"Bulgarien den Bürgern" will sich aber noch nicht politisch deklarieren
Sofia - Die erste bulgarische EU-Kommissarin (2007-2009),
Meglena Kunewa, die bei den Präsidentenwahlen im Oktober als Dritte
knapp 500.000 Stimmen bekam, hat am Samstag eine eigene politische
Bewegung unter den Namen "Bulgarien den Bürgern" gegründet, wie die
bulgarische Medien berichteten.
Kunewa gebe damit ein starkes Signal, dass sie weiter in der
bulgarischen Politik mitmischen will, kommentierte das Internetportal
"Dnevnik.bg" ihren Schritt. Sie bleibe konsequent ihrer während der
Präsidentenwahlen im Herbst geäußerten Kritik an den Parteien und dem
Parteiensystem des Landes und rufe eine bürgerliche Bewegung ins
Leben, so "Dnevnik.bg" weiter. Die ehemalige Kommissarin wollte
"keine Parteiformulierungen" darüber abgeben, ob sie sich als
eventuellen Partner oder Opposition der regierenden bürgerlichen GERB
(Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) sieht.
Unter den 14 Mitbegründern von Kunewas Bewegung finden sich die
Namen einiger ihrer ehemaligen Kabinettskollegen und der Partei von
Ex-Premier Simeon Sakskoburggotski (NDSV) wie beide Vizepremiers
Nikolaj Wassilew und Daniel Waltschew oder die ehemalige
Wirtschaftsministerin Maria Diwisiewa. Dazu kommen auch die bekannte
Kämpferin für die Rechte von krebskranken Patienten, Teodora
Zahariewa, und der Menschenrechtler und Anwalt Jonko Grosew. (APA)