Letzte US-Kampftruppen abgezogen

18. Dezember 2011, 10:57

4.500 Soldaten starben in neun Jahren Einsatz - USA planen finanzielle Hilfe nach Abzug: 2012 sechs Milliarden US-Dollar

Washington/Grenze zwischen Irak und Kuwait - Acht Jahre und rund neun Monate nach Beginn des Irakkriegs haben die letzten US-Kampftruppen das Land verlassen. Auf Live-Bildern des US-Senders CNN war zu sehen, wie der letzte Truppenkonvoi am Sonntagmorgen die Grenze zum Nachbarland Kuwait überquerte. Schwere gepanzerte Fahrzeuge und Tieflader mit Panzern passierten die Grenzstation in der Wüste. Anschließend wurde das Grenztor geschlossen. Ein Armeesprecher bestätigte dem Sender, dass damit der Abzug der US-Truppen abgeschlossen sei.

Laut CNN verließen mit dem letzten Konvoi aus 110 Fahrzeugen 500 Soldaten aus Ford Hood in Texas den Irak. Sie seien in der Nähe von Nassirija rund 300 Kilometer südlich von Bagdad stationiert gewesen. Zunächst würden die Soldaten im US-Feldlager Virginia in Kuwait untergebracht, bevor es mit dem Flugzeug in die Heimat gehe, hieß es.

Die USA waren am 20. März 2003 auf Befehl des damaligen Präsidenten George W. Bush in den Irak eingedrungen, um den damaligen Machthaber Saddam Hussein zu stürzen. Die angeblichen Massenvernichtungswaffen, einer der Hauptgründe Washingtons für den Krieg, wurden nie gefunden.

Laut "Huffington Post" (Online-Ausgabe) kostete der Einsatz den USA 800 Milliarden Dollar. In Spitzenzeiten standen bis zu 170.000 US-Soldaten in dem Land am Golf. In den vergangenen Monaten wurden 505 Stützpunkte geräumt. Etwa 4.500 Soldaten wurden getötet, mehr als 30.000 verletzt. Einige Schätzungen gehen von mehr als 126.000 getöteten Zivilisten aus, nach Angaben der UNO wurden 1,75 Millionen Iraker während des Konfliktes zu Flüchtlingen.

Aufständische setzen Kampf fort

Präsident Barack Obama hatte bereits im Oktober den Abzug fast aller amerikanischen Soldaten bis zum Jahresende angekündigt. Obamas Regierung wollte ursprünglich mehrere Tausend US-Soldaten im Land lassen, um ein Gegengewicht zu den Streitkräften im benachbarten Iran zu bilden. Der Irak war jedoch nicht bereit, den amerikanischen Soldaten die geforderte Immunität vor Strafverfolgung zu gewähren.

Die USA verlassen ein Land, in dem die Aufständischen zwar geschwächt wurden, ihren Kampf aber fortsetzen. Mitte der Woche hatten mehrere tausend Iraker den Abzug in der einst schwer umkämpften Region Falluja gefeiert. Einige verbrannten US-Flaggen und zeigten Bilder toter Verwandter.

Sechs Milliarden Dollar

Diese Woche hatten der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki und US-Präsident Barack Obama darüber beraten, wie das Verhältnis der beiden Staaten nach dem Ende des Militäreinsatzes aussehen soll. Ab dem 1. Jänner würden die USA und der Irak eine "normale Beziehung" zwischen souveränen Staaten führen, hatte Obama gesagt. Der Irak darf sich aber auch künftig weiter der Aufmerksamkeit der einstigen Besatzungsmacht sicher sein. So ist die US-Botschaft mit 16.000 Mitarbeitern die größte diplomatische Vertretung Washingtons auf der Welt.

Auch aus finanzieller Sicht haben die USA vorgesorgt: Alleine für das Jahr 2012 sechs Milliarden US-Dollar in den Irak fließen. Der "New York Times" zufolge planen die Regierung nun auch eine Verstärkung ihrer militärischen Präsenz in anderen Ländern der Golfregion, um für einen Sicherheitskollaps im Irak oder eine mögliche militärischen Konfrontation mit dem Iran gewappnet zu sein. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 163
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Sonata
25
19.12.2011, 12:27
16.000 Diplomaten...

