sie kennen älter als das römische Reich.

Zweitens war die griechische Gesellschaft das Vorbild der römischen.

Drittens war es der Zusammenbruch des römischen Reiches der das Dunkle Zeitalter einläutete, nicht die Tatsache seines Bestehens. Wir haben es erst in der Renaissance langsam geschafft wieder den Stand von Wissen und Kultur zu erreichen der für römische Bürger alltäglich war. Tatkräftig verantwortlich war übrigens auch die liebe Kirche mit ihrer Verwahrung/Verstecken von Wissen.

Nordafrika von Rom ausgeplündert? Oh man. Leider nicht genug Zeichen...aber bitte bitte bitte, wiederhol Geschichte.

Linus Tintifax
20.12.2011 03:33
krieg

lernen sie geschichte!!!

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