Erste Beta von LibreOffice 3.5 zum Download

Andreas Proschofsky
18. Dezember 2011, 10:52
  • Der neue Autofilter-Dialog in Calc.
    grafik: libreoffice

    Der neue Autofilter-Dialog in Calc.

Kommende Generation der freien Office-Suite mit Usability-Arbeiten, Web-Office-Anfängen und Performanceverbesserungen

Eigentlich will sich das LibreOffice-Team künftig einem fixen sechsmonatigen Zyklus verschreiben. Um hier aber in einen Rhythmus parallel zu anderen großen Projekten der freien Softwarewelt - etwa Ubuntu und GNOME - zu kommen, hat man sich für die kommende Version einen etwas längeren Entwicklungszeitraum genehmigt. Nun ist es aber soweit: Mit einer ersten Beta gibt es einen aktuellen Vorgeschmack auf die nächste Generation der freien Office-Suite.

Detailarbeiten

Ein Blick auf die zugehörigen Release Notes zeigt, dass man vor allem bemüht ist, die Usability der Software weiter zu verbessern. So gibt es etwa ein überarbeitetes User Interface zur Erstellung von Header- und Footer-Zeilen. Zeilenumbrüche im Writer werden nun klarer hervorgehoben, und es gibt diverse Optimierungen an der Grammatikprüfung von LibreOffice. Neu hinzugekommen ist ein Import-Filter für MS-Visio-Dokumente.

Calc

Für die Tabellenkalkulation Calc verspricht man signifikante Performanceverbesserungen bei diversen Seitenoperation, sowie einige Optimierungen bei der Darstellung von Kurven. Den Autofilter-Dialog hat man gänzlich neu gestaltet, um die Nutzung zu vereinfachen. Schneller so nicht zuletzt auch der Import von komplexen Excel-Dateien geworden sein, außerdem kann Calc nun mit bis zu 32.000 Seiten umgehen.

GTK+3

Die neue Testversion beinhaltet auch bereits eine experimentelle Portierung auf die Version 3 des vor allem im GNOME-Umfeld gebräuchlichen Toolkits GTK+. Diese Neuerung ist aber auch über dieses Umfeld hinaus durchaus von Bedeutung, nutzt man die GTK+3-Möglichkeiten doch auch für einen Web-Office-Prototypen, also eine Version von LibreOffice, die direkt aus dem Browser verwendet werden kann.

 

Weitere Informationen zur LibreOffice 3.5 Beta finden sich in den schon erwähnten Release Notes, die Software gibt es wie gewohnt in Ausführungen für Windows, Linux und Mac OS kostenlos zum Download. Die fertige Version von LibreOffice 3.5.0 soll nach den aktuellen Plänen Anfang Februar veröffentlicht werden. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 18.12.11)

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bleiben Sie lieber beim Einheitsbrei..

... wenn Sie zu Bl.öd dafür sind, in OpenSource Programmen die individuell einstellbare grafische Oberfläche anzupassen ...

Ach, und wenn Optik alles ist was zählt, dann frage ich mich schon, wieso SIE keinen Ferrari, Porsche, Lamborghini etc. fahren :-P

... weil US-Cars

deutlich schöner sind?!

Mal ganz davon abgesehen, dass in der Garage ein 911er steht. Aber is ja wurscht. ;)

das stimmt, aber es stimmt auch dass dies fürs schlichte arbeiten ziemlich egal ist...

Optik

Ja, die Optik ist etwas schlicht. Kein Eye-Candy.
Ich mag das, auch wenn da von anderen Apple-Usern oft schief angeschaut werde ;-)
YMMV

Altbacken

Bitte wer gibt Cynicism rote Stricherl?? Ich arbeite täglich mit LibreOffice weil es meine Funktions-Bedürfnisse voll befriedigt. Aber optisch ist die Software für mich altbacken und 90er-Jahre-Retro.

Und ja, ich bin ein Verfechter von Klicki-Bunti, weil ich AUCH mit den Augen "arbeite".

Ich würds ja gerne verwenden, aber der Look ist echt unerträglich.

LaTex!

