Ein Fall für den Spezialisten

Italiens Blardone gewinnt Riesenslalom vor Reichelt und Schörghofer - Hirscher komplettiert starkes Teamergebnis mit Rang 5

Alta Badia - Die Riesenslalomabteilung der österreichischen Skifahrt zeigte auf der schwierigen Gran Risa im Hochabteital, dass sie allerhand draufhat. Und doch bleibt es ein weiteres Jahr die Wahrheit: Der bisher letzte Österreicher, der hier den Riesenslalom gewann, ist Christian Mayer, und dieses Kunststück gelang 1997. Schuld daran ist Massimiliano Blardone aus Domodossola im Piemont, der in Alta Badia als doppelter Spezialist zu Werke ging, als Fachmann im Riesenslalom (6. Sieg) und als Fachmann auf der Gran Risa (3. Sieg nach 2005 und 2009), obwohl er zuletzt wenig gerissen hatte und deshalb mit der relativ hohen Startnummer 19 arbeiten musste.

"Ich hatte Glück", sagte Hannes Reichelt, und dachte dabei an die am Vortag in Gröden wegen Sturms abgebrochene Abfahrt. Dem Allrounder, heuer in Lake Louise Abfahrtszweiter, wurde so das Rennen erspart, und er hatte somit mehr Kraft, in Alta Badia Zweiter zu werden. Die Franzosen Johan Clarey und Adrien Theaux, die beim Abbruch führten, sind dagegen immer noch sauer. Die Abfahrt könnte noch heuer in Bormio nachgeholt werden.

Philipp Schörghofer, der vor Weltmeister Ted Ligety und Marcel Hirscher, die den ersten Lauf in dieser Reihenfolge beendet hatten, Dritter wurde: "Von den ersten 15 kann jeder gewinnen. Ligety steht auch nicht auf einer anderen Stufe, kocht auch nur mit Wasser."

Am Montag wird es in Alta Badia noch einen Slalom gegeben. Die bisher letzte diesbezügliche Auflage gewann Reinfried Herbst 2009.(Benno Zelsacher, DER STANDARD, Printausgabe, 19.12.2011)

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