48,95 Prozent der Stimmen erhalten
Addis Abeba/Kinshasa - Der Oberste Gerichtshof in
Kinshasa hat Joseph Kabila als Wahlsieger in der Demokratischen
Republik Kongo bestätigt. Der 40-jährige Amtsinhaber habe 48,95
Prozent der Stimmen und damit die notwendige einfache Mehrheit
erzielt, um im Präsidentenamt zu bleiben. Die Klage eines
Oppositionspolitikers, der gefordert hatte, die Abstimmung wegen
Unregelmäßigkeiten und Betrugs zu annullieren, sei damit
zurückgewiesen worden, berichtete der Sender Radio France
Internationale (RFI) am Samstag.
Kabila, der seit 2001 die Zügel in dem zentralafrikanischen Land
in der Hand hält, soll am 20. Dezember vereidigt werden. Die
Wahlbehörde hatte ihn vor rund einer Woche zunächst zum vorläufigen
Wahlsieger erklärt. Sein schärfster Rivale Etienne Tshisekedi hatte
den Sieg jedoch für sich beansprucht und sich ebenfalls zum
Präsidenten erklärt. Daraufhin waren bei gewalttätigen Zusammenstößen
mindestens sieben Menschen getötet worden.
Schon vor und während der Abstimmung am 28. November waren bei
Unruhen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Trotz reicher
Bodenschätze ist der Kongo eines der ärmsten Länder der Welt. (APA)