:D

Textverarbeitung ja. Calc mit latex musst du mir erklären.

sie können ps generieren und das wiederum ist eine vollwertige programmiersprache. ich gebe zu, etwas aufwändig, aber machbar! ;)

tabularx und taschenrechner. ;)

Lol. Und dann im Code die Ergebnisse eintragen (das geht ja noch), bzw. Ausbesserungen vornehmen. Und da dreht man durch vor lauter &&&&&&&&&&&\\

R + xtable.

;)

Jup. Hab in letzter Zeit viel mir Latex und R gemacht; nur bei einem "einmal Text" Zahlt sich z.b. sweave nicht aus, und xtable ist cool, aber mit R gewisse Funktionen rechnen ist Overkill, genau dafür ist z.b Calc da. Fürs 1x1 nehm ich auch keinen Taschenrechner ;)

Also ich komme immer mehr zur Überzeugung, dass Tabellenkalkulation einfach nutzlos ist, sobald man irgendwas kalkulieren will. Das einzige Einsatzszenario ist IMO, wenn man irgendwelche Auflistungen in Kombination mit Grundrechnungsarten erstellen will.

Wenn ich mir allerdings anschaue, für was alles die Leute Excel einsetzen, wird mir richtig schlecht.

Naja, ich mag Excel. Um schnell Daten zu sichten gibts nichts besseres, zusammen mit der "halbautomatischen" bedingten Formatierung.
Und dann kann man die Sachen auch gleich weiterverarbeiten, Summen bilden, Median, Mittelwert, etc.
Das geht in Excel wirklich sehr gut und schnell. In Calc ists teilweise ein Krampf, besonders die bedingte Formatierung ist komplett verhunzt.

Lese und Schreiben von docx

Das ist DER zentrale Mangel von LO derzeit. Es kann mit dem neuesten Microsoft Format nicht umgehen. Nicht einmal einfachste Tabellen werden importiert. Dem gegenüber sind alle anderen 'Verbesserungen' Peanuts.

das wird es nicht spielen. docx ist ja mit der absicht der inkompatibilitaet entstanden. das ist ja mit absicht propretaer. wenn die standards offen waeren, waere das umsetzen keine kunst.

Naja. Das Format ist komplett offen und dokumentiert. Nur so kompliziert, daß nichtmal MS es zu 100% implementiert.

docx etc sind offen? das wusste ich nicht.

Glaube ehrlich gesagt nicht, dass das die höchste Priorität hat.

Wer gemeinsam mit anderen an MSO-Dokumenten arbeitet, wird sowieso niemals um MSO herumkommen. Dazu ist OOXML viel zu komplex, als dass ein Drittanbieter das vollständig und 100% MSO-kompatibel implementieren könnte.
Für jede andere Form von Dokumentenaustausch gibt's PDF.

Mir wäre viel wichtiger, dass das UI endlich besser wird und das Programm weniger oft abstürzt.

RE: OOXML viel zu komplex

Wenn die Interoperabilität mit dem proprietären und teilweise undokumentierten doc Format zumindest halbwegs funktioniert hat (Perfektion verlangt eh keiner), dann wird das wohl beim standardisierten docx auch funktionieren. Man muss halt die Prioritäten entsprechend setzen.

Die alten Binärformate in ihrer letzten Inkarnation stammen von 1997 und werden noch immer nicht zu 100% unterstützt. Da kannst dir ungefähr ausrechnen, wie lange es dauern wird, eine Spec mit > 6.000 Seiten umzusetzen.

das ist doch das problem

pdf ist ein nettes format. man kann jemandem in pdf etwas schicken, und sicher gehen, das es so ausschaut, wie man es geschickt hat. sobald der aber weiterarbeiten soll, wirds mit pdf richtig mau. fairerweise muss man sagen, pdf ist auch garnicht zur weiterbearbeitung gedacht und es geht nur mit wirklich viel gewürge.

odf und ooxml sind aber textformate zur weiteren bearbeitung. und da erwartet man zurecht eine interoperabilität. wenn eine seite nicht mitspielen will, ists aber essig mit interoperabel.

ja gut aber da muss man auch die LO community verstehen. die interessieren sich nur zweitrangig für interoperabilität, warum sollten sie auch?
microsoft hätte auch ganz simpel bereits verbreitete offen spezifizierte dokumentformate hernehmen können und hat aber umbedingt sein eigenes ding entwickeln müssen.

damit kann microsoft sich zurücklehnen und sagen: "was wollts? is eh offen unser format! wennsas auf linux haben wollts dann programmierts halt nach!"

aber alles nicht so schlimm selbst microsoft hat erkannt das odf der bessere weg ist und vl unterstützt das nächste office paket dieses sogar.

