Erwarten Präzisierung und schriftlich verbindliche Aussagen - Betriebsversammlung findet statt
Wien - Die Ärzte am Wiener AKH sehen trotz der vom Bund
zugesagten "Überbrückungshilfe" noch viele offene Fragen und bleiben
skeptisch was drohende Sparmaßnahmen betrifft. Die Mediziner
verlangen Präzisierung und schriftlich verbindliche Aussagen von
Rektor Wolfgang Schütz und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle
(ÖVP). Denn die Verunsicherung bei den Ärzten sei weiterhin groß. Die
Betriebsversammlung am 20. Dezember finde daher nach wie vor statt,
hieß es in einer Aussendung am Samstag.
Die Ärzte forderten Schütz auf, die offenen Fragen "vorher
schriftlich und verbindlich zu beantworten" und zu bestätigen, dass
es keine Reduktion der Nachtdiensträder und keine Einsparungen von
180 dringend notwendigen Dienststellen geben werde. Sie verlangen
weiters eine Bestätigung für die Rücknahme des Aufnahmestopps und vor
allem, dass es keine Verschlechterung der Situation der Ärzte gibt.
Statt "vager Überbrückungshilfen" erwarten die Ärzte und der
Betriebsrat "klare Zusagen, verbindliche Aussagen und nicht bloß eine
kosmetische Verschiebung eines prekären Zustandes, der jederzeit
wieder eintreten kann". "Wir sind zu allem bereit: weiter zu kämpfen
für die Sicherheit der Patienten und realistische und menschliche
Arbeitsbedingungen, und wir sind auch bereit zu vernünftigen
Gesprächen über eine Gesamtreform", so Thomas Szekeres, Obmann des
Betriebsrates des wissenschaftlichen Personals und Vizepräsident der
Wiener Ärztekammer. (APA)