Da können wir sehen wie sehr den Ami's die friedliche Lösung von Konflikten am Herzen liegt. Nicht schießen sondern reden und verhandeln. Solche Vorbilder aber auch.

trestigres
 
54
19.12.2011, 11:28
Die "Ami, go home!" Fraktion scheint offenbar Gefallen daran zu finden, dass Teheran versucht den Irak zu einem zweiten Libanon zu machen - mit starken schiitischen Milizen, die militärische Macht alsbald in politischen Einfluss verwandeln.

Teheran sponsert Milizen im Irak. Maliki ist nicht nur der Chef einer komplizierten Koalition, seine eigene Fraktion ist vom Iran gesteuert. Hätte er nicht ein Stationierungsabkommen verhindert, wäre er wohl gestürzt worden. Ein anderes Beispiel für das Spiel der Mullahs; Muqtada Al Sadr - auch er ist zweifellos ein verlängerter Arm Teherans. Bei den grossen Forums-Geostrategen sind natürlich solche "Betrachtungen", die regionalpolitische Hegemonie der Mullahs nicht angebracht. Da ist "Ami go home" doch viel einfacher zu transportieren..

so ist das
44
19.12.2011, 12:39
Iran und Irak passen wohl für eine Union besser zusammen

Hallo,
Der Iran hat mit dem Irak wohl wesentlich mehr gemeinsam als mit den USA, und der Iran hat den IRAK noch niemals attackiert, wenn Sie sich erinnern, hat Saddam Hussein seinerzeit auf Geheiss und mit tatkräftiger Unterstützung der USA den Iran angegriffen, weil die USA glaubten, damit den Abgang ihres Mannes Reza Pahlewi rückgängig machen zu können. Und dabei haben die USA Hussein, wie wir uns noch erinnern, auch Giftgas empfohlen, mit dem er die Iraner doch viel leichter unschädlich hätte machen sollen.
Aber die Geschichte hat uns glücklicherweise anderes gelehrt, und heute sind es die USA, die nicht mehr willkommen sind, nicht im Irak, nicht in Libyen und auch in Saudi Arabien nur geduldeter Fremder.

trestigres
 
20
19.12.2011, 13:18
Die Feindseligkeiten der beiden Parteien (Irak-Iran) um den Grenzfluss Schatt al-Arab gehen bis auf die Verträge von Erzurum 1823/1847 zurück...

Darüber hinaus kam es im Mai 1979 zu einem Aufstand der arabischen Iraner in der Provinz Chusistan, die wegen ihrer Ölvorkommen für den Iran von ungeheurer Bedeutung ist. Der Aufstand wurde unter dem Einsatz militärischer Mittel zunächst niedergeschlagen, von einer Befriedung der Provinz konnte aber keine Rede sein. Wegen der Frage der arabischen Minderheiten in Chusistan und der schiitischen Minoritäten im Irak kam es zu einer rapiden Verschlechterung des Verhältnisses beider Staaten. Ausserdem drohte Ayatollah Chomeini damit, die islamische Revolution auf den Rest des Nahen Ostens auszuweiten. Der Säkularismus der Ba'th-Partei war den Mullahs schon immer ein Dorn im Auge.

woody pecker
45
19.12.2011, 10:29
Botschaft: davon 15.000 Söldner Marke "XE"

die knallen alles nieder und sind immun gegen Strafverfolgung.

lassen Sie mich durch
55
19.12.2011, 09:31

die 16000 könnte man auch als den Grössten Terror lager in nahen Osten bezeichnen.

somit ist garantiert das weiterhin "So genannte Selbstmord attentäter" sich in die luft sprengen.

wer es glaubt.

dien 16000 werden für unruhe und Terroranschläge sorgen und die werden das natürlich immer als ein kampf zwischen schiiten und Sunniten darhinstellen.

Zuckerlilly Zuckerlilly
25
19.12.2011, 08:49
"So ist die US-Botschaft mit 16.000 Mitarbeitern die größte diplomatische Vertretung Washingtons auf der Welt."

Und in Kuwait wurden zusätzlich 25,000 Soldaten (zu den vorhandenen 5,000) stationiert.

kants richtschnur
57
19.12.2011, 02:15
george barack obusha

links, rechts, links,

so wie die fürsten und regelmacher uns marschieren haben wollen.

die 16.000 mann botschaft ist eine verhöhnung der iraker, angesichts der tatsache, dass man für diese "mitarbeiter" eben jene immunität gewährleistet hat, die den gi's ja nicht mehr seitens der iraker gegeben werden wollte.

tünche! die herren in washington sollten aber bedenken, dass die iraker das als provokation auffassen könnten.

und auch zuhause wird der steuerdepp sich verarscht fühlen.

stimmung macht man so nicht für seine "agenden".

das ist gefährlich was obusha hier treibt. und schon immer getrieben hat.

http://www.youtube.com/watch?v=Fw5v-kkIix8

die karawane zieht weiter...und der druck streigt.

tom krishan1
 
14
18.12.2011, 22:21

schöne PR show fürs fernsehen und die naiven bürger:

http://www.youtube.com/watch?v=q... =daily_sun

tom krishan1
 
12
18.12.2011, 22:18
blubbandkill
15
18.12.2011, 21:32
16.000 Botschaftsmitarbeiter...