MS unterstützt ODF seit MSO 2007 SP2 out of the box.
Das ist ja deren Masche, um weiter mit Verwaltungsbehörden, die offene Standards einfordern, im Geschäft bleiben zu können.

tatsache, hab nicht mitbekommen, dass sie das schon umgesetzt haben

jz wärs nur noch schön wenn odf von ms office als standarddateiformat verwendet wird

kann man...

ist eine einstellung, dann speichert auf ms office alles im odf

und wenn ms office standardmäßig mit der einstellung ausgeliefert wird bin ich glücklich ^^

office 2010

fragt beim ersten aufrufen ob es im MS oder ODF Format speichern soll. ALLERDINGS unterstützt Microsoft nur das alte ODF Format und da gibts sogar die Warnung dass bei diesen Format es möglicherweise passieren kann das "Daten verloren gehen" -- ergo: jeder MS-Office User mit (nichttechnischen-)Hausverstand würde ODF unter MSO nicht verwenden.

Wie oben gesagt, wenn die andere Seite damit weiterarbeiten will, wirst an MSO nicht vorbeikommen. So gut kann die Implementierung bei LO gar nicht sein.

Auch wenn LO zu sagen wir 95% kompatibel ist (und das ist schon sehr optimistisch), sind die verbleiben 5% Grund genug, MSO zu verwenden. Oder willst dir ständig von Kunden / Kollegen anhören, dass irgendeine Kleinigkeit nicht funktioniert? Ich nicht.

Übrigens beherrscht MSO ODF (da ist die Spec auch nur ein Bruchteil der OOXML-Spec), man kann also auch diesen Weg gehen.

Kann LO nur 5% nicht, MSO dagegen 20% nicht, steht doch schon fest, welche Office-Suite man nehmen sollte. Jedenfalls nicht die, welche keine Ahnung von anderen Formaten hat und dann auch noch nur unter wenigen Windows-OS funktioniert.

Kann man docx wenigstens auf gewöhnlichen Smartphones öffnen oder auch das nicht??

Die Probleme im Moment sind noch:

-es gibt viele alte MSO Versionen im Einsatz die odf nich beherrschen
- odf ist nicht Standardmäßig eingestellt
- MSO gibts leider nicht für alle OS

Und von wegen Kleinigkeiten die nicht funktionieren. Untereinander sind die verschiedenen MSO Versionen auch nicht kompatibel, bzw. haben neue Versionen tlw Probleme mit dem öffnen von alten Dateien.
Naja, es gibt einfach keine perfekte Lösung.

alte Versionen

Alte Versionen sind MS eh nicht so wichtig. docx kannst ja mit einem 97er Word auch nicht ohne weiteres bearbeiten, oder?

nein.

afaik gibt es das compatibily pack für die neuen MS-Office Formate (docx & Co) nur für Office 2000 und aufwärts. Da musst du dir eben diese Addon runterladen.

der erste schritt ist gesetzt

jetzt kübelt bitte den restlichen java dreck und werdet ein gnome office.

weil kde, xfce usw keiner nutzt, weil alle ein Touchscreen haben und demnach gnome3 nutzen...

Gut, dass bald eines der Standard-GUI-Toolkits verwendet wird. Die Eigenbauvariante hätte man schon vor Jahren kübeln müssen, denn die schaut ja wirklich auf *jeder* Plattform beschissen aus.

StarOffice war aber beim Erscheinen nicht mehr als eine Demo für das Star Toolkit.

ge bitte

gerade staroffice 5.2 war für bei beim erscheinen die beste office suite... text,tabellen,grafik,präsentation,mail, kalender, kontakte -- inkl. teamserver zur zusammenarbeit..

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