Irakija-Bündnis legt Arbeit im Parlament in Bagdad nieder

17. Dezember 2011, 19:40

Politische Krise nach Abzug der letzten US-Soldaten

Bagdad - Im Irak hat das von Sunniten unterstützte Irakija-Bündnis den Boykott seiner Parlamentsarbeit beschlossen und das Land damit in eine schwere politische Krise gestürzt. "Wir können nicht länger über die Art und Weise schweigen, wie dieser Staat verwaltet wird, denn das führt dieses Land ins Ungewisse", erklärte das Bündnis am Samstag an die Adresse von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gewandt.

Daher setze der Irakija-Block ab sofort seine Mitarbeit im Parlament aus. Das Bündnis forderte die Einrichtung eines runden Tisches, um eine Lösung im Sinne der "Demokratie und zivilen Institutionen" zu finden. Der Schritt kommt einen Tag nach dem Abzug der letzten US-Soldaten aus dem Irak.

Wegen des Fehlens einer klaren Mehrheit nach der Parlamentswahl vom März 2010 hatte Malikis Schiiten-Allianz lange mit dem von Sunniten unterstützten Irakija-Bündnis von Ex-Ministerpräsident Iyad Allawi darüber gestritten, wer künftig die Regierung führen soll. Schließlich wurde mit der Bildung einer nationalen Einheitsregierung mit Maliki an der Spitze ein Kompromiss gefunden.

Der Irakija-Block kritisierte nun aber Malikis Regierungsführung und warf ihm vor, "andere politische Parteien zu ignorieren und die Justiz zu politisieren". Der Regierungschef agiere im Alleingang und verletze das Gesetz, hieß es in der Erklärung. Vor den Häusern der Irakija-Anführer seien Panzer und andere Militärfahrzeuge stationiert worden, kritisierte der Block. Die Bewegung des radikalen irakischen Schiitenpredigers Moktada Sadr erklärte, in dem Streit vermitteln zu wollen.

Das Bündnis legt damit nur einen Tag, nachdem die US-Streitkräfte offiziell den letzten ihrer Militärstützpunkte an die irakische Regierung übergeben hatten, seine Parlamentsarbeit nieder. Die US-Armee war 2003 ohne Zustimmung der Vereinten Nationen in den Irak einmarschiert und hatte dort den langjährigen Machthaber Saddam Hussein gestürzt. Zeitweise waren bis zu 170.000 US-Soldaten im Irak stationiert. (APA)

woody pecker
11
18.12.2011, 01:11
G.W. Bush gehört vor den Gerichtshof in den Haag

das ist ja ungeheurlich was dieser Typ in der Welt angerichtet hat.

shahabblack
00
17.12.2011, 20:38

ich bin unglaublich ueberrascht vom standard fier den letzten absatz.

rieche ich da langsam wut und eclel ?

NONE
00
18.12.2011, 00:25

Wieso?

Hat ja APA geschrieben, nicht derstandard.

Und APA hat keine Standards für Qualität.

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