Viel Spaß beim Bezahlen der Beamtenpensionen... ;-)

Astroturfer_57
 
17
18.12.2011, 22:03
Der Großteil dieser Botschaftsmitarbeiter

werden Söldner von XE Sevices (ehemals Blackwater) sein.

Gute Freunde der CIA. Bluthunde.

Erich Theodor Kartmann
02
18.12.2011, 21:15

das nenn ich einmal eine beeindruckende botschaft ...

so ist das
03
19.12.2011, 12:33

.. vollgestopft mit Killern, welche in den USA Diplomatenstatus erhalten, ein wahres Vorbild für die Welt.

zimbo
 
74
18.12.2011, 19:55
LOL, die Botschaft mit 16000 Amis.

Die muss das Land noch entfernen, und dann die ganzen rechtswidrigen Vertraege kippen.

Auf Ihr Iraker bald koennt ihr frei sein.

so ist das
03
19.12.2011, 12:34

. und am besten die Botschaft schließen und auch gleich jene der Kriegskumpane der USA dazu.

Vera Rschung
 
00
18.12.2011, 18:30
"finanzielle Hilfe nach Abzug"

Das kann nicht stimmen, weil ich habe in den Leserforen mehrmals schon gelesen, dass die USA bankrott sind und keinen Cent mehr überhaben.

Peacefaktor
12
19.12.2011, 12:55
Na ja: die USA haben

.) mehr als 100% des BIP´s Staatsverschuldung
.) was mehr als 15 Billionen $ sind
.) und täglich werden es mehr Schulden und dadurch fließt immer mehr Wirtschafts und Arbeitsleistung nur in die Zinszahlung
.) bei immer weniger Steuereinnahmen, durch stotternde Wirtschaft und immer mehr Steuereinnahmen, bei immer schlechterer Infrastruktur.

Alles, was die USA heute ausgeben, ist auf Pump, müssten sie eigentlich "morgen" verzinst zurückbezahlen.
Lange geht das nicht mehr gut. Die USA stehen vor dem Bankrott, es ist nur eine Frage der Zeit. Geben Sie der USA ein Jahr, vielleicht zwei...

Standard Leser4
 
01
19.12.2011, 15:59
Posten Sie hier Ihre Wunschtraeume ?

USA hat jaehrlich 2.500 Mrd USD Einnahmen. Bei 15.000 Mrd USD Schulden. Die Zinsen sind zur Zeit minimal, und werden groesstenteils an Inlaendische Kreditgeber bezahlt, da nur ca 5.000 Mrd USD Auslandsschulden aufgenommen wurden.
Solange der USD eine Weltreservewaehrung /etwa 60% aller Reserven/ ist, wird Ihre Voraussage von 2 Jahren sicher nicht richtig sein.

so ist das
00
19.12.2011, 12:42
Kein Geld ...

Auch unsere Regierungen leistet sich einiges, von Inseraten bis zu bizarren Subventionen und Steuerbefreiungen in der Landwirtschaft, obwohl sie dazu jeden Cent fremdfinanzieren muss. Das funktioniert so lange, bis irgendjemand den Geldhahn zudreht, aber eine Zeit lang ist das möglich.

sc1
 
22
18.12.2011, 18:25
126.ooo Zivilisten getötet.... kommt die USA ohne einer Entschädigung?

zimbo
 
52
18.12.2011, 19:52
Werden wohl eher Millionen sein.

PhanTom77
10
19.12.2011, 17:02

eher Milliarden !!!

zimbo
 
10
19.12.2011, 11:08
gegen das Vergessen von Kriegsverbrechen

http://heulnicht.blogspot.com/2008/10/1... -irak.html

lanigirorevilo
24
18.12.2011, 18:19

die 15 000 Amerikaner, die in der größten amerikanischen Botschaft!! weltweit arbeiten bleiben aber im Irak...

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